Echte Mamas: Ehrlich gesagt

Echte Mamas: Ehrlich gesagt

Transkript

Zurück zur Episode

00:00:06: Hallo ihr Lieben und herzlich willkommen zum Podcast ehrlich gesagt von EchteMamas.

00:00:11: Hier nehme ich euch mit in ehrliche, lustige und tiefe Gespräche mit tollen Gästen.

00:00:15: Es geht um ernste spannende und bewegende Themen also um alles was uns als Mamas Frauen Eltern oder einfach als Menschen beschäftigt die Familie und das Leben lieben.

00:00:25: Wann ist man eigentlich eine gute Mutter?

00:00:28: Wenn man stillt wenn man möglichst lange zu Hause bleibt wenn man seine eigenen Bedürfnisse hinten anstellt wenn man möglichst schnell wieder arbeiten geht?

00:00:36: Ganz ehrlich, manchmal habe ich das Gefühl wir Mütter können es einfach niemandem recht machen und ich weiß genau ihr fühlt was ich sage.

00:00:44: Egal wie wir uns entscheiden irgendwer findet es falsch!

00:00:47: Und genau darüber spreche ich heute mit einer Frau die sich ziemlich intensiv mit diesem Thema beschäftigt hat und zwar Franka Leefeldt.

00:00:55: Frank ist Journalistin, Autorin und selbst Mama einer kleinen Tochter.

00:00:59: In ihrem neuen Buch Gute Mütter, schlechte Müttern stellt sie eine Frage die ich unglaublich wichtig finde nämlich wie frei sind wir Frauen eigentlich wirklich in unseren Entscheidungen?

00:01:08: Wie groß ist tatsächlich unsere Wahlfreiheit?

00:01:11: Wir sprechen darüber warum Mütther so oft andere Mütder verurteilen weshalb echte Gleichberechtigung schon zu Hause anfängt und warum Deutschland es Familien an vielen Stellen immer noch so verdammt

00:01:21: schwer macht.

00:01:22: Es geht ums Stillen, ums Nicht-Stillen und Karriere, Schuldgefühle, Partnerschaft und diesen wahnsinnigen Anspruch als Mutter immer alles richtig machen zu müssen.

00:01:30: Und ich erzähl euch auch ganz offen warum ich selbst lange mit manchen Entscheidungen gehadert habe.

00:01:33: also naja ihr wisst ja nicht heuer eh mal das raus was sie an diesem Gespräch besonders spannend fand.

00:01:38: Franka betrachtet Mutterschaft nicht nur aus einer persönlichen Sondern aber auch aus einer politischen Perspektive und das finde ich immer sehr bereichernd.

00:01:45: Am Ende geht es um etwas dass wir uns doch eigentlich alle wünschen nämlich dass jede Frau ihren eigenen Weg gehen kann, ohne sich ständig dafür rechtfertigen zu müssen.

00:01:54: Ich wünsche euch eine schöne Folge mit Franka Lefeldt.

00:01:58: Hey, Franka!

00:01:59: So schön, dass du da bist.

00:01:59: Ich freu mich voll.

00:02:00: Vielen Dank, dass sie willkommen ist.

00:02:02: Ich freue mich, dass ich da sein darf und ihr seid ja wirklich sozusagen die Community für mein Thema.

00:02:07: Das ist eine große Ehre.

00:02:09: Danke.

00:02:10: Sehr

00:02:10: gut platziert jetzt auf jeden Fall.

00:02:12: Ja wir sind tatsächlich die größte Mütter-Community in Deutschland.

00:02:16: Super.

00:02:17: Finde ich richtig gut, als ich von euch gehört hatte in der Tat jetzt erst durch meine Recherche und mein Buch habe ich mir das angeguckt und hab gedacht wie großartig was ihr da voran treibt welchen Themen ihr in den Vordergrund stellt finde ich richtig cool.

00:02:29: Ja cool!

00:02:30: Jetzt bist du ein Teil davon.

00:02:32: Meine Liebe, meine erste Frage wäre, stell dir vor, du wärst vor zwei Jahren hätten wir uns getroffen so im Podcast.

00:02:39: Was wär an der Franke anders gewesen als an der die du jetzt bist?

00:02:44: Also vor zwei jahren War ich Herr Schwanger oder wäre ich in der Situation geworden?

00:02:52: Bevor du das Thema Mama überhaupt auf dem Settel

00:02:54: hatte.

00:02:55: Mein Pace war ein anderer, also ich bin immer noch jemand... Das ist ja auch großes Thema bei mir im Buch Vereinbarkeit.

00:03:00: Also ich arbeite Vollzeit aber ich würde behaupten dass ich vorher noch mehr als Vollzeit gearbeitet habe und natürlich dementsprechend viel mich konzentriert habe auf das Tempo der Nachrichtenwelt.

00:03:12: Das ist ja meine Heimat, die Weltlage und die deutsche und die innen- und außenpolitische Lage und dementsprechend war ich mit Sicherheit noch mehr in einem Tunnel und habe oftmals vielleicht auch gar nichts für mich damit beschäftigt wo Familien im Land stehen, was für eine Veränderung auch die Frau zukommt.

00:03:34: Aber gar nicht aus dessen Interesse sondern einfach weil ich mit meinem Job zu tun hatte und das Thema Familie und Mutter werden hat auf jeden Fall für mich so ne sehr gesunde Übersetzung mitgebracht zum Thema wie berichtst du auch politische Entscheidungen, politische Debatten runter?

00:03:55: auf das Thema letzten Endes Küchentisch der Familien.

00:03:59: Und das empfinde ich als eine große Bereicherung.

00:04:02: Cool!

00:04:03: Gab's irgendwas, wo du total überrascht warst?

00:04:05: Als du Mama gewonnen bist oder zu schwanger geworden bist, gab es irgendetwas, wo Du dachtest krass.

00:04:08: damit habe ich ja wirklich gar nicht gerechnet.

00:04:10: Also gerechnet schon aber ich hätte mir nicht genau so vorstellen können weil ich glaube dass kann man grundsätzlich nicht.

00:04:17: diese wahnsinnige Liebe diese bedingungslose Liebe.

00:04:21: Also Professor Dr.

00:04:22: Henrich, grüße an Ihnen an dieser Stelle Geburtsmediziner beziehungsweise der Chef der Geburzmedizin der Charité hier in Berlin.

00:04:29: Sie muss man ein Podcast einladen, toller Mensch!

00:04:32: Der sagte so super romantisch zu mir... Die Geburt ist der Moment wo sich zwei Menschen zum ersten Mal sehen und sie werden sich verlieben.

00:04:40: Und das weiß man eben anders als bei anderen Begegnungen.

00:04:42: und dann sagt er ja so... ...und diese Liebe Das ist das was ich meine wirklich über alles in einen Menschen verlieben und zu wissen, diese Liebe ist bedingungslos.

00:04:54: Und ich glaube meine Mutter hat mir mal versucht sozusagen weißt du dein eigenes Kind liefst so?

00:04:58: Du würdest dich dafür in Stücke teilen lassen!

00:05:01: Ich habe immer gedacht ja das ist bestimmt so.

00:05:02: und jetzt kann ich sagen nicht nur es ist so sondern ich kann sagen ich weiß wie sich das anfühlt und krass oder was ist verrückt.

00:05:07: aber hast du sofort Kam sie auf die Welt und du warst so, okay.

00:05:11: I'm totally in love?

00:05:12: Ja!

00:05:14: Geil, voll schön

00:05:14: für dich.

00:05:15: Also ich weiß auch anders... Ich weiß nicht,

00:05:18: das hab' ich auch thematisiert im Buch aber.. Ich durfte dieses Gefühl und diesen Moment genauso erleben.

00:05:23: Und ich hatte so viele Gedanken im Kopf, wie sie vielleicht aussehen könnte ... Man fragt sich doch

00:05:31: alles!

00:05:31: Dann kommt die da raus

00:05:33: und denkst du,

00:05:34: krass das ist hier?

00:05:34: Ja genau.

00:05:36: Der Moment in Magic.

00:05:37: Sie sah sie aus wie dein Mann, sag ehrlich.

00:05:39: Eigentlich sehen Babys doch meistens auch aus wie deinen Papa.

00:05:42: Direkt in dem Moment habe ich das so nicht gesehen, aber in der Tat kann man einfach nicht abstreiten.

00:05:50: Aber gut, Töchter sagt man ja auch die Mädchen tendieren eher sehr optisch zum Vater und ich leugnen kann man es nicht nehmen.

00:06:00: Ihr gehört zusammen auf jeden Fall oder die beiden auch?

00:06:04: Welche Herausforderung hast du früher unterschätzt?

00:06:09: Ich glaub, ich hab das nicht unterschätzt.

00:06:11: Also, ich wusste schon sehr genau ... Das Thema Aufmerksamkeitvorbereitung bedarf also angefangen von dem Gespräch mit dem eigenen Partnern und dem Mann zu sagen wie teilen wir Elternschaft auf bis hin zu auch dem Wissen dass wenn ich mich entscheide Vollzeit weiterzuarbeiten und da ich ja selbstständig bin war es für mich weniger.

00:06:33: jetzt die Frage nach Wie lange hält mein Arbeitgeber den Job für mich frei oder die Stelle?

00:06:39: Sondern es war natürlich auch das Thema meinem Team gegenüber, meinem Einkommen gegenüber.

00:06:44: Und da wusste ich schon dass dieses Multitasking was Frauen ja und auch gerade Familien insgesamt natürlich sowieso leben müssen wenn das funktionieren soll.

00:06:54: Ich wusste schon dass das Jahre werden die anstrengender sind also zumindest die ersten jahre als die die davor waren oder die vielleicht auch wieder danach kommen und Da habe ich mich schon realistisch drauf eingestellt.

00:07:05: Ah ja, krass!

00:07:06: Okay

00:07:07: und bist du... Du hast ja das Buch geschrieben als du schwanger warst, ne?

00:07:11: Genau.

00:07:12: Angefangen Und ich hab angefangen... ...fünfundzwanzig Genau, als ich schwanger war, hab ich mich entschieden das Buch zu schreiben.

00:07:21: Und so wirklich die heiße Phase der Finalisierung ... Die war jetzt mein Januar bis Juli und da meine Tochter inzwischen anderthalb ist weiß auch jeder, dass die in der Altersphase wo sie da war also kurz vor einem Jahr oder ein Jahr mehr natürlich intensiv war.

00:07:37: Also mein Buch ist hauptsächlich nachts entstanden.

00:07:40: Ah ja okay, das hab ich schon ein paar mal gehört hier.

00:07:42: Dafür noch mehr Respekt ey!

00:07:43: Dass du es auch noch gemacht hast.

00:07:45: Ja ich habe irgendwann zu meinem Mann gesagt Q.Eins und Q.Zwei, sechsundzwanzig gab es bei mir eigentlich nicht.

