Echte Mamas: Ehrlich gesagt

Echte Mamas: Ehrlich gesagt

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00:00:06: Hallo

00:00:06: ihr Lieben und herzlich Willkommen zum Podcast ehrlich gesagt von EchteMamas.

00:00:11: Hier nehme ich euch mit in ehrliche, lustige und tiefe Gespräche mit tollen Gästen!

00:00:15: Es geht um ernste, spannende und bewegende Themen also um alles was uns als Mamas, Frauen Eltern oder einfach Menschen beschäftigt – die Familie und das Leben lieben.

00:00:25: Das müsste doch jetzt eigentlich die schönste Zeit meines Lebens sein.

00:00:29: Genau

00:00:29: das dachte

00:00:30: sich meine heutige Gäste Moni, als ihr erstes Kind auf die Welt kam.

00:00:34: Eigentlich stimmt da alles.

00:00:35: sie hatte sich wahnsinnig auf ihr Baby gefreut super vorbereitet eine glückliche Partnerschaft

00:00:39: tolle Freundin also ein gutes

00:00:40: Umfeld und trotzdem ging es ihr nach der Geburt immer schlechter.

00:00:44: Sie fühlte sich leer erschöpft hoffnungslos Und gleichzeitig schämt sie sich dafür weil sie dachte ich müsste doch jetzt glücklich sein und vor allem Ich müsste das auch alles alleine schaffen bis sie über einen Fragebogen in ihrer Kinderarztpraxis zu den Babylotsen kam.

00:01:00: Und da traf sie dann

00:01:03: Victoria.

00:01:03: Victoria ist heute auch hier im Gespräch, wir sind also zur Dritt und wir sprechen darüber warum es manchmal so schwer ist sich einzugestehen dass man Hilfe braucht wie Babylotzinnen Familien auffangen und begleiten und warum diese Unterstützung so unglaublich wichtig sein kann.

00:01:18: Natürlich wollte ich auch wissen was machen Babylotzen eigentlich genau?

00:01:21: Ich kannte das vorher noch nicht.

00:01:23: Wie wird man Babylotsin und wie finden denn die Mamas überhaupt

00:01:26: zu ihnen?

00:01:27: Eine sehr persönliche Folge über Mutterschaft, Überforderung, Scham aber vor allem darüber was passieren

00:01:33: kann

00:01:33: wenn jemand im richtigen Moment fragt.

00:01:35: Wie geht es dir eigentlich

00:01:36: wirklich?

00:01:37: Los geht's!

00:01:44: Wir haben heute eine Babylotsin da und eine Mama, die ihre Erfahrung mit dem Babyloten uns berichtet.

00:01:51: Und zwar haben wir einmal Moni Richter, das ist unsere Mama.

00:01:54: Hi Moni!

00:01:55: Hallo!

00:01:55: Hallo, schön dass du da bist.

00:01:56: Und Victoria Grundfest, das sind unsere Babylotzinnen.

00:02:00: Hallo!

00:02:00: Super cool, dass ihr da seid.

00:02:03: Moni erzähle uns doch mal erst mal von dir und deiner Familie.

00:02:06: Wer bist Du so?

00:02:07: Wie viele Kinder hast Du wie alt sind die

00:02:08: usw.?

00:02:09: Ich hab zwei wunderbare Kinder, ich bin vierunddreißig.

00:02:12: Und einen Sohn habe ich, der ist drei und eine Tochter, die ist noch ganz klein acht Monate.

00:02:17: Oh, die sind alleiner!

00:02:19: Die ist

00:02:19: jetzt alleier?

00:02:20: Genau, Papa.

00:02:21: Die ist bei Papa und sie ... Ich bin jetzt absolut vollständig von mir im Planung.

00:02:25: superglücklich mit den beiden.

00:02:26: Ja.

00:02:27: In meinem anderen Leben bin ich Juristin und hab Jura hier in Hamburg studiert, komme eigentlich aus dem Rheinland.

00:02:34: Und hab hier irgendwie Wurzeln geschlagen in Hamburg.

00:02:36: Kann passieren.

00:02:37: Und du, Viktoria?

00:02:39: Genau, ich bin Babylotsin.

00:02:41: Ich arbeite seit fünf Jahren bei der Stiftung CEO und Begleitephämilien rund um die Zeitschwangerschaft geburtnachgeburtlich eben bis ins erste Lebensjahr.

00:02:51: Komme auch nicht aus Hamburg komme eigentlich aus Hessen.

00:02:55: genau haben wir hier auch irgendwie schon seit längerer Zeit uns dann geschlagen?

00:02:59: genau cool schön.

00:03:01: herzlich willkommen Moni.

00:03:03: wie ging es dir in der zeit rumt um die Geburt?

00:03:07: also nach kaltes geburts dachte ich, dass mir das passiert.

00:03:10: Was ich oft im Internet gesehen habe oder andere mir auch immer suggeriert haben ist die beste Zeit meines Lebens.

00:03:15: Das wird so schön... Ich hab mich in der Schwangerschaft wahnsinnig auf ihn gefreut und... Also du

00:03:19: hattest eine entspannte Schwangerscheit.

00:03:20: Du hast gedacht ja, oh läuft weiter so.

00:03:22: Auf

00:03:22: dem Papier besser kann es nicht sein!

00:03:24: Ich hatte die besten Voraussetzungen, ne feste Partnerschaft, tolle Freundin, ich hatte einen Job alles was man sich wünschen kann.

00:03:30: Hätte keinen Druck nix.

00:03:32: Und dann wurde er geboren und viele Dinge waren sehr anders als ich sie mir vorgestellt habe und anders als suggeriert, anders als sich das auch selber dachte.

00:03:42: Und da begann eine erst mal dunkle Zeit.

00:03:45: Was waren dann so die Fragen- und Unsicherheiten, die am meisten in deinem Kopf rumschwirrten?

00:03:50: Das ist ja mein erstes gefragt... Ist das eigentlich normal, dass man sich so fühlt?

00:03:53: Also ist das jetzt Mutterschaft?

00:03:55: Ist jetzt das Gefühl normal?

00:03:57: also während Ich das Gefühl hatte Die Sonne scheint mir aus allen war es erstmal Ich weiß noch, nach dieser sehr langen und schweren Geburt lag er da.

00:04:10: Und ich fragte mich jetzt ist der Mensch?

00:04:15: Was ist das?

00:04:18: Wo bleibt dieses große Gefühl?

00:04:19: Das Feuerwerk wie ist es jetzt?

00:04:22: Und das Gefühl wurde ja setzte einfach nicht ein.

00:04:25: Also

00:04:25: auch noch nicht direkt nach der Geburt sondern auch noch als ihr dann schon zu Hause wart und so hattest du dann auch so Momente wo du ihn angeguckt hast.

00:04:32: Wann kommt das denn jetzt

00:04:33: genau?

00:04:34: ich habe funktioniert.

00:04:35: Ich hab alles für ihn getan und ich wusste auch, ich liebe ihn nicht beschütze ihnen aber Das gefühl von lieber hatte ich mir eben so vorgestellt.

00:04:41: er liegt in meinem arm erwähnt Alles explodiert in mir Und ich werde der glücklichste mensch den schlaf stecke ich weg und werde einfach nur ein superglückliches leben führen.

00:04:50: Aber irgendwie war es ganz anders hat sich sehr anders angefühlt und es wurde auch nicht besser.

00:04:55: und ich dachte naja erste tage baby blues geht ja vorbei hat man schon mal gehört.

00:04:59: und dann wurde es einfach nicht nicht besser und eher schlechter.

00:05:03: Und es zeigten sich viele Momente, die jetzt im Nachhinein mir total krass vorkommen.

00:05:08: In dem Moment dachte ich naja das ist ja so, das fühlt sich an Mutterschaft.

00:05:11: Ja krass!

00:05:13: Und hattest du denn Menschen um dich herum, die dich da unterstützen

00:05:16: konnten

00:05:17: oder die versucht haben dich zu unterstützen?

00:05:18: Du hast gesagt eigentlich dein soziales Umfeld war eigentlich voll stabil.

00:05:24: Ja, ich habe sehr nie kommuniziert.

00:05:26: Ich wusste erstens nicht.

00:05:27: Meine Freundin hat ja keine Kinder wie sich Mutterschaft anfühlen kann Wie.

00:05:31: das ist nicht normal dass man sich komplett leer ausgelaut müde hoffnungslos fühlt.

00:05:38: Das heißt, das konnte ich nicht sagen und es war viel mit Scham verbunden.

00:05:40: Weil Freundinnen kamen und wollten natürlich auch das Baby sehen und haben mich gefragt wie geht's dir aber zwischen süßen Babygeschenken und diesem kleinen Wurm zu sagen du eigentlich gehts mir richtig schlecht?

00:05:52: Das habe ich einfach nicht gemacht und ich hab das auch sonst versucht nicht an mich ranzulassen weil ich hatte das Verband Ich mit Scheitern.

00:06:00: also ich bin wohl keine gute Mutter wenn ich jetzt nicht super glücklich bin

00:06:03: ja krass Victoria nickt, also es scheint dir irgendwie bekannt zu sein.

00:06:09: Sind das so typische Gedanken und Sorgen mit den Mamas bei euch landen?

00:06:14: Ja tatsächlich so.

00:06:15: dieses.

00:06:16: bin ich gut genug?

00:06:17: mache ich das gut genug?

00:06:18: bin nicht eine gute Mutter?

00:06:19: als eine wirklich gemeine Frage die sich dann den Müttern stellt weil die Mütter die ich in der Regel erlebt habe die machen unglaublich viel gut.

00:06:28: Also das ist ja dieser Unterschied, dass man sich überhaupt diese Frage stellt, mache ich das gut?

00:06:35: Das zeichnet schon die Mutter oder den Elternteil aus, dass sie bemüht sind, es möglichst gut zu machen.

00:06:41: und weil Sie eben diesen Extremst hohen Anspruch an sich haben, Ich möchte das möglichst gut machen!