00:07:51: Mein Tagsüber war so Job- und Family- und Nachtswarbuch.

00:07:53: Und so dieses Thema ich gehe mal mit einer Freundin essen oder ich gehe in meine Runde joggen standst du sehr weit hinten.

00:07:59: also dementsprechend das war eine Bewusstentscheidung weil das Projekt war mir wirklich einfach ein Anliegen oder ist es immer noch.

00:08:04: deshalb trommel ich ja auch so laut für das Thema.

00:08:08: aber Es war eben natürlich auch so dass es ein anderes erstes halbes Jahr war Als Normal.

00:08:15: Aber das klingt so, als wärst du immer voll klar irgendwie.

00:08:17: Machst du das dann mit dir aus?

00:08:19: Gehst du so in dich und denkst zum Beispiel, wenn ich mir das vorstelle ... Du als Frau sagst okay, ich möchte jetzt schwanger werden.

00:08:26: Okay!

00:08:27: Dann lass uns mal darüber reden.

00:08:28: Und da sitzt ihr am Tisch und seid dann so richtig...

00:08:31: Ja nicht am Tisch oder ob es war eine Ahnung.

00:08:33: Ich hab das schon immer aufgebracht natürlich.

00:08:35: Also was du sagst mit sehr klar man könnte auch also ich bin wahrscheinlich vom Typ Tendenz hier ein bisschen rationaler Ohne das zu bewerten, sondern ganz einfach die Feststellung.

00:08:46: Ich bin jetzt nicht so der emotionalste Typ.

00:08:48: Das dauert bei mir ein bisschen also und von daher war das für mich einfach ein Thema was ich immer wieder angesprochen habe.

00:08:54: es ist ja auch nichts was du finde ich Also, solche Entscheidungen übrigens ja auch in die andere Richtung.

00:08:59: Nach dem Motto, die Frau bleibt zu Hause weil man einmal kurz aufs Einkommen guckt und sagt naja der Mann verdient mehr.

00:09:03: das ist in den meisten Familien so Und oftmals werden dann solche Entscheidung In zwanzig Minuten getroffen, die dreißig Jahre Wirkung haben oder mehr.

00:09:12: Das ist auch ein Thema wo ich einfach sagen möchte Führt diese Gespräche vorher.

00:09:17: Es geht ja nicht darum zu sagen entscheidet euch in die ein oder die anrichtung aber klärt miteinander die erwartungshaltung, die ihr an familie an die partnerschaft an zuständigkeiten Ja habt.

00:09:31: und hier eher und je besser und je klarer man ist dass der kann man das auch vorbeugen, irgendwann in diesen Trott zu kommen.

00:09:37: Man ist unzufrieden und enttäuscht, weil der Partner einem viel überlässt oder man fühlt sich allein gelassen damit.

00:09:44: Und deshalb ... Also ich kann nachvollziehen, wenn beide auf dem Kind freuen und die Frau stellt dann nach fünf Jahren fest, dass sie die fünf Jahre mehr alleine gemacht hat.

00:09:55: Aber auf der anderen Seite muss man das eben einmal klären.

00:09:58: Bei uns war es so, dass wir da immer wieder darüber gesprochen haben.

00:10:00: Jetzt kennt mein Mann mich lang genug.

00:10:03: Wir waren ja schon fast zehn Jahre zusammen, bevor wir älter geworden sind.

00:10:06: Das hat auch geholfen sich zu kennen und wissen wie der andere tickt.

00:10:09: Ich glaube er wusste auch dass ich jetzt nicht sagen werde, ich gebe meinen Job auf und deshalb war auch klar das eher eine feste und zentrale Rolle in unserem Familienkonstrukt einnehmen muss und das haben wir rechtzeitig besprochen.

00:10:22: Aber cool, dass ihr mitgemacht habt ne?

00:10:23: Weil also das klingt so cool, was ihr mit gemacht habt ist eigentlich bare minimum.

00:10:26: Das ist

00:10:26: selbstverständlich.

00:10:27: Ja total!

00:10:28: Also bei uns ist es auch so, wir sind komplett fifty-fifty.

00:10:32: Aber am Anfang war es nicht so ehrlich gesagt.

00:10:33: Und ich habe da nicht so klar darüber und war dann nicht so rational.

00:10:37: Ich hatte dieses Gefühl von, ich will irgendwann Mama werden oder bin ich Mama geworden?

00:10:41: Aber ich hab nicht überlegt und hab das auch nicht einschätzen können wie du jetzt zum Beispiel... ...wie viel das tatsächlich in Anspruch nimmt.

00:10:47: also von meinem Kopf und vom Herzen und von allem weißt du manchmal geht man ja auch durch eine Transformation auch emotional und merkt auf einmal Ich will ja gar nicht so viel arbeiten, ich möchte mehr bei meinem Kind sein oder so.

00:11:00: Aber du konntest dich da voll reinversetzen und hast das Gefühl dass du auch quasi dem Bild entsprichst was du dachtest das zu sein würdest als Mama?

00:11:08: Ja und ein großer Aspekt ist meine Selbstständigkeit.

00:11:11: das darf man nicht unterschätzen weil ich eben nicht um halb acht oder um sieben ausm Haus gehen muss und irgendwohin fahren muss.

00:11:18: ich lege mir meine Termine bewusst dass ich weiß, okay zu der und der Zeit ist sie betreut.

00:11:28: Zu derzeit wäre es schwierig für mich oder noch schwieriger.

00:11:31: also das klappt nicht immer, das ist ja Wunschdenken.

00:11:33: aber ich kann eben gewisse Termine so legen, dass sich an meinem Familienleben auch... gut orientiert.

00:11:41: Es gibt mir immer Tage, wo man sagt, oh Gott heute müssen wir einmal improvisieren.

00:11:45: oder wer sagt ein Termin ab?

00:11:48: Aber auch da war ich mit meinem Mann sehr klar und wir haben einfach so einen Agreement gehabt.

00:11:51: die ersten sechs Monate haben wir ganz alleine gemacht also wir zwei weil da war Ich auch ähnlich wie du es gerade beschrieben hast emotional in so einer Verfassung was ich gesagt habe.

00:11:57: Also ich glaube die ersten sechs Monate ich muss mich erstmal reinfühlen.

00:12:00: Was bedeutet Familie?

00:12:02: Was bedeutet ein Baby?

00:12:03: Und was sind

00:12:04: wir drei?

00:12:05: und da weiß ich so ich möchte niemanden aber der Rest war mein Kosmos.

00:12:11: Und ab da haben wir uns dann eben später so aufgestellt, dass es mit zwei Vollzeitstellen funktioniert.

00:12:17: Aber genau deswegen weil ich sagen kann den Einkommen mache ich digital hier kann ich vielleicht um siebzehn ohne Pause machen und um neunzehn Uhr oder zwanzig Uhr weitermachen.

00:12:29: das sind natürlich Flexibilitäten die man in einem Job hat wie meinem aber in anderen auch nicht.

00:12:34: Also dementsprechend ist es ein sehr individuelles Modell und daher ist in meinem Buch ja auch das Thema Betreuung eher auf den Sockel gestellt, dass unsere Infrastruktur insgesamt stabilisiert und modernisiert und überhaupt den Namen frühkindliche Bildung oder frühkindlich Betreuungen verdienen muss was es aktuell meiner Meinung nach nicht tut.

00:12:51: also ich bin da gar nicht jetzt.

00:12:52: über dieses Thema.

00:12:53: bist du privilegiert würde ich sagen ja aber bitte transparenter Umgang damit festzustellen heißt ja nicht dass man nicht mehr eine Debatte teilnehmen kann Und daraus abgeleitet einfach ganz klar die Forderung, dass ich finde ein Land in dem Vereinbarkeit für Familien vom Einkommen oder vom Kontostand abhängt hat das Thema ja nicht organisiert.

00:13:12: Sondern letztlich auf die Mütter abgewälzt und im zweiten Schritt auf die Familie.

00:13:16: War das der Moment?

00:13:17: Oder war das der Gedanke, warum du das Buch geschrieben hast?

00:13:19: Nee, der Gedange war tatsächlich so das Thema Wahlfreiheit als große Überschritt weil ich selber während meiner Schwangerschaft festgestellt habe, dass meine Wahl zu sagen... wie lange ich arbeite, mir geht es gut.

00:13:32: Ich bin gesund und habe eine sehr angenehme Schwangerschaft.

00:13:37: Ich fahre auf Sicht.

00:13:38: Das hat in meinem Umfeld also im beruflichen Nicht-im-Privaten oft dazu geführt dass so reflexartige Fragen kam.

00:13:43: Bist du noch hier?

00:13:45: Wie lange bist du denn auch hier?

00:13:47: Warte mal, bis dein Kind da ist.

00:13:49: Dann wirst du spüren, warum du gar nicht mehr arbeiten gehen willst.

00:13:53: und dann hab ich einfach so einmal kurz auf die Pausetaste gedrückt, habe mich einfach mal fünf Meter zurückgestellt, hab's auf diese Situation geguckt und gedacht wow also zwanzig sechsundzwanzig fragen wir eigentlich niemanden danach.

00:14:06: Möchtest du mir Ratschläge geben für meine Familienplanung?

00:14:09: und trotzdem kommst aus allen Ecken?

00:14:10: Und ich dachte so auch auf die Frau bezogen.

00:14:12: Aus meiner Perspektive, es war so, dies erst sollte man verschwinden dann sollte man sich verwandeln.

00:14:17: Ich wollte kein anderer Mensch werden.

00:14:18: Ich wollte meinen Zugang finden und ich finde in Deutschland so kam ich zum Thema Wahlfreiheit also eher so aus dieser gesellschaftlichen Ecke und den Erwartungen.

00:14:26: und dann habe ich so gedacht das lässt sich eigentlich auf das gesamte System Gesellschaftskonstrukt runterbrechen.

00:14:33: Wenn du in Deutschland sagst, die Frau hat die Wahl und Wahlfreiheit, dann kommt erst mal auf der Straße jeder zu dir und sagt so hey was willst du denn?

00:14:40: Ihr könnt euch doch entscheiden!

00:14:41: Du kannst auch machen wie du willst ich sage dir doch nicht was du tun musst.

00:14:44: Natürlich seien

00:14:45: es das nicht aber das System ist

00:14:46: halt... Und beim genauen Hinschauen siehst du dann, Wahrfreiheit ist nicht eine Entscheidung zu treffen.

00:14:51: Wahlfreiheit hat einen Preis, den Zeit immer die Frau.

00:14:54: Sie zahlt ihn kulturell einfach durch das Urteil, dass ihr entgegen gebracht wird durch die Bewertung und sie zeigt ihn ökonomisch in Deutschland anders als in anderen europäischen Ländern durch das Betreuungs- und durch der Steuersystem ausrechnet, was dabei rumkommt.

00:15:10: Aus diesen drei Komponenten der kann sagen wir haben keine Wahlfreiheit weil wir in vielen Fällen keine tragfähigen Alternativen haben die Frauen die Wahl ermöglichen wie sie Mutterschaft und Familie leben möchten.

00:15:20: Und das war so der Moment mit dieser Ausgangslage wo ich gesagt habe darüber müssen wir sprechen.

00:15:28: Ja krass kann ich total nachempfinden.

00:15:30: Also wie die meisten Frauen also wie wahrscheinlich fast alle.

00:15:35: Weil im Endeffekt ist es ja auch so, egal was du machst.

00:15:37: Wenn nicht, du willst trotzdem einfach beurteilt, egal ob du jetzt stillst oder ob du nicht stillst.

00:15:40: Ob du das Flaschen gibst, ob das Baby in deinem Bett schläft?

00:15:43: Oder ob es in der Crip schläft irgendwo?

00:15:45: Ob du dein Baby zur Betreuung gibst oder nicht?

00:15:47: Es ist irgendwie immer falsch.

00:15:48: So ne...

00:15:49: Es ist immer falsch und... Man kann das ja auch herleiten.

00:15:54: In Deutschland haben wir das Bild der guten Mutter, was ein Maßstab ist, der nie definiert wurde.

00:16:01: Weil wenn ich dich jetzt frage, gib mir die fünf Indikatoren, die eine Frau erfüllen muss damit sie das Prädikat gut erhält?

00:16:09: Dann könntest du sie mir wahrscheinlich nicht nennen und auch sonst kann sie einem keiner nennen, weil sie nie festgelegt wurden.

00:16:14: Der eine fängt an über Zeit zu reden der Nächste fängt am über Stillen zu reden er über nächste fängt Annen Über Förderung der kleinsten.

00:16:21: also das ist ein Maßstab an dem kannst Du nur scheitern Weil es ihn nicht gibt.

00:16:26: und trotzdem verlangen wir ihn kulturell in Deutschland jeder Frau ab.

00:16:29: Und irgendwie ist doch auch so ich hab immer das Gefühl dass man als Mutter Gerade als Mutter nicht nur erst als Frau, sondern vor allem wenn du dann Mutter wirst.

00:16:36: Das klingt so krass aber wie eine Dienerin des Staates.

00:16:42: Du hast jetzt dieses Kind bekommen und jetzt möchten alle mitreden und alles ist total moralisch aufgewertet.

00:16:47: Und du kriegst einfach überall ein Stempel ob du willst oder nicht?

00:16:50: Kommt natürlich auch ganz stark aus der Historie.

00:16:53: Ich glaube dazu muss man einmal wissen und das ist nicht der Angriff auf die Frau.

00:16:58: Aber wir müssen uns glaub ich auch ehrlich machen Die härtesten Urteile über Mütter strechen Frauen Die härtesten Bewertungen über was du richtig oder falsch machst, trifft die eine Mutter über die andere.

00:17:09: Und das ist historisch begründet weil die Männer bei uns irgendwann in dem Laufe der Geschichte gesagt haben es ja wunderbar wenn die Frau zuständig ist wie praktisch wenn die Hauptverantwortung bei der Frau liegt so und Daraus ist ein Erbe geworden, dass wir Frauen noch angetreten haben.

00:17:27: Und wenn du alleine zuständig und hauptverantwortlich bist kontrollierst du viel stärker ob die andere auch das einhält was du ja lebst und kontrollierest wo deine Zuständigkeit liegt.

00:17:36: Das ist so der historische Rahmen aus dem es kommt.

00:17:38: Das heißt aber... Wir dürfen schön

00:17:39: aufeinander arbeiten?

00:17:40: Genau!

00:17:41: So dass du nicht abweichst von dem was doch hier gesellschaftlich etabliert ist.

00:17:45: und wenn man über gesellschaftliche etabliers sprechen muss man auch sagen das in Deutschland anders als in Skandinavien Frankreich und England natürlich auch.

00:17:53: daher kommt, dass wir eine Geschichte haben.

00:17:55: Wir hatten die deutsche Teilung.

00:17:57: Es gab ein Frauen- und Familienbild im Westen und es gab eins im Osten.

00:18:01: mit der Wahl der Frau hatte das gar nichts zu tun weil in beiden Ländern war so, dass die Frau einer Rolle und einem Zweck entsprochen hat.

00:18:11: In Westdeutschland unter Adenauer war die Familienpolitik hauptsächlich oder eigentlich komplett darauf ausgerichtet, die Hausfrauen-Ehe zu stärken und auch einzufordern.

00:18:22: Und es war eben ganz klar, der Staat regiert in die Familie nicht rein.

00:18:27: Übersetzt heißt das so viel wie Die Frau ist zuständig.

00:18:32: Ostdeutschland war es eben so, dass man gesagt hat die Frau gibt das Kind in die Wochen oder in die Monatskrippe.

00:18:38: Das Gleichmachen fürs System, das Funktionieren in einer Gesellschaft, in der es nur eine Gleichheit geben soll, war da so angesetzt, dass die Frau eben als Wirtschaftsfaktor aktiv arbeiten geht ja?

00:18:54: Die Betreuung war da.

00:18:55: aber die Betreuungen waren auf einem Punkt wo man sagt, das hat aus heutiger Perspektive unmenschliche Züge.

00:19:02: wenn man, Jan-Josef Liefer ist ja im Osten aufgewachsen und musste in so eine Wochenkrippe.

00:19:08: Ich hab mit ihm für mein Buch gesprochen und wenn der über die Erfahrung und die Erinnerung er hat sogar an diese Zeit Erinnerungen bei die so grauen Haar das waren...

00:19:15: Das war weglig oder nicht?

00:19:15: Ja

00:19:16: genau!

00:19:16: Und er eben gleich aufs Töpfchen alle gleichzeitig schlafen, alle gleichzeitig essen dieser Druck in dieses System zu passen und da rein erzogen zu werden.

00:19:25: Auf jeden Fall um den Bogen zu schließen haben wir eben in dieser Geschichte Ost, West und Deutschland nur diese zwei Bilder und daher kommt auch... nach einer Wiedervereinigung, wo Westdeutschland einfach dachte wir octruieren unser Familienbild und unser System auf den Osten was er natürlich auch nicht funktioniert hat.

00:19:43: Stehen wir eigentlich heute da und sagen Wir haben kein gutes Betreuungssystem.

00:19:47: Wir haben eigentlich nie den Druck von Familien genommen.

00:19:50: die Politik hat auch nie gezeigt dass es ihnen eigentlich wichtig ist das Familien nicht alleingelassen werden Familie als Gesellschaft denken.

00:20:01: Das hat nicht stattgefunden und mit dieser Situation sind wir bis in die heute in die Gegenwart gestolpert, und inzwischen stellen sich alle hin und sagen irgendwie ja klar Kitas müssen besser werden und ja klar Bildungssystem wichtig.

00:20:13: Aber es passiert

00:20:14: gar nicht an

00:20:14: die Situation.

00:20:15: Ja genau ist passiert einfach nichts und irgendwie nimmt man das halt alles so hin wenn es wieder heißt ja Betreuung leider könnt ihr bitte morgen das Kind oder wer selbstständig ist ungefähr wer kann nimmt das Kind bitte morgen aus der betreuung raus und dann fühlt sich immer so mitverantwortlich gleichzeitig.

00:20:29: Es ist aber so, wenn du als Frau sagst, ich bleib jetzt zu Hause oder auch als Mann.

00:20:34: Egal was du machst, es ist auf jeden Fall falsch.

00:20:36: Aber in deinem Buch schreibst du ja die Französin ...

00:20:39: Elisabeth Ballentaire?

00:20:40: Ja genau, Ballentaires!

00:20:43: Sie ist die Königin.

00:20:44: Ich fand das so geil wie du die Treppe hast.

00:20:46: Ich hab alles so bildlich vor mir gesehen, wie du's beschrieben hast und wie sie da steht.

00:20:49: Ich habe darauf gewartet, dass sie noch eine Kippel muntert

00:20:52: hat.

00:20:52: Hatte sie während des Interviews?

00:20:54: Ach,

00:20:54: geil!

00:20:55: Das macht

00:20:56: Sinn.

00:20:57: Und da kann ich wirklich so sagen, ich habe keinen für mich berührenderes wertvolleres Interview in meiner bisherigen Karriere geführt als Elisabeth Ballentaire.

00:21:07: Das war ein Moment auch, als sie die Tür aufmachte diese Grandum und diese strahlenden türkischen Augen.

00:21:13: Ich hatte echt Gänsehaut und dann steht er die...ich finde einfach die Mutter der Debatte.

00:21:20: wie früh sie einfach gesagt hat, so nicht.

00:21:23: Wie früh sie gesagt hat.

00:21:24: die Identität der Frau speist sich aus der Frau und der Mutter wenn sie Mutter wird und niemals nur aus dem einen.

00:21:29: Und wie früh Sie einfach gesagt haben.

00:21:31: Emanzipation ist nicht vorhanden im Rückstritt oder im Bild des traditionellen.

00:21:37: Wir müssen uns immer wieder für die Wahlfreiheit und Für den für die Freiheit der frau stark machen.

00:21:45: Das ist einfach... ich finde wirklich, dass das was sie geleistet hat.

00:21:50: Einfach auch in den neunziger, in den achtziger Jahren einen Beitrag an Debatte.

00:21:55: Das ist in Europa in diesem Themenfeld einmalig.

00:21:58: und als ich gedacht habe, ich schreibe dieses Buch dachte ich so, die ist ja Anfang Achtzig und wir alle wissen so!

00:22:05: Das sind Persönlichkeiten, die werden uns eines Tages sehr fehlen.

00:22:08: Deshalb hab ich gedacht ... Ich treffe sie und nach diesem Interview hat sie mir in ihr Buch geschrieben, das ich mitgebracht hatte für Franka unsere Gesellschaften ... Also ich spreche jetzt mal als Unreine, wie ich es erinnere.

00:22:21: Unsere Gesellschaften liegen sehr weit auseinander, obwohl wir Nachbarn sind.

00:22:25: Und schreib das Buch für die Freiheit der deutschen Frau.

00:22:30: Da

00:22:30: kriegt man ja richtig keinen Sauern.

00:22:33: Alleine für diesen Moment ist danach, weil ich so motiviert und gedacht jede Nachtschicht lohnt sich.

00:22:41: Das Buch muss einfach irgendwie in die Debatte und in die Familien und eigentlich auch in die gesellschaftspolitische Sichtbarkeit.

00:22:47: Und das war wirklich für mich Ja, der schönste Moment auf die Sache.