00:06:46: Ich möchte mein Baby alles geben.

00:06:50: Fühlen sich dann manchmal zurückgesetzt oder nicht gut genug wenn sie mal irgendwie Eine Sache nicht klappt von den neunneinzig anderen oder hundert anderen, die gut geklappt hat.

00:07:00: Also genau das hör ich tatsächlich sehr häufig und das ist glaube ich auch so ein Thema dass Mütter untereinander gar nicht so viel darüber reden sondern kommt es eben in der Beratungssituation bei uns eher irgendwie zum Thema wer wir dann fragen ja wie läuft es denn?

00:07:16: Wie ist es zuhause?

00:07:16: Wie geht's ihn?

00:07:18: damals haben jetzt noch gesiegt.

00:07:19: Wie gehts ihm eigentlich?

00:07:21: und dann kommt es nochmal anders raus als wenn man eben Ja einer Freundin sich anvertraut und sagt naja eigentlich gar nicht so gut.

00:07:30: Ja wahrscheinlich ist es auch, also allein das Anvertrauen und dann für die Freundinnen ja auch ne?

00:07:36: Also ich meine es ist ja auch nicht wirklich bei jeder Mama so Und wenn's dir als Mama gar nicht geht Es ist ja super schwierig darauf einzugehen.

00:07:43: Deswegen ist natürlich super dass es da Leute gibt die geschult sind und die das halt kennen und sie wissen wie man Mama's auffangen kann, so in dem Moment.

00:07:53: Hast du denn viele Frauen, Victoria?

00:07:54: Die kommen und gar nicht... Also die quasi kommen und sagen nee, ich brauch keine Hilfe aber die einfach so tausend Fragen haben.

00:08:03: Ja, haben wir auch also gibt es auch.

00:08:05: Es gibt tatsächlich beides wo einfach der Wunsch ist wie bereite ich mich gut drauf vor.

00:08:12: Aber tatsächlich weinen die meisten Frauen bei mir hinter Beratung.

00:08:16: Also das kommt ganz häufig vor dass dann ja oder dass dann vielleicht doch ein Tränchen mal fließt oder das sie dann merken, boah wie viel trage ich eigentlich gerade so mit mir rum.

00:08:26: Und dann ist da einfach dieser neutrale Raum... Ich kenn' Sie nicht!

00:08:29: Wir sind uns persönlich vorher nicht begegnet und es auch irgendwo anonym.

00:08:36: Dann hat man auf einmal diesen Raum die Distanz, das loszulassen und dann merkt man eigentlich, oha,

00:08:43: also geht's

00:08:43: mir eigentlich...

00:08:45: Weil ich das selbst reflektiert hab in dem Moment, weil du mich damals gefragt hast wie es mir geht oder ob ich beschreiben soll wie die Situation ist und alle Dämme sind gebrochen.

00:08:54: Du hast dann nur still und heimlich diese Taschentuchpackung einmal rübergeschoben und hast mir auch den Raum gegeben das alles einmal rauszulassen.

00:09:00: aber wenn man das erste mal alles ausspricht was man sich voll vielleicht nicht getraut hat einmal auszusprechen aus sich selbst gegenüber einzugestehen.

00:09:06: deshalb kann ich mir da schon vorstellen wie viele weinen

00:09:09: ja und dass ist auch voll okay.

00:09:10: also Natürlich ist es jetzt nicht so, dass mir das egal ist auf keinen Fall.

00:09:15: Aber das muss manchmal auch raus, die sich weinen dürfen ohne dass es irgendwie als ganz schlimm ist weil Tränen machen ja häufig Ja, so machtlos das Gegenüber.

00:09:27: Dass man dann nicht weiß was mache ich denn jetzt?

00:09:29: Ich muss irgendwie sagen na na ist schon nicht so schlimm es alles in Ordnung und Das ist auch okay auch einfach mal zu weinen und sagen zu dürfen Es ist gerade nicht alles wunderbar es ist gerade Nicht Alles super toll auch wenn's auf papier so wie du beschrieben hast sein müsste dass das ja eigentlich alle super warum war ich eigentlich?

00:09:46: darf ich wein?

00:09:47: das sind ja dann auch häufig so fragen die So im inneren monolog wahrscheinlich mitlaufen.

00:09:54: Ja, kann ich mir gut vorstellen.

00:09:55: Auch wenn man weint ist ja dieses... Der ganze Körper lockert sich ja irgendwie, ne?

00:09:59: Du hast das Gefühl wie so ein... Man darf die Erschöpfung, die man vorher die ganze Zeit aufrecht gehalten hat Die darf jetzt einfach mal stattfinden.

00:10:10: Und man darf, wie soll ich das sagen?

00:10:11: Danach ist man immer so erlöst.

00:10:12: Meine Tochter hat gestern Abend die Konnte nicht schlafen und dann meinte sie am liebsten würde ich jetzt weinen.

00:10:17: Nicht so rum.

00:10:18: Danach kann man immer gut schlaffen!

00:10:20: Ich dachte okay also es ist ein bisschen... Man ist danach so er löst auf eine Art

00:10:25: Es war auch Stressabbau, dass einfach alles einmal rauszulassen und einem auch alles zu benennen dabei zu weinen ohne dass man erwartet hat, dass du eben sagst Nanna is schon gut weil das mir so gut getan hat, geredet hast oder gesagt hast, naja du solltest aber glücklich sein und ist doch eigentlich ganz toll alles.

00:10:42: Oder nicht?

00:10:43: Das hat so gut... Genau!

00:10:46: Es ist doch alles gut.

00:10:47: Ja das ist es nach außen hin ja auch und das hast du zu keinem Zeitpunkt gemacht.

00:10:51: Das war auch sehr schön.

00:10:53: Und wie bist du auf die Babylotsen aufmerksam geworden?

00:10:56: Ich hatte davon schon mal gehört in dem Anmeldegespräch im Krankenhaus meine ich wurde das angesprochen dass die Babyloten vorbeikommt nach der Geburt.

00:11:05: Ich habe das aber alles abgetan, weil mir geht es ja gut.

00:11:08: Das passiert mir ja nicht!

00:11:09: Das passiert nur Leuten die vielleicht in Existenzkrisen sind oder die irgendwelche anderen... ...anderen Schwierigkeiten haben und das passiert ja nicht mehr.

00:11:16: Deshalb hab ich den Zettel ganz hinten rein gesteckt.

00:11:17: Naja, das ist mir egal.

00:11:18: und auch die Babydotsin, die im Krankenhaus vorbei kam.

00:11:21: Ich hab sie gesehen und sie hat mich auch gefragt und ich war noch so unter diesem alle gratulieren, alle sagen einfach nur Es ist so toll dass ich mich gar nicht getraut habe ihr zu sagen.

00:11:28: Ich weiß nicht können Sie vielleicht kurz hier bleiben?

00:11:30: Dann habe ich auch nichts gesagt.

00:11:32: Achso im Krankenhaushal war schon eine dich aufgefangen?

00:11:36: Oder ist das normal, dass in der Klinik... ihr arbeitet ja mit in der klinik zusammen.

00:11:40: Dass dann einfach eine Babylotsin quasi auf der Station ist?

00:11:44: Ja genau also In der Klinik wird auch ein Bogen ausgefüllt.

00:11:48: Je nach Klinikum ist das unterschiedlich, wir sind nicht in jeder Kliniken Hamburg aber in denen den wir sind wird ein Bogan ausgefült manchmal vorgeburtlich, manchmal nachgeburtlig und wenn dann Hinweis darauf ist dass es einen Beratungsbedarf geben könnte bei der Mama oder bei der Familie Dann kommen wir vorbei nachgebürtig.

00:12:06: Manchmal vorgeburtlich und dann wird eben Gesprächsangebot gemacht Wenn da irgendwas ausgefüllt war.

00:12:11: vielleicht war bei dir nichts ausgefülltes deswegen Tatsächlich nicht jede Mama angesprochen.

00:12:17: Aber das Wissen ist da, dass man die Bibelots noch ansprechen könnte und es so im klinischen Kontext.

00:12:23: Und wir beide sind ja über die Praxen in Kontakt getreten also bei einer Kinderarztpraxis.

00:12:28: Genau wie lief das denn da?

00:12:29: Also weil dann hast du gesagt ne brauche ich nicht oder...

00:12:32: Genau, ich hab die Karte zwar behalten.

00:12:33: Die habe ich auch immer noch.

00:12:34: Das ist so eine Erinnerung.

00:12:36: Aber ich hab gesagt, nein, es ist alles ganz wunderbar und in der Kinderarztpraxis wurde zu den U-Untersuchungen vielleicht kannst du gleich sagen, zu welchen das nochmal genau war, wurde ein Fragebogen ausgegeben und den sollte ich ausfüllen.

00:12:46: und da geht es um die persönliche Situation.

00:12:48: Und die Frage der Ärztin war voll noch wie fühlen sie sich?

00:12:52: Und ich sagte ja, ganz wunderba und habe mich diesen Frageboden... Ich hätte mich nicht getraut ihr zu sagen eigentlich nicht gut weil sie auch sagt, dass Baby sieht gut aus Sie sehen ganz gut aus es sieht okay aus.

00:13:02: Und dann habe ich diesen Fragebogen ausgefüllt und manche Fragen haben so etwas in mir ausgelöst,

00:13:07: was sind das für Fragen?

00:13:09: Wie voran?

00:13:10: erinnerst du dich noch?

00:13:11: Genau,

00:13:11: es war die Belastung.

00:13:13: Man benennt seine eigene Belastungen und zwar losgelöst davon was objektiv fühlbar ... Was man objektifühlen darf!

00:13:20: Sondern wie fühlst du Dich wirklich?

00:13:21: Fühlst Du Dich

00:13:22: belastet?!

00:13:23: Und das war eine der Fragen und ich fühlte mich so wahnsinnig belastete.