00:22:53: Aber das Buch ist auch echt empowernd ja?

00:22:55: Ich hab's nicht komplett durchgelesen ich habe es immer so überflogen und mir ein paar Parts rausgesucht aber es ist wirklich so... Also wir sind wahrscheinlich von unserem Familien wie wir das Leben ähnlich aufgestellt.

00:23:08: du bist natürlich in einem ganz anderen Branchenfeld unterwegs als ich wie ich bin ja eher so auch in Richtung Musik und mein Mann ist es auch auf jeden Fall nicht Politiker.

00:23:18: Meine auch nicht mehr!

00:23:19: Stimmt, dann ja auch nicht mehr.

00:23:21: Was macht der eigentlich den ganzen Tag?

00:23:22: Ja was macht er

00:23:23: eigentlich?

00:23:23: Ich würde mal gucken.

00:23:24: Ja

00:23:25: ich glaube auch.

00:23:26: Ich bin mal an, wo der jetzt ist.

00:23:28: Heimlich sitzt da in einer Joggingmusel

00:23:30: in meiner

00:23:30: Ecke.

00:23:36: Die Wahlfreiheit fühlt sich für mich so total präsent an.

00:23:39: Ich hab das Gefühl, ich kann wählen weil ich auch mit meinem Mann viel darüber spreche und weil wir auch... Also es hat gedauert aber wir sind zusammengewachsen.

00:23:45: Aber was würdest du einer Frau raten bei der das überhaupt nicht funktioniert?

00:23:48: Also die sich so richtig einsam fühlt sowohl in ihrer Beziehung als auch im System Weißt Du?

00:23:54: Ja ist es so schwer?

00:23:55: Weil ähm Es ist wirklich schwer.

00:23:58: Und äh Der andere Anstoß meiner individuellen Erfahrung für dieses Buch ist meine Freundin.

00:24:05: Eine Freundin, die ich verloren habe – zumindest aktuell!

00:24:09: Ich glaube wir werden einander wiederfinden weil ich immer glaube man findet sich wieder wenn man zusammen gehört.

00:24:14: aber ich hab sie verloren darüber dass sie Mutter wurde und dass sie eben Und wir sprechen von der deutschen Familie, nicht von irgendeinem anderen Religion oder einer anderen Kultur.

00:24:25: Aber sie hat ein Mann, der eben in sehr Familien ein sehr konservativ klassisches Familienbild lebt und auch einfordert.

00:24:32: Und ich habe meine Freundinnen die wirklich in dem was sie beruflich macht wahnsinnig gut war und ich fand eine der besten in ihrem Feld war.

00:24:41: Ich hab dabei zugeguckt wie sie eigentlich sich selbst immer mehr aufgegeben hat, also die Aufopferung der guten Mutter wirklich.

00:24:50: Und als ich das beobachtet habe und Sie dann auch anfing mir zu erzählen dass sie das sehr belastet und dass sie irgendwie dieses Verständnis bei ihm nicht bekommt dafür, dass auch er sein Teil dazu beiträgt.

00:25:03: Und wenn sie dann arbeiten war, hat er angerufen und hatte irgendwie gesagt ja erfindet keine Ahnung na die Mütze oder die Schuhe nicht.

00:25:09: und also es waren immer so Dinge wo du merktest das war eigentlich auch um sie zu stören und auch um ihr das Gefühl zu geben so dass funktioniert hier gerade nicht weil du nicht da bist.

00:25:18: und irgendwann habe ich dann so versucht Da auch so eine Brücke zu bauen und sie so ein bisschen zu bestärken und zu sagen so nein Du musst Dann lass ihn damit jetzt alleine bei dem Kind passiert ja nichts aber wenn du immer wieder dann alles liegen lässt und zurückfährst.

00:25:32: Wenn du immer wieder sagst, okay, dann wirst du es nicht ändern

00:25:35: können.".

00:25:35: Und sie hat dann mit mir den Kontakt abgebrochen und ich glaube das ist so ein bisschen aus dieser Konstellation heraus entstanden dass die Zuhause natürlich auch diesen Druck hatte diesem Bild Hausfrau und Mutter dann zu entsprechen.

00:25:47: Und auch in dem Moment, warum auch immer aber für sich nicht die Kraft hatte zu sagen, Moment mal ich will das

00:25:52: nicht.".

00:25:53: Dass sie es mir erzählt hat, glaube ich bei ihr auch so ein bisschen zu einem Twist geführt ja?

00:25:56: Weil sie wusste, sie hat mir eigentlich ja offenbart dass das alles nicht so ist wie es sein sollte.

00:26:02: Darüber haben wir uns im Moment verloren.

00:26:03: Aber das war eben genau wie du sagst und was möchtest du raten?

00:26:06: Das ist so schwer weißt Du.

00:26:08: Deshalb habe ich diesen Spirit mit in meinem Buch genommen Auch mit ihr und meiner Erfahrung im Hinterkopf weil ich auch mit anderen.

00:26:15: Ich hab mit so vielen Frauen gesprochen für dieses Buch und es war auch eines des schönsten Teils dieses Buches.

00:26:21: Und ich hab so viel verschiedenste Modelle gehört.

00:26:24: Ich habe Alleinerziehende gehört, die mir gesagt haben, was ich von meinen Mäuren getrennt hab, war das Beste, was mir passiert.

00:26:29: Ja und ich war so wowk!

00:26:32: Ich mach's lieber alleine aber dann läuft der Alarm.

00:26:35: Ich hab so viele, wo man ja sonst immer auch Alleinerziehende oft in dieses Bild einordnet, so die Armen... Das ist die absolute Überforderung und ich muss sagen aus meiner Erfahrung mit meiner Tochter einen riesigen Respekt vor jedem, der das allein macht ob Mann oder Frau.

00:26:50: Das Gegenteil gehört, dass Frauen mir gesagt haben so jetzt läuft der Laden hier zu Hause.

00:26:54: Ja

00:26:55: klar, weil da kein Kind dabei ist oder was?

00:26:57: Es

00:26:57: gibt so viele individuelle Geschichten und Lebensmodelle Und als ich die Erfahrung mit ihr gemacht habe, hab' ich einfach gedacht Was möchtest du in so einem Moment machen, du kannst nichts machen.

00:27:07: Deshalb hat mein Buch schon den Sound das finde auch schön, dass du sagst Du hast es so empfunden Der Bestärkung des Empowerments Weil ich einfach so denke wenn wir auf Die ganze Emanzipation gucken.

00:27:20: Da, muss ich sagen ging es uns ja mal auch besser als heute.

00:27:22: Also ich hab das Gefühl wir sind gerade wieder in so einer Rückwärtsbewegung aber in der Zeit war's grundsätzlich so dass uns nichts geschenkt wurde und es trägt dir auch niemand mehr Rechte oder mehr Freiheit an.

00:27:33: Es kommt keiner weder der Staat noch der Ehemann oder der Partner.

00:27:36: würde es nicht besser sein, wenn's dir da und am besten geht.

00:27:39: Mehr vom Kuh?

00:27:40: Genau!

00:27:41: Deshalb hab ich gedacht wir müssen uns das nehmen und darüber sprechen.

00:27:45: Das war auch der Spirit- und der Vibe für mein Buch her.

00:27:47: Ich find's cool in deinem Buch dass ich ... Es ist halt genau wie du sagst, dass du selber bist er rational und nicht so emotionalisiert.

00:27:55: Du gehst ja auf die Suche und triffst Menschen, die du interviewst und guckst dir Statistiken an und sprichst über die Geschichte wo kommt vielleicht washer?

00:28:04: Wie ist irgendwas entstanden?

00:28:07: Wie können wir uns fühlen?

00:28:08: Wir müssen uns aber nicht fühlen.

00:28:10: Ich mag das total, weil es hat überhaupt diesen erhobenen Zeigefinger.

00:28:12: Das wollte ich

00:28:13: auch nicht!

00:28:13: Das ist mir so wichtig, weil ich keine Frau für ihre Entscheidung in irgendeiner Weise bewerten möchte.

00:28:21: Für mich ist die Frau, die zu Hause bleibt nicht weniger emanzipiert als die Frau der Arbeitengeht.

00:28:26: Umgekehrt ist aber auch die Frau die Arbeiten geht, keine Rabenmutter, die wir irgendwie bewerten müssen und was an allen Ecken fehlt, ist eben das Thema Infrastruktur für Familien in diesem Land.

00:28:36: Hast du

00:28:37: eine Idee?

00:28:37: Hast du ne konkrete

00:28:38: Idee?".

00:28:39: Ich hab fünf.

00:28:40: Also, ähm... Ja raus!

00:28:42: Welche Familienministerin?

00:28:43: das Erste was ich tätete wird zu sagen jetzt nicht zurückbauen.

00:28:47: wir haben sinkende Geburtenraten und wir beschäftigen uns jetzt schon wieder damit welche Einrichtungen könnten geschlossen werden welche Gelder könnten eingespart werden?

00:28:57: ich weiß dass wir aktuell nicht in der Lage sind haushaltspolitisch viel Geld auszugeben.

00:29:02: aber Was man jetzt tete, wäre ja gar nicht dass man sagt wir müssen mehr Geld in den Sektor investieren.

00:29:08: Wir müssten einfach nur das was eigentlich angesetzt war jetzt nicht reduzieren weil wir hätten das Momentum rein von der Geschichte, dass wir sagen jetzt haben wir sinkende Geburtenraten.

00:29:18: Wir haben weniger Kinder in den Einrichtungen.

00:29:20: Jetzt könnten wir dem Treuungsschlüssel einhalten.

00:29:23: Wir können die Einrichtung so aufrüsten, dass man wirklich von pädagogischen Spielen keinen Mangel an Ausrüstung und Anrenovierung an all dem könnten wir gerade echt etwas bewegen und nach vorne bringen.

00:29:36: Und dann werden wir hoffentlich wenn die Geburtonrate steigt vielleicht auch gut vorbereitet.

00:29:40: aber was ja hier reflexartig in Deutschland wieder passiert ist dieses Okay, kürzen brauchen wir nicht das noch weg.

00:29:46: Die Einrichtung schließt dann müssen Eltern halt twenty-fünf Kilometer in Ostdeutschland fahren zur nächsten Kita dass keine Frau morgens ihr Kind von zwanzig Kilometern die eine Richtung und abends wieder zurück holen Und dann in die andere Richtung arbeiten geht es ja irgendwie auch.

00:29:58: nun wenn

00:29:59: sie dann arbeiten geht und am Ende auf den gleichen Geld

00:30:01: Das ist der nächste Punkt.

00:30:02: und deshalb sage ich auch da ne?

00:30:03: Ich meine wir haben eine finde ich eine Kita Lotterie was die Kosten angeht also in Schwerin kostet der Kita-Platz Null Euro.

00:30:12: In München kostet derselbe Platz im selben Monat, im selten Land tausend Euro und dafür bekommst du nicht mehr.

00:30:19: Und da kann doch in Deutschland... und in München ist dann auch noch mal ein Joker ob du überhaupt einen Platz kriegst.

00:30:23: und das ist ja in anderen Ballungsgebieten ähnlich.

00:30:25: und deshalb muss man sagen dass hat ja nichts finde ich gar nichts mit Familienpolitik zu tun.

00:30:30: es ist Lotterie.

00:30:32: und wenn wir da nicht irgendwie mal sagen Klar, Föderalismus schön und gut geschenkt.

00:30:36: Aber das ist trotzdem nicht die Antwort.

00:30:37: Dann müssen wir Föederalismus abschaffen wenn es nicht läuft.

00:30:40: Also wirklich ich finde Bildung und frühkindliche Bildung... Ich nehme das mal so unter eins.

00:30:44: Das kann nicht immer das Dauerargument sein wie so bei der Föeralismus.

00:30:47: ja Leute!

00:30:48: Wenn das nicht funktioniert dann müssen wir was reformieren.

00:30:52: Ja vor allem ein Investment an die Zukunft im Endeffekt.

00:30:54: So wissen wir alle.

00:30:57: Wir sehen halt Gerhard Schröder hat ja mal gesagt Familienpolitik und das Gedöns für den riesen Shit bekommen.

00:31:02: zu Recht Aber er hat es dann auch relativiert und so, nee oder meint er nicht.

00:31:08: Aber ich finde diese Aussage ist so ehrlich wenn man heute noch auf Familienpolitik in Deutschland blickt weil es sagt heute keiner mehr gedönst aber es behandeln alle wie gedöhnt.

00:31:19: Aber hast du das Gefühl, dass es vielleicht auch daran liegt, dass da die Leute entscheiden, die sich mit Mutterschaft einfach nicht so viel auseinandersetzen oder mit Eltern schafft?

00:31:25: Weil das halt hauptsächlich auch Männer sind, die... Ja!

00:31:28: Also ich muss sagen wir müssen ja natürlich nicht nur die Männer in die Pflicht nehmen, das ist immer viel zu einfach weil wir hatten sechzehn Jahre eine Kanzlerin.

00:31:34: Angela Merkel war auch nicht Mutter.

00:31:36: also ohne ihr zu nahezutreten, weil auch das ist ja in Ordnung, aber will sagen wenn hauptsächlich Menschen in der Politik haben.

00:31:43: Das geht natürlich auch damit einher, dass der Job des Spitzenpolitikers einer ist, der wir auf den Zweifel eines Satz fordert und Familie dann wahrscheinlich auch schwer einfach zu vereinbaren ist.

00:31:55: Aber wenn wir Menschen haben die dieses Land prägen, die keine Kinder haben... Und ich meine Gerhard Schröder hat ja soweit ich weiß einen Adoptivkind aber er ist jetzt natürlich nicht der Familienvater.

00:32:04: Wo?

00:32:04: Ich

00:32:05: glaube mit dem Unpräsenter Papa es wird sein!

00:32:07: Also du hast auf jeden Fall Menschen, die Entscheidungen treffen.

00:32:10: Die natürlich selber auch nicht so wirklich im Alter konfrontiert sind.

00:32:14: wie wird mein Kind betreut?

00:32:15: Wie wenig schlafe ich oder wie viel?

00:32:17: ja?

00:32:17: also Du hast natürlich das ist halt einfach so als wenn jemand für dich Entscheidungen trifft ohne eigene Erfahrungen zu haben und dass das Natürlich besser sein könnte.

00:32:25: anders ist klar

00:32:26: Ja Und wie du ja schon eingangs gesagt hast es ist halt so du kannst es nicht nachempfinden.

00:32:29: also wenn dir jemand sagt Das fühlt sich an Wenn du dein kind hast dafür würdest du alles nur wützchen armer packen kennt man ja.

00:32:35: aber Ich habe auch gedacht Na ja, komm on.

00:32:38: Und dann hast du dieses Kind und dieses ganze System und merkst erst mal wie viel Kraft das kostet.

00:32:44: Aber wie schön es auch ist, wieviel man auch daraus zieht so na?

00:32:46: Aber wenn du das nicht kennst, ist es halt super schwer dafür zu kämpfen!

00:32:50: Das

00:32:50: ist wahnsinnig schwer... Ich fühle mit meinem Mann manchmal ein Gespräch und das finde ich super spannend.

00:32:54: Wir reden darüber immer weiter weil wir noch nicht zu irgendeinem finalen Ergebnis gekommen sind aber wir haben diese These beim Spaziergehen aufgemacht.

00:33:01: müsste Ist es eigentlich besser, wenn Menschen mit Kindern in der Politik wären?

00:33:05: Und er sagt ja selber auch so.

00:33:07: Es ist einfach nochmal eine derartige Perspektivveränderung.

00:33:10: Ja das

00:33:10: würde mich total interessieren, wenn ihr sowas so was sprecht.

00:33:13: Ich meine jetzt hast du ja ein bisschen direkten Draht.

00:33:15: Du hast jemanden, der ist eh mal lieber Finanzbilder.

00:33:17: Das heißt, der weiß über die Zahlen.

00:33:18: Er weiß, was kommt rein und was geht raus.

00:33:20: Was sagt er zu solchen Ideen zum Beispiel auch?

00:33:22: Wir müssen die Kita... bezahlbar machen oder so, dass die...

00:33:27: Also das sind keine Forderungen, die er grundsätzlich nicht gestellt hat.

00:33:29: Weil Christian war damals im Landtag Nordrhein-Westfalen als er noch ganz klein war.

00:33:36: Ist glaube ich so vierundzwanzig Jahre her!

00:33:38: War eher familienpolitischer Sprecher meine Ich genau und hat sich da um Kita Bildung und Co gekümmert.

00:33:46: und auch damals, ich glaube schwarz-gelb in NRW war auch mit so Projektschulen wo es eben um das ganze Thema Ganz-Tagsschule, Integration und Kugeln.

00:33:55: Also das Thema ist keines was für ihn ein neues Thema ist.

00:33:58: aber trotzdem Und es ist ja auch nur menschlich und richtig sagt er eben klar wenn du Vater bist Wenn du einmal auch gesehen hast was Familie und Schwangerschaft und Mutterschaft und Veränderungen und all das was Du dir vorher zwar durchlesen kannst Aber wenn du da selber drin bist dann kriegst du einen anderen Zugang.

00:34:19: so und Deshalb sage ich manchmal so Also dieses Gespräch ist auch nie zu Ende, weißt du?

00:34:25: Weil man halt natürlich immer noch mal weiter redet und wenn sich die ... Wenn Du dann die Kita-Zeit beginnt stellst Du nochmal andere Fragen.

00:34:31: Und wenn dann die Schulzeit kommt denke ich mal auch.

00:34:33: also es ist aber auf jeden Fall finde ich so ein Punkt wo ich so denke Es ist gut wenn in Berlin Mitte eben nicht nur kinderlose Menschen Entscheidungen treffen Aber auch nicht ohne sie, sondern es ist einfach gut wenn das ein gesunder Mix ist.

00:34:51: Ja

00:34:52: aber das ist doch auch in Skandinavien bisschen anders oder?

00:34:54: Also hast du nicht das Gefühl dass?

00:34:55: also ich finde so was ich sehe Ich bin nicht im vollpolitischen Geschägen Du bist ja politikjournalistin!

00:35:01: Aber wenn ich das sehe habe ich das Gefühl Dass da einfach Familie überall mehr stattfindet.

00:35:07: Weißt du bei uns in der die Berliner Bubble?

00:35:09: Ich seh immer nur...

00:35:10: Das war

00:35:11: ganz interessant.

00:35:11: Manchmal ist es parter für Frauen

00:35:13: was interessant ist in Skandinavien, also sie haben Dinge die gut laufen und welche die schlecht laufen.

00:35:18: Also beispielsweise alles was mit ich nenn es jetzt mal monetären Anregungen oder Subventionen einher geht zum Thema Familie ist da auch gescheitert.

00:35:30: Wir sehen ganz krass dass Familie und die Entscheidung für Familie nicht unbedingt nur finanziell getroffen wird.

00:35:37: ja weil Dadurch haben sie die Geburtenrate auch nicht nach oben bekommen und in anderen europäischen Ländern auch nicht.

00:35:45: Aber Sie haben eben eine Sache ganz gut gemacht, finde ich.

00:35:49: Sie haben gesagt Familie Kinderbetreuung frühkindliche Bildung Schule steht gleich mit der kritischen Infrastruktur bedeutet kritische Infrastruktur Notarzt Polizei Feuerwehr ist gleichgesetzt in der Relevanz dem Thema Finanzen und dem Thema Stabilität, wie eben diese anderen Dienste.

00:36:12: Und ich finde ein Land das so sagt und auch Familien sagt ihr seid für uns so wichtig wie Krankenhäuser und Notärzte.

00:36:19: Das ist ein Commitment.

00:36:20: Ja ja voll.

00:36:20: Und damit sagt man Familien ja auch ins Gesicht zu wir wollen euch.

00:36:23: Ja.

00:36:23: Und dass es eine andere Mentalität und anderer kultureller Rahmen als bei uns

00:36:28: ist.

00:36:28: Hier hat man eigentlich eher das Gefühl, dass man nervt.

00:36:30: Ja hier ist es und dafür habe ich ja auch schon Sänge bekommen aber Familienabteil der Deutschen Bahn bemüht.

00:36:36: nicht weil ich das Abteil nicht gut finde, sondern weil ich gesagt habe für mich ist es das Bild wo Deutschland die Kinder sieht oder auch die Eltern.

00:36:44: Hinter der Glasflöhr, wo man nichts hört in einem eigenen Bereich mit drei speckigen Bauclötzen maximal und nicht da wo der Rest der Gesellschaft isst und sitzt.

00:36:55: Nicht da wo Kaffee getrunken wird und ein Becher umfallen könnte.

00:36:58: Nicht dort wo Menschen gestört werden könnten wenn ein Kind mal kwiegt ja und das sagt so viel aus finde ich so.

00:37:03: wo sieht dieses Land kinder Da wo sie bitte nicht stören.

00:37:08: Stimmt, das ist ein gutes Bild.

00:37:10: Bist du schon mal damit gefahren?

00:37:12: Nee!

00:37:13: Ich bin einmal damit gefahr'n.

00:37:14: Das war ziemlich dreckig.

00:37:16: Das ist so'n Punkt und mir haben ganz viele Eltern geschrieben, warum sagst Du was gegen das

00:37:19: Familienabteil?!

00:37:20: Wir fahren da voll gerne mit so Leute.