00:13:27: Eine war auch ein Glücksempfinden.

00:13:29: Wie oft haben sie sich glücklich gefühlt oder wie oft haben Sie gelacht?

00:13:33: So habe ich das irgendwie in Erinnerung.

00:13:34: Dann dachte ich kurz an die letzten Monate.

00:13:38: Voller Überzeugung sagen gar nicht.

00:13:40: Oh, krass

00:13:41: ey!

00:13:41: Und dann hab ich ihr diesen Fragebogen zurückgegeben und sie hat den angeguckt.

00:13:45: und dann bin ich auch schon in Tränen ausgebrochen und sagte ja aber so ist es jetzt.

00:13:48: und dann nickte sie mir schon ganz liebevoll zu und sagte die Babylose meldet sich bei ihm.

00:13:52: und ich war so dankbar dass ich nicht selber nach Hilfe fragen musste sondern das ich in dieses Hilfsnetz gefallen bin.

00:13:57: was er glaube ich so gedacht isst

00:13:59: Genau, ja.

00:14:00: Was ist

00:14:00: das für eine ohne Suche?

00:14:02: U-Trei, ich glaube bei dir war es auch die U-trei.

00:14:05: Genau u-trei u-fünf und o-sechs, das wird standardmäßig bei allen Kinderarztpraxen denen wir vertreten sind einfach ausgegeben und das kriegt jede Mama vorgelegt.

00:14:13: und da sind eben so Fragen wie geht's ihnen gerade?

00:14:16: Auch sind sie alleine ziehen kann ne Frage sein?

00:14:19: Genau!

00:14:20: Sind Sie grade erschöpft oder besonders belastet?

00:14:22: Auch finanzielle Themen können ein Thema sein.

00:14:25: So ne?

00:14:26: Und dann habe ich Kontakt zu dir aufgenommen Und das ist auch so gedacht, wir kriegen die Kontaktdaten natürlich mit Einverständnis.

00:14:33: Also die Masse werden nicht einfach pauschal ins übergeleitet sondern wir fragen also oder die Praxis fragt erst mal nach darf denn die Bibelutsen Kontakt herstellen?

00:14:43: und dann müssen die Mamas oder die Familien sich erstmal damit einverstanden erklären dass wir das tun kriegen die Daten und nehmen dann Kontakt auf.

00:14:52: Und ist es denn so weil du sagst Mama oder Familie?

00:14:54: Es geht aber erstmal vor nämlich erstmal Der Kontakt findet zur Mama erst mal statt.

00:14:58: Ist das so?

00:14:59: Also wenn wir ehrlich sind, ja natürlich sind wir Ansprechpartner für die ganze Familie.

00:15:03: Wir wollen jetzt die Papas nicht ausklammern oder auch gleichgeschlechtliche Familien oder queere Familien aber in der Regel ist es ja eher die Mutter, die dann beim Erstgesprächen der Praxis ist oder die dann eben diesen Bogen ausfüllt.

00:15:18: Genau also ich habe auch tatsächlich Väter, die den Bogen ausgefüllt haben und es kommt auch vor aber mehrheitlich sind schon eher die Mütter

00:15:25: Ja, die... ja meistens sind es die Mamas, die dann so die ersten Untersuchungen machen und so.

00:15:30: Das kennt man doch aus der Kinderarztpraxis.

00:15:32: Und wenn du sagst Praxen das heißt die Arztpraxis muss selber aktiv werden also ich als Kinderärztin oder Gynäkologin sagst du auch eine gynäcologische Praxin musst den Bedarf erkennen und sagen hey Babylotsinn klingt mega und das könnte für meine Patientinnen gut passen.

00:15:49: Da möchte ich das mal irgendwie mit anbieten, oder wie läuft das?

00:15:51: Ja genau.

00:15:52: Alle kriegen einfach ein Timbogen zu.

00:15:55: Das heißt unabhängig davon ob die Ärztin oder der Arzt denkt, die könnte das jetzt gut gebrauchen sondern einfach wirklich jede Person, die zu einer U-Untersuchung... In die Kinderarztpraxis kommt diesen Bogen vorgelegt, wirklich jede.

00:16:10: Zu U-III, U-V oder O-VI Oder in der Gündepraxis dann eben in der Früh oder in der Spätschwangerschaft und nochmal nachgeburtlich.

00:16:18: Da gibt es noch mal diesem Bogen wo man nochmal ganz spezifischer nach postpartale Depressionen schaut.

00:16:24: Genau Weil eben wirklich jede Person, die in der Praxis natürlich ist zu diesem Zeitpunkt den Bogen bekommt kann sie auch theoretisch Klienten von uns werden.

00:16:36: Wenn sie einverstanden damit ist wenn dann Bedarf besteht und die Praxis leitet uns dann den Bogan weiter.

00:16:43: Okay Und was ist der Unterschied zwischen Babylotsinnen?

00:16:48: Zum Beispiel Dulas oder Hebammen?

00:16:51: Was macht ihr anders oder welchen bedarf Deckt ihr ab?

00:16:55: Also wir sind keine Medizinerin.

00:16:57: Wir haben kein medizinisches Wissen, also einige Kollegen sind tatsächlich... Wahrscheinlich

00:17:02: sind das auch Leute, die

00:17:03: wäre einsteigen,

00:17:04: kann ich mir vorstellen oder...?

00:17:06: Nee nicht ganz!

00:17:06: Die haben einen Studium gemacht der sozialen Arbeit.

00:17:10: aber wir sind Hauptsache Pädagoginnen und Erziehungswissenschaftlerin, haben soziale Arbeit studiert, das ist so.

00:17:18: unser Hintergrund Genau, wir beraten die Familien zu allen möglichen Themen rund um die Geburt.

00:17:25: Das kann wirklich dieses breite Spektrum sein.

00:17:28: Dulas und Hebammen sind ja auch während der Geburt dabei.

00:17:31: das sind für nicht.

00:17:31: also wirklich ihnen jetzt nicht in den Kreisseil mit rein.

00:17:35: und auch so bei medizinischen Fragen verweisen wir auf die Hebamme.

00:17:39: Die kennen sich viel besser mit der Versorgung aus von den Babys.

00:17:42: aber so diese... Bedarfserkennung, würde ich sagen.

00:17:45: Zu fragen was braucht es denn noch außer zu gucken dass Mutter-Kind medizinisch gut versorgt sind?

00:17:52: Da sind wir dann dafür da um eben diese Lücke zu schließen wie unser Projekt vielleicht überhaupt entstanden ist.

00:17:58: das beantwortet die Frage vielleicht auch nochmal.

00:18:01: man hat nämlich früher sehr stark aufs medizinische geguckt und gesagt okay sind ja gut versorgen Medizinisch alles unauffällig.

00:18:08: Ja, so wie du sagst ist noch ein Paper.

00:18:11: Genau!

00:18:11: Und die Frage ist aber was braucht es denn noch?

00:18:14: Also das Mutter-Kind-Familie gut zu Hause wieder ankommen können.

00:18:19: Das braucht manchmal mehr als zu gucken wie ist das medizinische und wenn da alles Gutes dann wird sie entlassen sondern eben auch ja gibt es vielleicht noch andere Themenbereiche wo Belastungen einfach sind oder es müssen ja nicht mal Belastung sein Sorgen, Ängste.

00:18:35: Was kommt auf mich zu?

00:18:36: Und das ist das wo wir einfach mit Ansätzen versuchen ja Zulutzen also überzuleiten in die Angebote

00:18:44: und da ist wahrscheinlich auch der Weg ich sag mal wahrscheinlich gering Schwelliger als wenn ich jetzt sage, ich muss eine Therapeutin aufsuchen oder so.

00:18:53: Das heißt also ihr... Ich sag mal man fängt bei euch an und wenn ihr jetzt merkt ist es so dass du sagst ey das ist jetzt wirklich tough talk wir müssen da.

00:19:00: ich muss das mal weiter geben dann arbeitet ihr wahrscheinlich auch mit dem PsychologInnen zusammen und gebt die weiter?

00:19:06: Oder gelauft er's?

00:19:07: Leider nicht!

00:19:07: Also so viel Macht hätten wir gerne.

00:19:09: Aber wer weiß vielleicht wird es irgendwann mal eine psychologische Notversorgung geben auf die wir zugreifen können.

00:19:16: Die gibt's leider nicht.

00:19:17: aber einfach genau die Frauen, die den Bedarf eigentlich haben.

00:19:21: Zumindest das formulieren können?

00:19:22: Also das ist manchmal gar nicht so klar oder sich das auch eingestehen zu dürfen... Ich brauche jetzt eine Therapie!

00:19:29: Das ist jetzt auch gar nicht ein einfacher Satz, den mal eben zu jagen.

00:19:33: Ja, voll meintest

00:19:34: du ja auch selber einen.

00:19:35: Du hast ja gesagt also was war denn?

00:19:38: wie war das Gefühl als du diesen Bogen ausgefüllt hast?

00:19:42: beziehungsweise deine Kinderärztin hat ja dann oder eure Kinder Ärztin halt dann gesagt hier füllen sie immer aus und du so Okay, und dann hast du es gemacht.

00:19:49: Und wie ging's weiter?

00:19:50: Dann hat Victoria dich angeschrieben.

00:19:52: Genau, sie hat mich angerufen

00:19:54: oder angerufen ja...

00:19:55: ...und es ist mir schon in dem Moment als dem dieser Bedarf erkannt war, als einfach ich irgendwo mal ganz kurz sagen konnte Ich glaube nicht dass das gesunde gerade ist, ich glaube nicht, dass es mir wirklich gut geht.

00:20:07: Das hat mir so eine Last genommen endlich das Gefühl hatte und es liegt nicht daran, dass ich's niemandem erzählen konnte.

00:20:14: Ich hab' es einfach auch nur nicht

00:20:15: gemacht.".

00:20:15: Du hast wirklich

00:20:16: keiner erzählt?