00:37:21: ich will nichts sagen dass es das nicht geben soll.

00:37:24: Es geht nicht darum, euch da reinzustecken.

00:37:28: In die Schmutzige oftmals auch kaputte und irgendwie so abgetrennte Abteil.

00:37:34: dann doch bitte wirklich so schön dass man irgendwie gerne damit Familie ist oder das vielleicht das Boardbistro nicht soweit weg ist und man auch mal was zu essen kaufen kann.

00:37:42: Ich finde sowieso in der Bahn Ende tun mir die Frauen oder Eltern immer total leid wenn sie sich da so versuchen so ganz leicht durch die Gänge zu laufen und ich bin immer so ich gucke die mal an sondern alles gut alles gut.

00:37:52: aber es gibt so viele Leute die das halt einfach nicht

00:37:53: machen Wenn ich im Restaurant bin und ich gehe ja schon, wir gehen ja nicht spät essen.

00:37:58: Also wer geht mit kleinen Kindern spätenessen?

00:38:01: Aber du gehst irgendwie ... Du bist so die Erste um siebzehn Uhr, siebzund dreißig

00:38:05: wenn die Küche rauf war.

00:38:07: Da bist du schon auf Warte, das ist gut!

00:38:09: Und dann sind du da und denkst schon okay super... Wir stören nicht die zwanzig Uhr Gäste und trotzdem sitzen fünf, die dich angucken nach dem Motto so.

00:38:18: Der Blick wandert immer zu mir.

00:38:19: Ich weiß nicht wie es bei dir ist.

00:38:20: Ich gucke immer jemand an, wenn mein Kind schreit.

00:38:24: Also, mein Mann gucken sie nicht an.

00:38:25: Meine Eltern, wenn die dabei sind,

00:38:26: werden nicht angeguckt,

00:38:27: sondern ist immer so nach dem Auto ... Warum hat sie denn ihr Kind nicht im Griff?

00:38:30: Okay, excuse me!

00:38:31: Vor allem, das fängt ja schon voll früh an, ne?

00:38:33: Im Griff heißt er nicht nur dass sie den Gabel halten kann oder ...

00:38:35: Nee, ist auch so nachdem Auto warm ist.

00:38:36: Einfach, dass sie laut ist.

00:38:38: Ja, ja.

00:38:38: So meine Tochter sitzt nie gerade, sitzt nie still, isst nie still.

00:38:42: So ein totales Energy Girl.

00:38:43: Ist sie auch

00:38:43: so'n ... Ist sie so'nen Geräuschemacherin beim Essen?

00:38:47: Boah, ich hab auch so eine.

00:38:48: Die hört am Mathias auf.

00:38:49: Nein, meiner auch

00:38:50: nicht.

00:38:50: Also, die macht, die IST und dann, wenn Sie fertig sind ... Also, Geräusche, weißt

00:38:55: du?

00:38:55: Ja.

00:38:55: Bei uns ist es auch so, dass das

00:38:56: Betrieb wird.

00:38:57: Also, während des Essens... Das wundert

00:38:59: dich jetzt!

00:39:00: Da-da-da da-da!

00:39:03: Und dann wenn wir uns unterhalten und sie merkt wie unterhalten uns, dann pägt sie hoch.

00:39:07: Ja,

00:39:10: die übt schon.

00:39:11: Die ist mein Bundestag!

00:39:12: Ja, sie sitzt schon im Bundestag.

00:39:14: Sie sagt die ganze Zeit, Mann, ich hab noch alles gesagt!

00:39:17: Du brauchst jetzt nur der Julis!

00:39:21: Spaß?

00:39:22: Wer

00:39:22: weiß?!

00:39:24: Und sag mal hier so Thema... Apropos moralische aufgewertete Themen hast du gestillt?

00:39:30: Nein.

00:39:30: Okay, und wie fühlst du dich damit?

00:39:32: Sehr gut!

00:39:33: Und wie fühlt es sich dann mit, wenn du das sagst?

00:39:34: Gibt's

00:39:35: da... Ich steh da zu tausend Prozent hinter, weil das ist

00:39:38: mein... Geil, das darf ich jetzt auch wieder nicht sagen.

00:39:39: Nein, ich find' toll dass du dahinterstehst, wie auch immer du sie jetzt schlägst.

00:39:42: Das ist meine Entscheidung und das habe ich auch... immer gesagt, es ist keine Blaupause dass ich in diesem Buch ab und an kursiv sage jetzt mal einsetze wie ich Entscheidungen für mich getroffen habe.

00:39:55: Es ist nicht der Appell macht das so!

00:39:57: Es ist das Angebot zu sagen... Das hast

00:40:00: du auch gar kein Mal?

00:40:01: Nein natürlich nicht weil für mich was hab' ich denn davon?

00:40:05: also ich möchte keiner Frau sagen wie sie sich zu tun hat aber ich möchte dafür werben dass wir beide Wege akzeptieren die stillende Frau genauso wie die Frau mit Flaschen.

00:40:13: Und ich hab mir da viel Gedanken drüber gemacht, also für mich war das so ... Das Thema Vereinbarkeit.

00:40:18: eben eines zu dem Thema.

00:40:19: wir haben darüber gesprochen und ich habe ihm gesagt pass auf Wir machen das von vornherein zusammen.

00:40:24: Also es gibt kein Talent für

00:40:26: Windeln

00:40:26: wechseln anziehen oder Babymilchware machen.

00:40:30: Es gibt nur Übungen Genau!

00:40:32: Und wir machen das hier beide zum ersten Mal und deshalb können wir auch beide zusammen üben.

00:40:37: Hat doch geklappt.

00:40:39: Aus dieser Perspektive raus bei meinem Punkt, ich möchte nicht stillen.

00:40:42: Ich möchte die Flasche geben auch um ein bisschen freier zu sein Auch in den ersten beiden Lebensjahren bin ja auch ehrlich Kann man jetzt gleich sagen oh ist die egoistisch?

00:40:50: aber dazu stehe ich.

00:40:51: das war mir wichtig.

00:40:52: Ja und dann habe ich mit dem Professor Dr.

00:40:55: Bührer der Neoantologie hier in Berlin am Wilchuk Campus der Charité gesprochen.

00:41:02: der Mann über dreißig Jahre in der Forschung rund um Geburt, Frühchen, Baby, Säuglinge, Familie, Frau.

00:41:12: Und ich hab zu ihm gesagt Herr Professor sind Sie der Meinung dass ich eine schlechte Mutter bin?

00:41:17: und das können sie gerne ehrlich bitte beantworten wenn ich nicht stille?

00:41:22: Und da hat er gesagt wissen Sie es ist einfach falsch weil eine gute Mutter oder alleine das Thema Stillen nicht darüber entscheidet, wie glücklich oder unglücklich ihr Kind ist.

00:41:34: Es geht und da zitiere ich ihn nicht um die weiße Flüssigkeit es geht nicht um den Milch, es geht um die Interaktion mit ihrem Kind.

00:41:43: Stimmt das?

00:41:44: Sie ihren Säugling auf ihre Haut legen in einem Zimmer wo kein Fernseher läuft, wo kein Handy läuft, sie in Ruhe mit Ihrem Kind dieses Thema Mahlzeit, dieses Thema körperliche Nähe sich auf das Kind einlassen, wenn sie ihm das geben.

00:42:01: Das ist das Allerwichtigste!

00:42:03: Das kann der Vater tun und das kann die Mutter tun.

00:42:07: Und es ist nicht die Flüssigkeit.

00:42:09: Was mich ja so schockiert hat... Da möchte ich auch noch mal sagen, dass es mir wichtig war, weil ich werde ja ganz oft jetzt im Internet so, ey, mit dem Stillen was du da sagst?

00:42:18: Nein, ich leugne überhaupt gar nicht.

00:42:21: Dass es natürlich so ist, dass das Stillen besonders für Frauvorteile hat.

00:42:25: Das Brustkrebsrisiko sinkt die Länge der Zeit gerechnet.

00:42:29: Also das ist nichts, was ich irgendwie in Abredestelle.

00:42:33: trotzdem habe für mich

00:42:34: deine Entscheidung

00:42:35: und... Der nächste Punkt, was ich noch gerne sagen wollen würde.

00:42:39: Ich habe ja dann versucht... Also mir wurde er empfohlen weil der gesagt hat in meinem Buch also wir haben in Deutschland gutes Trinkwasser und wir haben Prämilch die in Europa das am strengsten kontrollierte Lebensmittel ist.

00:42:53: Und aus diesen beiden Faktoren können wir heute das Fläschchen auch als Alternative wirklich nutzen.

00:43:00: und er sagte ganz gut Wir können ja nicht den Standard in Deutschland daran anlegen, wo er in der Saalzone liegt.

00:43:07: Natürlich ist es nicht gut wenn Frauen in Afrika bei Hitze und schmutzigen Wasser das... das Fläschchen anrühren, dann ist es natürlich Gift.

00:43:15: Darüber würde ich nie diskutieren.

00:43:17: aber wir haben hier andere Bedingungen und ich habe dann aus dem Gespräch mit ihm eben von einer Stillberaterin den Hinweis bekommen dass sei falsch was er gesagt hat.

00:43:28: Ich hatte ihr das Interview vorgelegt und sie würde mir eine Dame empfehlen mit der ich doch bitte sprechen solle von La Leche Könne mir da bessere oder genauere Informationen geben.

00:43:40: Und dann habe ich die Dame kontaktiert, ich hab das auch im Buch so aufgeschrieben und hab gesagt wissen Sie wenn ich das lese was sie veröffentlichen Kinder sein Dümmer, die nicht gestillt sind.

00:43:49: Ich meine überlegt mal das sagst du in der Frauensgesicht, die zum Beispiel nicht stillen kann oder ein Kind stippt

00:43:53: da einfach

00:43:53: gar nichts?

00:43:54: Oder früher Kindstod hat damit nichts zu tun.

00:43:59: es gibt keine randomisierten Studien, die diese beiden Aspekte belegen.

00:44:03: auf jeden Fall wurde mir gesagt rede mit ihr sie hat die Insights, die du brauchst, die das wieder legen was er sagt.

00:44:08: ich sage gut ich bin für alles offen habe ich ihr geschrieben.

00:44:11: als erste was als Antwort kam war wie viel kriege ich also bezahlung wenn ich das interview gebe.

00:44:16: Zweiter Punkt.

00:44:17: Ich nehme nur an einem Projekteil, das WHO Codex Conform ist der, der sagt eine Frau soll zwei Jahre stehen.

00:44:24: und drittens ich mache nur mit wenn sie mir praktisch Alle Interviews und alles was für dieses Buch gesammelt wurde, dann auch zur Verfügung stellen.

00:44:35: Da war ich so... Ich bin Journalistin!

00:44:37: Ich bin nicht Aktivistin.

00:44:39: Ich möchte verschiedene Positionen und Perspektiven auf wissenschaftliche Ansätze einbringen.

00:44:45: Und als ich das gemerkt habe, hab' ich so gedacht Also, das sagt einfach schon wieder viele über dieses Thema.

00:44:51: Wenn jemand dir sagt ich mach nur mit wenn du in meine Richtung schreibst oder wenn ich dafür Geld kriege ja mir haben alle Professoren und auch Elisabeth Badenteer haben gesprochen für die Sache nicht um damit Geld zu verdienen.

00:45:02: Und als das dann die Reaktion dieser Stilllobby ist denn war habe ich gedacht super dass es wirklich nicht für die Frau zugang.

00:45:09: Ja okay verstehe.

00:45:12: und aber hast du Verspürst du diesen Druck nie?

00:45:15: Du musst eine gute Mutter sein und stillen oder du bist so wenig mit deinem Kind zusammen.

00:45:21: Nein, ich ziehe mir das auch nicht an weil ich bin so gerne... Ich

00:45:26: würde jetzt gern ein High Five geben ey!

00:45:30: Nein aber dann ist es echt so... Ich bin wirklich

00:45:32: gerne Mutter und ich liebe meine Tochter über alles auf der Welt.

00:45:38: Aber

00:45:39: Gerade beim Faktor Zeit ist es einfach eine so eindimensionale Debatte.

00:45:44: Weil, guck mal auf die Spielplätze!

00:45:46: Wie viele Frauen sitzen am Handy?

00:45:48: Mit Sicherheit auch und da müssen wir uns das doch mal in Deutschland nicht sagen... Aber nicht jeder ist total erfüllt mit einem unterdreherigen Kind vierundzwanzig Stunden sieben Tage die Woche zusammen zu sein.

00:46:00: Das darfst du ja so

00:46:01: wieder alles nicht sagen.

00:46:02: Ich sag das aber auch.

00:46:02: Aber wenn ich

00:46:03: die Frauen sehe, meine klar, die eine oder andere bestellt dann auf dem Spielplatz im Online-Shop Die Wintermitze auch fein!

00:46:08: Ich bin es auch nicht... Übrigens ist keine Bewertung, ich will nur sagen Wenn Du am Spielplatz sitzt und Du bist die ganze Zeit am Telefon Bist du dann, ist der Faktor Zeit?

00:46:17: Dann der, der gut oder schlecht bemisst.

00:46:19: Weil das ist in dem Moment übrigens auch nicht in einer Sandkiste umbuddelt.

00:46:22: und vielleicht ist die Mutter, die jetzt wie ich eben nicht nur mit dem Kind zusammen ist, dann in den Zeitenen, der ich mit ihr zusammen bin... Also ich lege mein Handy weg!

00:46:31: Oder ich bin dann auch wirklich so dass ich sage was mache ich heute?

00:46:34: Die ich heute zum Festival auf Leitz heute Abend zeige ich in die Bilder habe ich irgendwie essbare Knete besorgt.

00:46:39: Ich weiß es nicht aber ich nehme diese Zeit sehr bewusst war.

00:46:43: Und deshalb sag' ich Was soll ich mir denn von außen sagen lassen?

00:46:47: Nur wenn du so in so vielen Stunden omnipräsent bist, bist du gut.

00:46:50: Nein!

00:46:50: Kann auch sein dass sie in der Zeit total traurig bin.

00:46:52: und dann denkt mein Kind die ganze Zeit was hat er meine Mutter?

00:46:54: also deshalb das eine und das andere.

00:46:58: es ist einfach nicht vergleich oder bewertbar.

00:47:00: Ja ja am Ende

00:47:01: ist es wie präsent bist Du.

00:47:02: Also ich glaube auch wenn du Auch das ist Typ-Sache und auch das kann man ja eigentlich nicht bewerten.

00:47:07: Aber wenn man als Mensch quasi die ganze Zeit nur so ein bisschen einen Schatten seiner selbst lebt den ganzen Tag, wie du ja auch sagst ... Bei mir war es auch so ganz ehrlich im ersten Jahr.

00:47:17: Ich bin in meinem Job immer sehr präsent und hab auch Bock, ich liebe zu arbeiten, mich selbst zu verwirklichen und neue Dinge auszuprobieren, Menschen zu treffen.

00:47:25: Ich find's mega, dass wir uns jetzt hier treffen!

00:47:27: Wenn ich das nicht habe... Und das hatte ich im ersten Jahren oder das erste halbe Jahr, aber ich hab dann auch abgestillt nach ... Vier Monate, glaub ich.

00:47:34: How dare you?

00:47:36: Ich hab mich richtig schwer getan.

00:47:38: Ja, weil ich dachte

00:47:39: ...

00:47:41: ich hab's verkackt ganz ehrlich!

00:47:43: Weil ich hab immer auch diese Sätze.

00:47:45: Meine erste Tochter ist jetzt schon mit elf bald.

00:47:48: Ich muss noch Geschenke besorgen.

00:47:50: Aber dieses Stille kann jede Frau, du musst nur lange genug reinhalten, bla-bla-bla.

00:47:56: bei uns war halt still ein bisschen schwierig und dann bei der zwei... Und das hat einfach nicht geklappt.

00:47:59: und nach fünf Monaten diese Freiheit aber die ich dadurch gewonnen habe, Ich bin einfach auch keine Stilmama.

00:48:06: Und ich find's mega, dass wir uns das jetzt aufteilen können!

00:48:08: Ich hatte auch das Gefühl, ich hatte letztlich so ne... ähm... ja, wieso was?

00:48:13: wo ich meinen Mann sagen konnte?

00:48:14: Guck mal, das können wir uns jetzt wirklich.

00:48:16: obviel sind die teilen, weißt

00:48:17: du?!

00:48:18: Also ein bisschen schlafen und Schlaf bringen und so.

00:48:19: aber das war so dieses Nahrung des Kindes füttern im Arm näher.

00:48:24: wenn wir uns da teilen hat sich das noch viel mehr nach einer Partnerschaft angefühlt.

00:48:28: Auch für das Kind, weißt

00:48:30: du?

00:48:30: Ja bei uns auch so!

00:48:30: Das war der Gruppe.

00:48:31: deswegen ich das ganz toll fand weil diese Bindung also... Meine Tochter hat eine sehr, sehr starke Bindung zu ihrem Vater.

00:48:39: Es gab so Wochen auch diesen Sommer wo er einfach die Nr.

00:48:42: one war und ich war

00:48:43: Nr.,

00:48:44: jetzt hat sich's gerade wieder gedreht.

00:48:45: Feindlich!

00:48:48: Ich war aus ein bisschen... Wann dreht es dich?

00:48:51: Nein aber es war euch auch genossen weil ich dachte heavy toll.

00:48:55: Es ist kein Kind das nur an meinem Bein hängt und total weint wenn ich das Haus verlasse, sondern manchmal war sie auch eher so okay.

00:49:01: Hauptsache Papi bleibt hier.

00:49:03: Ich fand es gut und das hat die ja auch total verbunden dieses ... dass er sich füttert, dass er nachts aufsteht und das Fläschchen macht.

00:49:11: also wir hatten da einfach einen super Ablauf weil er war derjenige der weniger Probleme hatte irgendwie zu sagen auch nachts kommen ich gehe in die Küche ich mache und er war dann auch relativ schnell wach und draußen aus dem Bett und so haben wir das halt einfach ein bisschen variiert.

00:49:25: Das finde ich so super daran.

00:49:27: Und was damit passiert ist, also bei uns hat's zumindest für mich gar nicht geschadet.

00:49:32: Ich find ganz toll dass diese Beziehung daraus hervorgegangen ist auch in diesen frühen Monaten und nicht erst wenn die Kinder älter sind.

00:49:39: Und ich kann auch gut teilen.

00:49:41: Ich sag auch immer zu mir selber so dann macht er halt etwas anders als ich Dann zieht er sie anders an?

00:49:47: Dann spielt der anders mit ihr.

00:49:49: Es ist alles in Ordnung.

00:49:50: es ist nicht den einen Weg.

00:49:51: Ja vielleicht ist das aber auch um nochmal diese Präsenzanzuge.

00:49:55: Also es ist, wenn du als Frau oder Mensch dich in deinem Leben generell präsent fühlst.

00:50:00: Dann fühlste dich auch als Mama anders präsente, egal wie viel Zeit du mit dem Kerl hast.

00:50:03: Du sagst dann mach's halt mal Knete?

00:50:05: Oder leg das Handy weg?

00:50:07: Meine Tochter ist jetzt schon älter und guck ich mit der zusammen ihre Serie, die sie um den Glotzen will.

00:50:12: Und dann ist man so dabei!

00:50:14: Die Zeit freu' ich mich

00:50:15: auf.

00:50:16: Wenn die dann so mit einem zusammen Sachen machen...

00:50:18: Ey, das ist doch geil glaube ich.

00:50:20: Jetzt hab ich gerade ... Das ist auch so geil.

00:50:24: und wird jetzt elf.

00:50:25: Und die kann schon so Videos schneiden, I mean

00:50:27: what?

00:50:27: Oh mein Gott!

00:50:28: Ich bin

00:50:28: ja heute nicht hin.

00:50:29: Ja ich bin richtig schnell zu viel geschneiden, macht sie so kleine Filmchen und dann hat es mir gesagt, ich habe wie ein Pitch für ihre Geschenke und da hat sie so einen Video gemacht mit Geschenken und Musik und so.

00:50:42: Das möchte ich, das wünsche ich mir, dass ungefähr oder in der gleichen Farbe uns süß sind.

00:50:46: Und das sind so Momente wo man auch mal geil weiß und dann kannst du darüber reden wie hast du das gemacht?

00:50:49: und so bla bla.

00:50:50: also wenn man in dem Moment präsent ist generell im Leben präsent bist bei dir.

00:50:57: Ich glaube, eine glückliche Mutter ist für ihr Kind auch die richtigen Impulse und Gefühle hat.

00:51:03: Und ich glaube dein Kind merkt und spürt doch alles!

00:51:06: Also ich merke das immer bei mir wenn ich gut drauf bin, merkt sie es, wenn ich total down bin.

00:51:12: Die haben ja eine Intention, die spüren das ja auch... Man sagte so happy wife, happy life.

00:51:19: Aber es ist auch auf jeden Fall glaube ich von Kind und Mutter so.

00:51:22: Und ich merke das so stark in Deutschland.

00:51:25: Das ist jetzt auch in der Promo-Phase meines Buches immer wieder aufgekommen.

00:51:28: Dass dieses gegeneinander ausspielen.

00:51:31: Kind gegen Frau.

00:51:32: Wo ich so denke, warum machen wir das?

00:51:34: Das ist so unmöglich!