00:20:16: Du hast noch nicht mal dein Mann gesagt

00:20:17: so... Ja also meine Hebamme... Also

00:20:19: richtig richtig!

00:20:20: Genau so richtig richtig habe ich das nicht gemacht.

00:20:22: Ich habe es immer wieder angedeutet aber er war ja auch so glücklich.

00:20:26: Er sagte auch einmal zu mir und das war auch ein Moment.. Es gibt nichts Besseres als einen Kind zu haben.

00:20:34: und in dem moment da brach auch nochmal so viel mit mir zusammen weil Ich empfinde große Freude darüber, dass er das so empfindet.

00:20:41: Er hat auch gesehen, dass es mir nicht gut ging und immer wieder zugeredet, Hilfe zu holen.

00:20:46: Und ich hab gesagt, brauch ich nicht!

00:20:48: Das ist nur ein bisschen Anpassungsschwierigkeit.

00:20:51: Weil ich das auch nicht zugeben wollte, dass alle so glücklich sind mit ihren Kindern ... Also so schien es mir zu den Zeiten.

00:20:57: Das

00:20:57: ist nämlich auch das Ding, wer wahr ist?

00:21:00: Weil viele darüber vielleicht nicht gesprochen haben oder weil ich nicht die richtigen Dinge konsumiert habe umzusehen dass es das gibt dann das konnte ich nicht richtig zugeben und er wollte mich unterstützen.

00:21:08: aber Ich hab' das nicht richtig wahrgenommen Und dieser Kontext hat mir das dann leicht gemacht.

00:21:12: nur als du angerufen hast Dann haben wir uns verabredet Dass sich in die Räumlichkeiten der Baby-Lotsen komme und ich hatte endlich das Gefühl da kann ich vielleicht das alles mal aussprechen ohne dass jemand von mir irgendeine Erwartung hat, ohne dass jemand die jemals formuliert hätte.

00:21:26: Aber das ich nicht sagen muss zu jemandem der mir gesagt hat oh du bist bestimmt so glücklich dann zu sagen nein stopp bin ich nicht es ist so und so sondern ich wusste da ist jetzt jemand professionelles der mich nicht verurteilt er mich nicht kennt ja und so sind wir dann zusammengekommen und dann bin ich zu den Babylotsengangen.

00:21:41: dann begann dann begannen meine Heilungsgeschichte zu dem moment.

00:21:46: also ich war dann ja bei euch und wir haben gesprochen und du hast mich eigentlich erst mal sprechen lassen sehr lange in meinem Gefühl.

00:21:55: Genau, also ich muss erst mal gar nicht so viel sprechen.

00:21:57: es geht ja eher um dich und deine Geschichte und ich gucke dann... Ich versuche dann zusammen zu sortieren, zu gucken was brauchst du denn eigentlich?

00:22:06: Wahrscheinlich

00:22:06: stellst du so deine drei vier Fragen und weißt schon und dann geht's los.

00:22:11: Also kann ich mir vorstellen oder es gibt wahrscheinlich so eine Eingangsfrage?

00:22:13: Oder kannst du, merkst du schon okay.

00:22:16: Die hat sich dieses Muster ausgesucht um was zu unterdrücken und weißte es gibt ja Frauen die im Perfektionismus hast du mir vorhin im Vorgespräch gesagt.

00:22:24: Eigentlich ist das fast auffällig wenn du in einem Wohnung kommst als zu einer frisch gebackenen Mama und da ist alles perfekto-belly, alles ist schicki schicky dann weißt du eigentlich schon so... Da müssen wir mal gucken.

00:22:36: Genau, das sagen eher die Hebammen, ne?

00:22:38: Aber wir machen keine Hausbesuchers per se.

00:22:41: Wenn irgendjemand zu normal kommt, die gerade

00:22:43: webe, dann ist alles so

00:22:44: schick!

00:22:45: Ja, also richtig weiß ich das nicht.

00:22:47: Also ich weiß es einfach nicht... Ich finde man sieht dass manchen Leuten auch überhaupt nicht an manchmal merksischen okay die Person wird wiegt sehr traurig und der könnte schon was sein aber im Endeffekt weiß sich das einfach nicht und höre mir erstmal an die Mama für ein Anliegen hat oder die Familie und was dafür Fragen einfach bestehen.

00:23:07: Und versuche zu helfen das auch zu formulieren, weil manchmal ist da auch einfach dieses Gefühl, da ist irgendwas aber man weiß es selber gar nicht und dann die eigene Worte auch dafür zu finden, was braucht sie nun eigentlich?

00:23:20: Das versuche ich dann zu verknüpfen mit den tatsächlichen Angeboten, die es gibt, was denn da am passendsten wäre und eben auch zu schauen dir, also in dem Fall am besten weiterhelfen.

00:23:34: Und es kann ja wirklich alles mögliche sein was im Endeffekt hilft und ich kann auch gar nicht sagen, ich kann nur eine Klientin miteinander vergleichen gibt da... Also die Themen können ähnliche sein.

00:23:44: aber die Bedarfe, die Ressourcen, also was auch selber schon einfach an eigener Kraft da ist, aber auch was an eigenen Sorgen da ist das ist so unterschiedlich.

00:23:52: Das kann man gar nicht so vergleichend.

00:23:55: Das

00:23:57: waren mehrere Angebote, die du mir damals gemacht hattest.

00:23:59: Das eine war direkt die Tagesklinik UKE auch für postpartale Depressionen.

00:24:04: Du hast es mich auch noch mal gesagt.

00:24:06: Du musst das selber nicht hinein hören und fühlen.

00:24:10: Und das habe ich auch... Das andere war ein Bonding-Bart.

00:24:14: Das ist auch etwas, das hab' ich noch nie gehört.

00:24:16: Ja, dass wir noch nie gehören!

00:24:17: Also für Frauen, die ... Ich glaube mit unterschiedlichsten Konstellationen, während der Geburt nicht diesen Moment erlebt haben den sie vielleicht hätten erleben wollen wird das Baby und das ist jetzt glaube ich ganz grob.

00:24:29: Also das müssen diejenigen die das anbieten besser erklären Das Baby wird noch einmal in einer ganz ruhigen Situation, man wird auch vorbereitet in eine ganz ruhige Situation nochmal nackig in eine kleine Badewanne gelegt Und dann machen wir nochmal nacked auf dem Körper so wie es wie der natürliche Geburtsvorgang wäre.

00:24:46: Und für viele kann das ganz heilsam sein, für mich war es auch sehr heilsamm diesen Moment erleben zu dürfen.

00:24:52: Mein Sohn kam dann nicht mehr auf die Welt was in dem Moment ja mein Wunsch gewesen war und das war ein schöner Abschluss nochmal dieser ganzen Geburtserfahrung.

00:25:02: Also es war total schön, das habe ich dann auch wahrgenommen mit denjenigen die das anmietet.

00:25:06: Die hat dann auch so eine emotionale erste Hilfe geleistet, die ich mir dann geholt hab

00:25:11: und... War das schon der Erste?

00:25:12: War das der erste Schritt, den du gemacht hast oder wie die erste Maßnahme sag' ich jetzt mal?

00:25:16: Ja also eigentlich war die erste, dass ich mir eingestanden habe, dass sich eigentlich die Tagesklinik bräuchte und haben dann all meinen Mut zusammengekratzt in einem Nachmittag, an dem's mir besonders schlecht ging da einmal anzurufen und dann war ... Ich weiß das nicht mehr genau, besetzt oder keine Sprechzeit.

00:25:31: Und da hat mich dann auch der Mut verlassen und auch das Gefühl, dass ich mich wieder beschleche.

00:25:35: Naja vielleicht nehme ich jemanden den Platz weg, der es mir braucht.

00:25:37: Vielleicht geht's mir gar nicht so schlecht.

00:25:39: Vielleicht jammer ich auf so hohem Niveau.

00:25:41: Vielleicht sollte ich einfach nur glücklich sein.

00:25:44: Genau!

00:25:45: Das habe ich mir sehr viele Monate gesagt.

00:25:47: Morgen ist es wahrscheinlich wieder vorbei.

00:25:51: Es war viel Scham damit verbunden.

00:25:52: was sage ich denn anderen?

00:25:54: Also wie soll ich das eigentlich anderen gegenüber kommunizieren, dass ich so was brauche?

00:25:58: Das ist ja

00:25:59: vor allem Tagesklinik klingt halt auch immer sofort so krass.

00:26:01: Ja!

00:26:02: Das klingt jetzt so als würdest du so ein... kriegst du einen Bändchen an

00:26:06: den Arm und dann

00:26:06: bist du irgendwie acht Stunden weg siehst dein Kind nicht und

00:26:09: versagt es alleine.

00:26:10: Du hast komplett versagt als Mutter.

00:26:12: Genau.

00:26:13: Komm mal die ganze Zeit sofort zur Glaubenssätze und so böse Sätze so.

00:26:17: Während ich ja einer Freundin, von der ich das alles hören würde, die würde ich sagen Ja mach das!

00:26:22: Ich unterstützt dich.

00:26:23: Oh mein Gott bitte bleib nicht allein damit hol dir Hilfe Während man selbst mit sich so streng ist.

00:26:30: Und es ist total gemeint und im Nachhinein hätte ich mir damit viele Monate glaube ich noch erspart und hätte viel früher mehr Glück empfinden können oder in meiner Mutter Rolle ankommen können, hätte ich mehr Hilfe damals in Anspruch genommen.

00:26:42: Aber es ist nun mal wahnsinnig schambehaftet auch sich selbst gegenüber.

00:26:45: Ich will da gar nicht anderen so die Schuld geben aber mir selbst das einzugestehen war jeder schwerste.

00:26:50: Ja

00:26:50: ja, aber ich verstehe das total.

00:26:51: Das Ding ist ja aber auch so.

00:26:52: je länger man das aushält, desto größer wird ja auch die Wunde ne?

00:26:55: Deswegen ist es so mega wichtig drüber zu sprechen und zu sagen hey!