00:51:35: Ich hatte Elisabeth Baudinter auch gefragt als wir über die Kulturen sprachen.

00:51:39: Da habe ich gesagt, warum spielt man das Kind gegen die Mutter aus?

00:51:43: Warum sagt man... Wir reden ja nur über die Mütter.

00:51:46: Kinder reden, nein Leute das geht Hand in Hand.

00:51:49: Das gehört zusammen!

00:51:50: Das kannst du nicht trennen ja?

00:51:52: Ja das ist ein Komplex und wer sich auf die eine Seite oder die andere stellt tut es um irgendwie für likes Klicks und irgendwelche polarisierende Kacke zu werben.

00:52:03: aber das ist so falsch.

00:52:05: einfach Familie und Frau und Mutterschaft darüber muss man anders denken und zusammensprechen.

00:52:12: sie hat mich so angeguckt und hat dann gelächelt und hat gesagt Es ist zu, was sagt sie?

00:52:18: So sinngemäß ist es zu niedrig um diese Frage zu beantworten.

00:52:21: Und da hab ich gedacht okay geil!

00:52:22: Sie hat einfach den Punkt weil wenn wir damit anfangen dann kommen wir auf die Ebene.

00:52:29: wie wir auch sagen was in der Sahelzone gilt muss aus Verantwortung oder aus Vorbildfunktionen Deutschland gelten.

00:52:35: Ist ja auch so ein Argument beim Stillen was immer gebracht wird.

00:52:38: Nee die europäische Frau, die Frau des Westens muss das Vorbild sein.

00:52:43: Also wenn wir danach anfangen, da sagte Badentair eben auch ist ein ähnlicher Vergleich wie dieses Kind gegen Mutter ausspielen.

00:52:51: Das sind so vergleiche und moralische Ansätze die verbieten sich einfach.

00:52:56: Ja

00:52:57: voll.

00:52:59: Liebe Franca, was ist dein nächstes Buch?

00:53:00: Woher geht's da?

00:53:02: Hast du es schon kleben?

00:53:02: Ja.

00:53:04: Hab ich verrückt

00:53:05: nach.

00:53:05: Lustigerweise ja sind sie aber Ich kann ein bisschen teasern.

00:53:09: also erstens ich habe alte Weise Männer geschrieben und hab die Boys abgehandelt.

00:53:14: Ich habe jetzt gute mit der schlechte Mütter geschrieben.

00:53:16: das ist wirklich mein Werk für die Frauen.

00:53:19: Und ich merke und das ist auch leider so ich merken auch in dem Versuch dieses buch jetzt in die Breite zu bringen Das ganz viele Reflexe kommen wie bestellt oder ... Das ist aber die Frauen-Only-Zielgruppe und deshalb wirst du bei diesem Buch nicht so viel verkaufen wie beim letzten, weil es geht ja jetzt nur Frauen.

00:53:36: Oh mein Gott!

00:53:38: Wo steht das in der Buchhandlung?

00:53:40: Ja weißt du was für schlimm?

00:53:41: oder pass auf ich habe mit Pippa gesprochen im Verlag und die hatten das Buch extra so positioniert auch von der...die kriegen den Nummer die Bücher nach dass das eingeordnet wird in Politik und Gesellschaft.

00:53:51: das ist ja auch eine Streitschrift und kein Tagebuch.

00:53:54: Und ich gehe dann in die Buchhandelung in die unterschiedliche und gucke Schaut auf Totalia, die haben es dahingehört.

00:54:02: Gesellschaft und Politik.

00:54:03: Dann gehe ich zu Dussmann in Berlin.

00:54:05: Dann steht das neben dem Stillratgeber.

00:54:08: Bei Dussman ganz oben, vierte Etage ist das oder so?

00:54:10: Da habe ich gedacht ... Genau, da ist das Problem in Deutschland.

00:54:14: Du stellst so einen wieder zu den Stilratgebern und in Frankreich ist es bei Philosophie und Politik.

00:54:20: Weißt du?

00:54:21: Und das ist wie diese Verordnung, die nicht stimmt hier Hugendubel auf dem Kuhdamm, weil wir hier gerade sitzen hat's auch bei Erziehung.

00:54:27: und meine Freundin schrieb mir neulich so Dein Buch liegt falsch, ist nicht bei Erziehung.

00:54:31: Aber es hat doch gar keine Erziehungs-Tipps.

00:54:32: Ich so ja danke, lege nach unten und hab die mitgenommen und unten hingelegt aber... Auch das weißt du?

00:54:38: Und dann kommt immer diese Antwort zu, dieses Mal hast Du ja ein Buch für die Hälfte des Marktes geschrieben, für die hälfte der Ziegel.

00:54:46: Also mein Mann

00:54:47: war mein erster Leser und er kam raus und sagte, ich habe so viel gelernt, super!

00:54:51: Das müssen die Männer lesen.

00:54:54: Gut, das müssen wir jetzt noch irgendwie transportieren.

00:54:55: Die Message?

00:54:56: Aber ich arbeite dran!

00:54:58: Nee aber mein nächstes Buch... Ich hatte nochmal eine Idee für Frauen und das würde ich aber nicht machen.

00:55:02: Und jetzt habe ich echt gestern Abend lustig dass du mich heute fragst.

00:55:06: Ich hab der Geist des Blitz getroffen, ich brauche mal so Ideen für dich ja.

00:55:09: Ich hatte auf einmal den Titel im Kopf weil mir fängt es immer mit dem Titel an.

00:55:11: Und dann war ich so, ich hab den nächsten Titel.

00:55:14: Es wird auch um eine Frau gehen, aber es wird um Gesellschaftspolitik gehen Ja, politische Kräfte und Fliehkräfte gehen.

00:55:26: Und um Demokratie und irgendwo den Kitt der Gesellschaft.

00:55:31: das ist mein Teesach.

00:55:33: Klingt gut!

00:55:34: Ich glaube es wird gut.

00:55:35: Geil also ich habe noch echt... wie gesagt ich hab's ja nicht komplett Durchgelesen, ich hab's aber noch mal vor.

00:55:39: Ich hatte einfach nicht genug Zeit.

00:55:40: Habs auch meinen Mann geschickt?

00:55:42: Sehr gut!

00:55:42: Ich meinte hier genau wie du schon sagst oder wie Christian ... Ich schwöre jetzt einfach so als wir das kennen.

00:55:50: Er hat mir ganz viele Leute so ziemlich gesagt.

00:55:51: Ich hatt einen neuen Interview mit einem Journalisten der SU-Sechtsig und sagte er ist ganz verdutzt.

00:55:55: Christian hat ja für das Buch geworben.

00:55:57: Ja natürlich wirkt dafür das Buch.

00:55:59: So tausend Dinge drin die er unterstützt.

00:56:01: Das ist aber nett von ihm.

00:56:02: Weil ich so nee, das ist nicht net.

00:56:04: Das war ein moderner

00:56:05: Vater.

00:56:05: Und es ist einfach weil er das unterstützt.

00:56:08: Und dann war ich wirklich interessant.

00:56:10: Also diese Generation, nicht meine alten Weisenmänner, die sind ja Ü-Siebzig über dich geschrieben habe, sondern jetzt so dieses ... Die Generation Vater von mir und noch ein bisschen jünger?

00:56:23: Die denken echt immer noch so,

00:56:24: warum

00:56:25: ist doch alles da?

00:56:26: Meine Frau macht auch Karriere!

00:56:27: Ich mach doch Karrieren.

00:56:28: was wollt ihr denn von mir wo du so denkst?

00:56:31: Wir müssen darüber reden.

00:56:33: Die denken immer noch, das merke ich in den Interviews so krass, die haben da Hemmungen!

00:56:36: Die tun sich so schwer und denken dann, oh, Mami-Buchhilfe und denkst du, nein, es ist kein Mamibuch?

00:56:42: Aber es ist viel zu tun.

00:56:43: Vor allem ist es doch geil, nimm's doch an.

00:56:46: Schau's dir einfach mal an.

00:56:48: Vielleicht tut's dir auch ganz gut.

00:56:50: Ja, aber dass es wieder ... Es

00:56:51: ist so schwer zu transportieren.

00:56:54: Aber einem ohne Milch, ich mach weiter.

00:56:57: Ey, ich verfolge dich weiter.

00:56:58: Vielen Dank!

00:56:59: Danke, dass

00:56:59: Sie da sind.

00:57:00: Gerne,

00:57:00: gerne, gerne.

00:57:01: Ich freu

00:57:01: mich total gespannt, weil ich eure Community auch noch nicht kenne?

00:57:05: Ja, ich bin immer gespannt.

00:57:06: Ich super.

00:57:08: Danke dir.

00:57:08: Kommt gut nach Hause.

00:57:09: Lieber Grüße an Christian und ich begrüße deine Tochter.

00:57:11: Sie soll weiter so diskutieren.

00:57:13: Ich find's gut.

00:57:14: Das ist das letzte Antwort.

00:57:15: Genau, danke dir.

00:57:17: Ciao Vielen Dank fürs Zuhören, ihr Lieben.

00:57:21: Ich hoffe, ihr hattet eine spannende Stunde mit uns und hört nächste Woche wieder rein.

00:57:26: Abonniert gerne den Podcast damit ihr bloß keine Folge verpasst, kommentiert außerdem fleißig jeweils Spotify und folgt uns natürlich bei Instagram auf echteMamasPunkt, ehrlich gesagt!

00:57:36: Wir hören uns nächste Woche wider und ich wünsche euch

00:57:39: eine schöne Woche und

00:57:42: kämpft doch weiterhin für eure

00:57:43: Wahlfreiheit.

00:57:46: Es ist noch ein Long Run und wir müssen leider noch ein bisschen durchhalten.

00:57:50: Schau Kakao, eure Nora.

Über diesen Podcast

Echt. Echter. Ehrlich gesagt.

🎆 Neues Cover, 🎶 neuer Jingle, 🎙️neue Stimme.

Der neue Echte Mamas Podcast geht deep: Jetzt spricht Nora Becker mit echten Eltern über echte Gefühle. Und zwar über die schönen, aber auch die schwierigen! Denn wir wissen genauso gut wie ihr: Das Leben als Eltern ist wunderbar erfüllend, kann aber auch fordernd – und manchmal sogar überfordernd – sein.

Nora fragt ihre Gäste das, was sonst keiner fragt. Wir laden euch ein, mit uns zuzuhören, was unsere Gäste wirklich beschäftigt. Herzlich willkommen bei "Ehrlich gesagt"!

Mehr über Echte Mamas erfahrt ihr unter www.echtemamas.de und auf https://www.instagram.com/echtemamas.ehrlichgesagt - jetzt folgen, abonnieren, kommentieren, liken und weitersagen!

von und mit Echte Mamas

Abonnieren

Follow us