00:26:58: Es ist ... Total äh... Kommen ist jetzt doofes englisches Wort.

00:27:03: Zwar schon nachmittag Ich habe nicht so viel geschlafen.

00:27:06: Es ist unter frisch gebackenen Mamas, dass die diese Gefühle haben und das es okay ist und man sich da nicht so fertig machen soll.

00:27:14: aber es ist halt einfach so eine riesige Hürde.

00:27:16: deswegen ist es halt super cool, dass es zumindest schon mal dieses Zettel gibt!

00:27:21: Und dass es zumindest schon mal Frauenärzinnen oder Kinderärztin gibt.

00:27:27: Wollen Sie sich den Zettel vielleicht doch noch mal angucken?

00:27:30: Ich versuche dieses Check-in jetzt bei meinen Freundinnen zu machen.

00:27:32: Ja, super!

00:27:33: Und eben nicht zu fragen wie geht's denn sondern wie hast du geschlafen?

00:27:36: Wie war die Nacht?

00:27:36: Wie fühlst Du Dich?

00:27:37: Wann hast Du das letzte Mal gelacht?

00:27:39: Hattest Du ein schönes Wochenende?

00:27:40: Hättest Du Spaß um irgendwo selber rauszufühlen?

00:27:44: wie ist diese Situation bei derjenigen?

00:27:45: weil es halt eben auch ähnlich sein kann?

00:27:48: Und eben diese Diskrepanz zwischen wie solltest du dich fühlen, wie fühlst du dich?

00:27:52: Wie möchtest du dich denn fühlen.

00:27:54: Also du sagst deinen Freundinnen oder fragst sie quasi auch die Fragen ja noch aus dem Bogen kennst so ungefähr.

00:28:00: Hast du schon eine Freundin wo du das entdeckt hast?

00:28:04: quasi?

00:28:05: Ich würde es ihnen auch nicht reinreden.

00:28:06: aber ich glaube dass auch viel schon helfen kann dass sie sich gesehen fühlen zumindest in diesen Gefühlen Denn nicht jedes negative Gefühl ist ja auch gleich ne Depression.

00:28:18: Viele Frauen kennen das.

00:28:19: Die Sonne geht unter und man denkt schon, die Nacht bricht herein.

00:28:22: Das wird ganz schlimm und ich habe Angst davor.

00:28:24: Bei manchen geht es aber einfach nach ein paar Tagen oder Wochen weg.

00:28:27: Ich versuche ihm das Gefühl zu geben, ich kenne das auch.

00:28:29: Wenn die Sonne untergeht, wirds erst mal ein paar Wochen lang ... Schlimm oder ein unangenehmes Gefühl.

00:28:36: Aber eben mit dran zu bleiben und zu gucken, dass sie sich nicht alleine fühlen.

00:28:39: Ich gehe auch deshalb mit meiner Geschichte relativ offen um weil ich dann das Gefühl habe wenn etwas ist kann man ja mit mir darüber sprechen.

00:28:45: Und ich freue mich über jede von meinen Freundinnen die sagt Das empfinde ich nicht so Oder das.

00:28:50: ich finde es so leicht.

00:28:51: da denke ich auf wie schön und gucke mit einem Nicht missgünstigen sind einem neidischen Augen denke auch wie schön für dich und freu mich einfach darüber.

00:28:59: jetzt auch gängert Ja klar okay.

00:29:01: und dann hast du das Bonding-Bath oder wie heißt das?

00:29:07: Genau,

00:29:08: und habe diese emotionale Hilfe in Anspruch genommen.

00:29:10: Und war sehr viele Monate da!

00:29:12: Ich kann es jetzt nicht ganz genau sagen aber ich war wöchentlich da.

00:29:16: Also ihr habt euch durchschrauben gesehen

00:29:17: ihr beiden?

00:29:18: Nein, ich hab dieses Bonding Bad das hab'n nicht ich angeboten sondern die Stelle...

00:29:22: Achso du warst so lange beim

00:29:24: Bondingbad?!

00:29:26: Genau, bei dieser... So ist das

00:29:27: eine einmalige Aktion.

00:29:29: Ist es auch aber die, die das anbietet bietet auch eben emotionale erste Hilfe an.

00:29:34: Das schien mir... Niedrigschwelliger als ein Therapieplatz.

00:29:38: Und das war auch der richtige Rahmen, ich hatte ja immer mein Baby noch dabei und es waren dann auch immer Mittags.

00:29:43: aber ich hatte auch mehrere andere Angebote bekommen.

00:29:46: nicht alle davon habe ich dann gemacht aber zum Beispiel die Eltern-Schule dass man vielleicht mit anderen Müttern in Kontakt kommt, dass man irgendein Termin hat bei dem man andere Frauen sieht was ähnliches haben wobei dieser Part bei mir nicht ganz so gut funktioniert hat weil ich mit Frauen umgeben war zumindest augenscheinlich oder wie sie es selbst erzählt haben, ihr so leicht haben.

00:30:06: Weil denen's so schön ist und gar keine Probleme haben die so gut angekommen sind bei den alles super geklappt hat.

00:30:13: Sei es ihnen bitte gegönnt wenn das alles gestimmt hat und da war ich dann habe mich direkt als Außenseiterin gefühlt und hab das dann relativ schnell dann kassiert weil dass mir nicht gut getan hat darüber zu sprechen.

00:30:25: Ja verstehe ich

00:30:26: Aber andere Angebote haben mir wiederum daraus geholfen und mich auch selbst immer wieder zu reflektieren, gerade nach diesem Bonding-Bad.

00:30:34: Und auch danach diese emotionale Erstehilfe.

00:30:36: immer wieder darüber zu sprechen ist loslassen zu können und auch zu hören es ist okay und wir gucken weiter will gehen Schritt für Schritt Tag für Tag und irgendwann wird das besser.

00:30:47: Das heißt du hattest dann musstest dann wahrscheinlich einfach jede Woche erzählen wie's dir geht?

00:30:50: Und hast du dann richtig gemerkt dass es dir immer besser... oder hattest du dann wieder so richtige Downs, kamen wieder Phasen von Babys.

00:30:58: Manchmal schlafen die auf einmal gut und dann hast du mehr Schlaf und automatisch eine bessere Laune?

00:31:02: Meins nicht!

00:31:05: Es war auch viel an den Schlaf gebunden.

00:31:08: Das ist ja nicht.

00:31:09: jeder kennt, das ist eine Foltermethode.

00:31:11: Mein Kind schlief einfach sehr schlecht, also rein objektiv, sehr schlecht für ein Kind und zwar auch sehr lange.

00:31:17: Also, forty-fünf Minuten waren schon langes Stück.

00:31:20: Aber das ist auch einfach Folter oder Victoria?

00:31:23: Das ist doch Folter!

00:31:24: Ganz ehrlich, es ist wie in so einem

00:31:27: Knast.

00:31:27: Sorry, wie das klingt aber ich kenne das auch noch so dass ich irgendwann dachte, ich werde verrückt Ich werde... Verrückt

00:31:32: und zum Baby schreien.

00:31:33: Das löst ja auch ganz viel aus, einfach einen dauernden Babyschrein zu hören selber unter Schlafmangel zu sein.

00:31:38: das ist auch einfach anstrengend und es darf auch so benannt werden und ich glaube da fehlt auch häufig die Sichtbarkeit also genau für solche Momente oder auch genau für solche Lebensphasen.

00:31:49: wie sichtbar wird denn gemacht?

00:31:51: Wie es Frauen eigentlich geht nach der Geburt?

00:31:54: Wie sichtbaar ist es auch was sie schaffen?

00:31:56: Also einfach wie krass das eigentlich ist ein Baby auf die Welt zu bringen!

00:31:59: Wie krass ist das eigentlich ein Kind einen Tag lang zu versorgen.

00:32:02: Also das ist eigentlich eine Meisterleistung, aber es wird ja so selbstverständlich abgetan und das finde ich auch so.

00:32:12: das Traurige dran dass diese krasse Leistungen die Frauen tagtäglich bringen, die ist halt null sichtbar.

00:32:17: also das wird bagatellisiert.

00:32:20: oder wenn dann ist es im Rahmen von.

00:32:22: Ist das noch gut genug anstatt?

00:32:24: Das ist so gut was ihr alle macht und das ist so krass einfach was ihr da leistet.

00:32:29: Eigentlich müssten Mamas auf jeden Fall Das ist doch das höchste was geht als auf mehr adventurelcher Aufgabe.

00:32:37: Ich habe letztens irgendwie gesehen, da war so ein Native American und der hat irgendwie gesagt in deren Kultur die Frau sowieso aber dann noch mal die Frau als Mutter quasi... Also da geht nichts drüber und die wird komplett auf Händen getragen.

00:32:54: Und ja, ist so wie eine Göttin für dener.

00:32:58: Die wird richtig verehrt und gehegt und gepflegt.

00:33:00: Wie eine ganz zarte Blume weil dadurch entsteht Leben und wird Leben erhalten und wird ein Mensch geformt.

00:33:09: Stimmt aber das ist dann auch so bisschen eure Aufgabe als BDB-Lotsinn.

00:33:13: wahrscheinlich siehst du dich wahrscheinlich auch so ein bisschen als... also nicht, wie soll ich das sagen?

00:33:17: So ne Refolutzerin für uns Mamas!

00:33:20: die für dieses Thema einsteht, ne?

00:33:22: Hoffentlich.

00:33:22: Also meine Kollegen, ich auf jeden Fall einfach Mütter zu unterstützen, Familien zu stärken auch im Endeffekt für das Baby so dass da auch einfach je besser die Familienstrukturen von vornherein sind und je besser man gute Bedingungen schafft, dass es auch den Eltern gut geht umso besser geht's dann ja auch dem Baby.

00:33:41: Und nimmst du das manchmal selber als Babylutzern auch mit nach Hause.

00:33:45: Also die Geschichten von den Familien, von den Mamas oder kannst du da komplett damit abschließen?

00:33:50: Doch klar.

00:33:51: Natürlich ich nehme dir auch mit nach Hause zu einem bestimmten Rahmen aber irgendwann ist es auch okay und irgendwann kann ich das gut loslassen.

00:34:01: Geschichten, die berühren einen immer wieder.

00:34:04: Also ich an Muni habe auch noch gedacht einfach weil ja da ist jemand der macht sich dann auch so verletzbar in dem sie ihre Geschichte erzählt hat.

00:34:14: und klar das ist einem ja auch nicht egal auch wenn man das häufiger hört oder professionell isst.

00:34:19: Ja jede geschichte ist dann immer berührt ein wieder aufs neue Sonne Und Muni wann ging es dir dann irgendwie besser?

00:34:26: wie alt war dein Sohn?

00:34:29: Einen halb.

00:34:30: Es war schon wirklich sehr, sehr lang.

00:34:33: Und das lag auch sicherlich daran dass ich die Hilfe nicht so in Anspruch genommen habe wie ich sie hätte sollen und weil meine jede Situation ist individuell.

00:34:43: Ich glaube aber nur dass es noch viel schlimmer gewesen wäre welch nicht in das Netz der Bibelotsen gegangen Hättest du mir nicht schon allein dass ich mich gesehen gefühlt habe in dem Moment als ich da saß und du mir zugehört hast nicht kommentiert hast mit, ich hab mich auf mein Kind gefreut.

00:35:01: Deshalb kenne ich diese Gefühle alle nicht und das stimmt

00:35:04: dir.

00:35:04: Das finde ich so unverschämt!

00:35:07: So was vergiss man dann auch nicht ist jetzt schon Jahre her aber es wird nie vergessen.

00:35:10: Ja das sitzt natürlich dann auch noch mal doppelt wenn man eh schon traurig ist und das Gefühl hat man versagt und dann kommt jemand und sagt so nach dem Motto naja also für mich war das alles ganz genau du bist ein bisschen komisch scheinbar in Klammern

00:35:22: Und ich habe mich auf mein Kind gefreut, so gerierte mir in dem Moment natürlich noch viel mehr.

00:35:25: Ich hab' mich nicht gefreud', ich bin undankbar!

00:35:29: Ist es vielleicht auch alles erfunden oder mein eigenes nur Gefühl?

00:35:33: Das tut einfach wahnsinnig weh... Du hattest mich gesehen in dieser Situation, dass mich sprechen lassen.

00:35:39: Ich weiß es noch genau.

00:35:39: Mein Baby schlief so in der Trage und ich juckelte dann in diesem Raum hin und her damit er bloß nicht aufwachte, damit ich diesen Schwall an Worten die ganze Zeit rausbekommen kann, die alle irgendwo gewartet haben Und er bitte dann schläft und nicht schreit und nicht weint und nicht irgendwas gerade in dem Moment von mir braucht.

00:35:54: Aber das war ein richtig guter Anfang weil ich eben von dir gehört habe Es ist okay, du brauchst offensichtlich Hilfe.

00:36:03: Ist es nicht eingebildet?

00:36:07: Du hast das nicht erfunden!

00:36:08: Das ist nicht alles total easy.

00:36:10: Deshalb gebe ich dir jetzt die Sachen und ich ging mit denen nach Hause und hatte dann auch ein bisschen mehr Offenheit eben in meinem Partner darüber zu sprechen um zu sagen, diese Situation ist so.

00:36:19: Und wir müssen jetzt irgendwie gucken dass es besser wird.

00:36:23: Jetzt erst im Nachhinein fühle ich viele Dinge wie krass sie eigentlich waren Ich noch hätte mehr, deshalb in dieser Tagesklinik Geschichte wie viel mehr Hilfe ich gebraucht hätte.

00:36:34: Gerade jetzt wo ich ein anderes Wochenbett erlebt habe eine andere Babyzeit es haben sich auch andere Umstände verändert.

00:36:41: damals hatte ich ja auch meine Familie nicht hier Und das ist, glaube ich ganz typisch ja auch Frauen.

00:36:47: Die eigentlich ein gutes selbstständiges Leben führen und alles für sich können und niemanden brauchen... ...und dann plötzlich brauchen sie ganz viel!

00:36:54: Dann ist Mama nicht da, Papa nicht da und Familie nicht da.

00:36:57: So war es bei mir auch jetzt in meine Eltern nach Hamburg gezogen.

00:37:00: Ich bin jetzt in eine absolut privilegierten Situation.

00:37:02: Mega!

00:37:03: Jetzt ist alles anders.

00:37:05: Klar, ich bin auch da anders rangegangen, mich anders vorbereitet aber das war damals so ein klassischer Pfeil, glaub ich auch.

00:37:12: Also das ist jetzt anders.

00:37:14: Gab's

00:37:14: dann irgendwie den Moment, wo du... also wenn man somit sich beschäftigt ist beziehungsweise nicht nur rein gedanklich sondern auch einfach emotional und dann den Zugang zum Baby die ganze Zeit sucht und man kriegt nicht dieses, wie du schon sagst, dieses Gefühl von Man guckt den an und liebt ihn einfach.

00:37:31: Oh Gott fangen wir jetzt nicht

00:37:32: an!

00:37:32: Ja, es war richtig schlimm.

00:37:35: Es gab so einen Moment, in dem du den angeguckt hast Und dachte, ey du bist mein Baby und wir sind ein.

00:37:42: So Gott ich heulen auch schon!

00:37:43: Ich weiß es auch noch nicht.

00:37:44: Wir haben leider keine Tasche.

00:37:45: natürlich ja hier wo es unsere Victoria

00:37:47: wusste.

00:37:47: Die Baby wartet.

00:37:49: Die

00:37:49: du so gerannt auf der Ecke holst.

00:37:51: Die steht eigentlich immer da.

00:37:53: Es ist schon schlimm weil ich mir das sofort gewünscht hätte... ...und ich habe auch immer noch ein schlechtes Gewissen hingegen, dass sich das nicht fühlen konnte, weil er das ja nicht schuld ist.

00:38:04: Er ist perfekt, er ist perfekt auf die Welt gekommen.

00:38:07: Er ist in allem perfekt und dass ich ihm das nicht geben konnte.

00:38:12: Und ich hoffe, dass es ihn nicht in seinem Leben jemals beeinträchtigen wird wie das für mich damals war weil er kann nichts dafür.

00:38:22: Ich habe diese Gefühle jetzt und schaue ihn an und sage ihm, dass er jetzt sehr alt genug geht, sagt er immer lass mich!

00:38:29: Will zu Papa.

00:38:30: Aber es gibt ganz viele Momente, in denen ich mich dann frage wer unsere Beziehung jetzt vielleicht anders ... hätten wir eine andere Zeit gehabt.

00:38:39: Was bin ich schuld?

00:38:40: Was trägt er noch mit sich in all den Jahren, weil man immer sagt die erste Zeit ist so wichtig und das Bonding ist so wichtig.

00:38:47: Und ich habe aber alles gemacht.

00:38:49: Ich hab High Functioning.

00:38:50: Ich habe alles gemacht, ich habe ihn getragen, geliebt, gestreichelt.

00:38:53: Aber was ich gefühlt habe, ist halt, dass es so schwierig war.

00:38:57: Aber ja jetzt mittlerweile, und das habe ich dann eben auch gemerkt nach diesen anderthalb Jahren, dass ich das total zulassen konnte diese Liebe Aber dass ihm nicht alles immer gleich so eine große Verliebtheit in sein eigenes Baby ist, was sich jedem wünscht.

00:39:11: Dass das passiert nach der Geburt aber manche Liebe halt einfach auch erst wachsen muss.

00:39:16: Total!

00:39:17: Das ist ja auch nicht so.

00:39:18: das Herz... Manchmal ist es nicht so, dass das auf einmal so groß wird und vor allem... Boah ich weiß das auch noch.

00:39:24: also ich kann es total nachempfinden.

00:39:27: Ich weiß nicht wie es dir beim zweiten Kind ging, aber das ist dann auch nochmal ne Umstellung.

00:39:33: Hattest du Angst vor dem zweiten Kind und vor dem zweiten Wochen mit wahrscheinlich was zu?

00:39:37: Echt

00:39:37: besorgt.

00:39:38: Total,

00:39:39: ich hatte einerseits die typischen Ängste.

00:39:41: So lieb man sein zweites Kind noch mal so wie das erste und dann hatte man sich gerade schon so eingegangen.

00:39:44: Wie soll

00:39:45: denn da noch kommen?

00:39:46: Genau!

00:39:46: Und andererseits hätte ich natürlich Angst, dass genau das Gleiche nochmal passiert.

00:39:50: Ich hatte auch Angst davor, habe es auch in der Klinik angesprochen.

00:39:53: Ich hab jeden darauf angesprochen, habe gesagt diesmal, wenn das passiert, ich muss sofort Hilfe bekommen.

00:39:58: Im Zweifel brauche ich Medikamente oder was auch immer.

00:40:00: Das darf nicht nochmal sein, das überlebe ich nicht nochmal.

00:40:03: Die Wahrscheinlichkeiten sind ja nicht so gering, dass es auch nochmal sein kann... Und zum Glück ist es mir nicht passiert.

00:40:09: Ich hatte das Gefühl, der ... ich hatte mich für ein Wunschkaiserschnitt entschieden wollte, vieles selber unter Kontrolle haben und es war wunderschön.

00:40:16: Dieses Baby kam auf die Welt sich schrie, mir kamen die Tränen, hab sie im Arm gehalten und denke seitdem du bist mein größtes Glück zusammen mit deinem Bruder und traure dann umso mehr noch mal dieser Zeit hinterher weil ich weiß, es hätte auch anders sein können.

00:40:31: Andererseits wäre alles anders kommen, hätte wäre könnte Vieles anders, aber jetzt das zweite war total heilsam.

00:40:38: Aber es ist voll gut, dass du da noch mal so eine

00:40:40: heilsame

00:40:40: Reise mit deiner kleinen Tochter...

00:40:42: Hätte ich nie gedacht!

00:40:43: Ich habe von Anfang an gesagt er bleibt das einzige Kind und das war's für mich.

00:40:47: Überlebt das nicht nochmal?

00:40:48: Das war viel zu krass, viel zu belastend und ich kann das keinem zweiten kind auch antun im Zweifel sowas zu erleben.

00:40:55: Und dann kam sie in unser Leben und das ist jetzt einfach nur schön.

00:41:00: Oh, wie schön.

00:41:00: Das freut mich voll für

00:41:01: dich!

00:41:02: Es ist wirklich richtig, richtig schön die beiden.

00:41:04: Ach süß ey... Aber ich dachte gerade weißt du wenn du so High Functioning wie du gesagt hast warst als Mama?

00:41:11: Meine

00:41:11: Wohnung war übrigens auch immer perfekt.

00:41:12: Wenn ich hier bin kam es war alles mal perfekt.

00:41:15: Ja,

00:41:16: das glaube ich.

00:41:16: The same.

00:41:18: Die.

00:41:19: aber es ist ja so.. Ich glaub schon dass du hast deinen Kind total versorgt.

00:41:24: Ja immer.

00:41:24: Es

00:41:24: ist ja nur wahrscheinlich, ich weiß nicht Victoria wie du das siehst.

00:41:28: Dein Gefühl ist ja nicht das Gefühl des Kindes, ne?

00:41:31: Also vielleicht hat er ihm... Er hat genau das bekommen was er gebraucht hat und du hast nur in deinem... In deinem Gefühl von ich bin nicht wertvoll genug.

00:41:41: Ich mach' das hier alles

00:41:41: nicht richtig

00:41:43: für dich wahrgenommen dass ihm vielleicht etwas fehlt aber vielleicht hat ihm eigentlich gar nichts gefehlt und euer Bonding ist total da gewesen!

00:41:48: Für ihn zumindest und für dich hat es einfach lange gedauert.

00:41:52: Ich hoffe das sehr, weil ich habe alles.

00:41:55: Jedes Schrein war halt eben für mich ... Mein Herz, ich fühle das auch immer noch diese Übelkeit, die mir aufsteigt, wenn ich in ein Auto steige.

00:42:03: Was das bedeuten kann, wenn man nur drei Minuten irgendwo hinfahren muss zum Kinderarzt mit seinem Kind?

00:42:08: Das empfinde ich alles noch.

00:42:10: Also ist so tief in mir drin dieses Schreien, dieser High-Pitch Voice im Kopf, die ich jetzt ja nicht mehr höre und immer rüberschaue zu meiner Tochter an dem Sitz.

00:42:19: Und schreist sie jetzt auch!

00:42:20: Und ich irgendwie mag's die Autofahren.

00:42:22: Aber ich hoffe, dass er weiß ... Ich hab ihn niemals weinen lassen und immer im Arm gehabt.

00:42:27: Ich habe alles getan!

00:42:29: Egal auch wenn es alle forty-fünf Minuten waren aufgestanden, tragen in den Schlaf tragen.

00:42:34: Ich hab das immer gemacht.

00:42:35: also ich hoffe... Das ist für ihn so wie du gesagt hast.

00:42:39: Also ich kann mich dann noch an etwas erinnern, nämlich aus unserer Beratung.

00:42:42: Ich habt dich gefragt, wenn er schon sprechen könnte was wird der mir erzählen?

00:42:47: Wie er dich sieht?

00:42:48: Da hast du mir so schöne Sachen gesagt

00:42:51: Da

00:42:54: hast du gesagt, dass er sich geliebt fühlt und dass du alles für ihn machst.

00:42:58: Und das konntest du damals auch sagen.

00:43:00: Auch wenn dich selber irgendwie wahrscheinlich nicht als gut genug in dem Moment gefühlt hast.

00:43:05: aber genau du hast es sagen können.

00:43:08: Ich habe auch und ich würde auch von Anfang an und jetzt alles für ihn tun.

00:43:13: Es hat mir einfach nur so weh getan, dass er dieses Gefühl nicht in mir ausgelöst hat wo von alle immer gesprochen haben von diesem großen Glück und dem Ankommen und alles ist so toll das es einfach so so schwer war für mich

00:43:28: Frauen, die da quasi prädestiniert für sind.

00:43:32: Kann man das sagen?

00:43:32: Fast ist nicht Frauen, ... ähm gerne Kontrolle haben über ihr Leben zum Beispiel oder die ähm weiß ich nicht ja generell so perfektionistisch veranlagt sind und dann quasi auch... So viel Erwartung schon mitbringen!

00:43:46: Auch wenn sie sich das nicht eingestehen,

00:43:48: ne?!

00:43:48: Ich habe auch immer gedacht nach easy und so und bei Geburtsvorbereitungskursen weiß ich noch.

00:43:52: hat noch jemand eine Frage und ich war so nöh wird schon alles und so.

00:43:56: na und In Wahrheit aber habe ich es auch mir selber nicht eingestehen wollen, dass ich krasse Erwartungen hatte und dachte das muss auf jeden Fall perfekt laufen.

00:44:05: Ist das so Typ Mensch der da so für...

00:44:08: Bestimmt, also ich würde sagen bestimmt auch.

00:44:11: Es gibt schon Faktoren die das natürlich nochmal begünstigen.

00:44:14: zum Beispiel eine psychische Vorerkrankung kann da auch mitwirken.

00:44:18: es kann aber auch sein dass einfach ein Unterstützungsnetzwerk fehlt also dass da eben dieses Dorf nicht da ist was so höchreich wäre das einfach ja wenig schlaf körperliche Themen, die dann so aufkommen wie einfach extrem körperlich auch belastet sein.

00:44:36: Eine schirrige Geburt erlebt zu haben das kann auch ein Thema sein.

00:44:40: und ja auch wie du sagst Die Erwartung.

00:44:42: Wie soll das sein?

00:44:44: Auch tatsächlich Frauen hochgebildet sind, die ganz viel Unabhängigkeit vorher gekannt haben.

00:44:51: Die auf einmal da dieses Baby auf sich liegen haben und jetzt richtet sich alles nach den Bedürfnissen des Babys.

00:44:58: Frauen, die gelernt haben wie kann ich mich perfekt selbst versorgen dass es mir total gut geht?

00:45:03: Und dies gleiche Perfekt soll dann auch noch zusätzlich fürs Baby gelten.

00:45:08: also nicht nur sich selber weiterhin total gut versorgn können die perfekte Partnerschaft führen, dass da auf der Ebene alles Gutes und dann kommt noch mal Baby hinzu.

00:45:17: Ja das ist schwer!

00:45:18: Und

00:45:19: das trifft

00:45:20: wahrscheinlich Frauen irgendwo eher, die sich ganz viel damit auch beschäftigen, die ganz viel reflektiert haben, die ein Leben geführt haben, das superunabhängig war.

00:45:31: Jetzt ist da dieses Baby und es richtet sich alles um die Bedürfnisse im Baby.

00:45:42: wie so eine Versklafftheit.

00:45:43: Das klingt so gemein,

00:45:44: aber ich weiß noch nicht, ob ich irgendwann so dachte, ey, ich kann nicht mehr... Es ist ... Ich bin eines Sklarvigen der Liebe!

00:45:52: Da gibt es auch einen Lieb von Harpekeckling Aber ja Wie gefesselt?

00:45:56: Und wenn man vorher alles kannte, ich weiß noch dass mir das so bewusst geworden ist.

00:45:59: Es gab so ein Standardweg immer irgendwo zur Post dann noch irgendwie Kleidung von der Wäsche abholen und dann noch kurz bei Edik rein mit irgendwas kaufen.

00:46:08: So Spaßgetränk oder irgendetwas.

00:46:11: Das war plötzlich nicht mehr, weil mit dem Auto konnte ich es ja nicht machen, das Babywein sonst.

00:46:15: Ich konnte es nur mit der Tragemann viel zu weit weg und dann alles mit der Hand tragen.

00:46:18: Kinderwagen ging auch nicht, das hat man so nicht akzeptiert.

00:46:22: Ich war plötzlich so unfrei.

00:46:23: Ich weiß noch, dass ich weinend einmal meinen Mann angerufen habe und gesagt hab, ich wollte einfach nur Blumen kaufen!

00:46:28: Ich wollt einfach nur drei Blumen pflanzen... Und ich kann das nicht mehr!

00:46:31: Ich kann nichts mehr!

00:46:33: Mein Leben ist vorbei!

00:46:35: Das ist so bitter weil in dem Moment wüsste ich... Das ist nur eine Phase und natürlich, ein kleines Baby braucht es mich.

00:46:42: Und das wird alles besser.

00:46:43: Und irgendwann sind sie groß und sagen Tschüss Mama viel Spaß!

00:46:46: Dann kann man bessere Relationen setzen.

00:46:48: aber in dem Moment weiß von diesem Ich kann alles machen zu ich kann nichts mehr machen mein Leben ist vorbei ich kann nie wieder Glück empfinden ich kann nicht wieder was alleine machen ohne dass ich zu hundert Prozent abhängig bin von Schlafenszeiten schrei Zeiten Windelzeiten Was mein Kind akzeptiert oder nicht?

00:47:05: Das fand ich total krass.

00:47:06: Und dieses Gefängnis, das sich so um mich herumschloss... Viele kennen das in irgendeiner Ausprägung, aber mein Leben ist vorbei.

00:47:14: Das ist auch ein harter Gedanke und den auszusprechen, dass man sich so fühlt.

00:47:19: Man liebt dieses Kind, hat es sich gewünscht.

00:47:21: Aber trotzdem empfindet man das in dem Moment, weil viele Dinge nicht mehr gehen?

00:47:25: Es gibt ja auch den Begriff Regretting Motherhood.

00:47:29: Ich hab mal mit einer Frau gesprochen, die das Thema behandelt Aber da ist es halt wirklich so, wenn du die Frage beantwortest mit Wenn du das jetzt nochmal entscheiden dürft.

00:47:43: Das würdest du dann machen.

00:47:45: Wenn du darauf sagst Nein!

00:47:47: Dann hat sie das gesagt.

00:47:48: Ist nicht meine Definition.

00:47:50: Dann ist es tatsächlich also regretting motherhood aber wenn du Ich würde es noch mal so machen, aber das Ergebnis ist so wundervoll.

00:47:59: Ich würde nichts anders machen.

00:48:01: Und dir geht's so schlecht und du hast ein Gefühl von eingeschlossen sein.

00:48:04: Aber gleichzeitig liebst du den Diskrepanz dabei?

00:48:09: anstrengend.

00:48:10: Und es ist so schwierig, das zu formulieren wahrscheinlich

00:48:13: auch.

00:48:13: Ja man kann ja auch nicht sagen ne ich möchte dann das eine ja nicht mehr.

00:48:17: Ich möchte klar habe ich auch es gab auch sicherlich Momente in denen ich nachts gedacht haben was passiert eigentlich wenn ich und dass sind zum Beispiel so gedankliche nachhinein auch krass finde was passiert?

00:48:26: Eigentlich wenn ich jetzt verschwinden würde, wenn ich einfach weg wäre.

00:48:29: Ich will einfach packen und dann komme ich einfach nie wieder wer das was passiert da und man spiraled in diese Gedanken rein.

00:48:37: Aber ich zähle mich auch nicht zu regretting Motherhood, weil ich das nicht anders machen würde.

00:48:42: Ich würde für meine Kinder entscheiden und liebe die, die Zeit war hart aber ... Ich würde es nicht anders machen.

00:48:49: Trotzdem verstehe ich, wenn Frauen das so empfinden weil Mutterschaft halt ebenso viel mehr ist als einfach nur dieses Baby einmal etwas größer bekommen und ich habe auch große Probleme mit vielen Dingen die in unserer Gesellschaft zu Mutterschafft gehören oder die so gesehen werden.

00:49:04: wir haben ja eben noch darüber gesprochen Wenn Mütter einfach mal kurz weg sind dann Ja, wir passen auf und was man so alles auch kennt.

00:49:11: Während auch Väter sehr schnell die ja auch Hilfen bekommen... Also sogar im Krankenhaus hatte die Hebamme als wir zum Kaiserschnitttermin kamen dann auch direkt mein Mann gefragt haben sie gegessen?

00:49:19: Haben Sie denn alles?

00:49:20: Und ich dachte also Entschuldigung!

00:49:24: Ich meine schon für ihn.

00:49:26: aber ja klar und diese Hilfe und Unterstützung kommt Männern ganz oft zu Gute, die ich gerne auch diese Nachsicht und offene Arme usw.

00:49:37: da sehen würde.

00:49:38: Ich würde mich immer wieder für Mutterschaften entscheiden aber das sind schon krasse Gedanken wie man was ist wenn nicht weg?

00:49:46: Ich kann das nicht mehr.

00:49:47: Das ist so ein krasser Einschnitt im

00:49:49: Leben.".

00:49:49: Aber

00:49:50: war es denn bei euch so, dass du auch dachtest ich muss die perfekte Mutter sein und weil das eine gesellschaftliche Rolle mitgebracht hat?

00:49:58: Also hattest du Gedanken von okay das muss halt die Mutter machen, das kann der Vater nicht.

00:50:02: und wenn ich das nicht schaffe dann bin Ja, also gesellschaftlich.

00:50:06: Ich bin einfach da eine schlechte Frau

00:50:07: und ne schlechte Mutter weil

00:50:09: das

00:50:09: einfach gut ist.

00:50:10: Also auch der Anspruch an sich selbst wenn man immer zu ein hundert Prozent unabhängig war dann plötzlich nach Hilfe zu fragen die ich gebraucht hätte.

00:50:17: das konnte jetzt für ihr und sagen Mama kannst du heute Abend was für mich zu essen machen oder uns zu Essen machen?

00:50:23: Weil wir schaffen es nicht!

00:50:24: Und dann eben nicht so sagen naja gut ich habe ja das Kind also könnte ich ja noch etwas essen Hilfe fragen, Dinge auch zu sourcen einfach und zu sagen ich schaffe das nicht.

00:50:33: Ich schaff nicht XY zu machen dafür muss sich jetzt ein Dienst in Anspruch nehmen oder ich hol mir das Essen wird geliefert, was auch immer.

00:50:40: Oder es ist eben halt nicht perfekt und es hat eben X nicht gemacht.

00:50:44: Das konnte ich nicht.

00:50:44: Ich wollte eigentlich auch diese Form sein.

00:50:47: ach bei mich sieht so leicht aus.

00:50:49: So ich bin Mutter aber trotzdem ist mein Haus perfekt und das ist perfekt.

00:50:51: Und alles ist gepflegt.

00:50:52: Aber ansonsten läuft alles so.

00:50:54: Genau.

00:50:54: Ein bisschen Arbeit mache ich auch noch und alles ist wunderbar.

00:50:57: Und das haben wir auch Freunde im Nachhinein gesagt dass da so einfach aussieht oder bei dieser so einfach aus wie so ist bei mir so schwer und ich denke ja weil es gefegt war.

00:51:04: Deshalb sah das so aus und nicht, weil ich das so empfunden hab.

00:51:08: Das habe ich mir auch selber zuzuschreiben, wenn man es selber ja auch von sich erwartet.

00:51:12: Keiner und schon gar nicht viele nahestehen gut, aber anders erwarten.

00:51:15: Ja, das ist ja ... Man hat ja diese Dispositionen, aber du wirst ja auch eine Geschichte, warum du bist wie du bist.

00:51:22: Warum du dachtest, du musst das alles alleine schaffen?

00:51:25: Und ich finde es schwierig, warum manche Frauen... nicht auch die Unterstützung einem zukommen lassen, den man selber so gebraucht hat.

00:51:32: Eine Freundin von mir hat jetzt gerade ein Baby bekommen das ist jetzt noch glitzeklein.

00:51:37: ich hab versucht wir haben gekocht wir haben es vorbei gefahren Wir machen und tun um bisschen Unterstützung zu geben.

00:51:44: Wieso war das manchmal so dass ich manchmal sogar geweint habe oder gesagt habe manchmal geht's so schlecht Und die Konsequenz war oh Ende der Geschichte.

00:51:53: warum kann man dann nicht ein bisschen?

00:51:56: Warum sind wir nicht so ne Sisterhood?

00:51:57: Wieso kommt dann nicht was, das ist halt traurig im Nachhinein.

00:52:01: Ich möchte es anders machen.

00:52:04: Viele wissen's einfach auch nicht.

00:52:06: Vieles ist nicht so bewusst und wenn du noch gar nicht Mama bist ... Dann denkst du halt okay die wird schon irgendwie rocken weil das geht ja von alleine und dies ist ja sonst immer eine unabhängige Frau gewesen.

00:52:18: Die wird es schon schaffen gerade die.

00:52:20: also wenn einer Dann die Moni, die kriegt das hin.

00:52:23: Weil sie hat es ja immer alles geschafft so, ne?

00:52:25: Und wenn man dann einmal fragt und sagt, nee, alles okay, dann denken die, ahja ok ist ja auch Moni.

00:52:28: Stimmt, ne!

00:52:30: Ja, das ist schwierig für beide Seiten glaube ich, aber deswegen umso besser dass es dann halt Babylotsen gibt.

00:52:35: Wenn es Menschen gibt, die sich halt drum kümmern.

00:52:36: Aber klar im Endeffekt ist natürlich das geil zu sagen.

00:52:39: Ahja ok du kommst ein Kind... Ich mach einfach ungefragt

00:52:43: zwei Wochen

00:52:44: Ich hab einfach Essen hier, just saying.

00:52:46: Und dann komm ich und da klingelig!

00:52:48: Und dann kann ich auch sagen, ey ich will dich auch gar nicht sehen, ich stell's dir vor die Tür.

00:52:50: ob das ist oder nicht... Ist mir egal

00:52:52: Aber es ist da.

00:52:53: Ja, und ich hatte solche Schätze jetzt auch beim zweiten Mal mit ... Ich bringe dir einen Einkauf vorbei.

00:52:59: Ich bin sowieso da!

00:53:00: Was brauchst du?

00:53:00: Und ich weiß dass sie nicht so da war.

00:53:02: Ich weiß das die das Ding schon hat.

00:53:04: Ich muss nicht reinkommen.

00:53:05: Obwohl ich diesmal viel lockerer war und gesagt habe, komm rein, mich hat das beim ersten Kind total gestresst, wenn irgendwie vorbeigekommen ist.

00:53:11: Jetzt war ich eher froh, sie mein zeigen zu können.

00:53:14: Wir haben uns als in der Partnerschaft anders aufgestellt.

00:53:17: Schlaf priorisieren.

00:53:18: Mein Schlaf hat Prio eins.

00:53:21: Ja, ist schon nicht so schlimm.

00:53:23: Ich hab das ja auch selber dann immer gesagt, ich muss mich hier nicht noch mal hinlegen.

00:53:27: und das passiert jetzt und viele Sachen haben wir auch anders gemacht und das hat auch geholfen.

00:53:34: Und

00:53:34: wie war das für deinen Mann?

00:53:35: Also erst mal, wie war das überhaupt für ihn nicht so leiden zu sehen?

00:53:39: Wie hat er dir ...

00:53:39: Ich glaub ganz

00:53:41: viel.

00:53:41: Jetzt im Nachhinein sagt der auch ich weiß nicht warum du keine Hilfe annehmen möchtest.

00:53:44: Ich hab dich doch immer wieder gefragt und es stimmt auch er hat auch immer wieder gefragt Und ich habe immer wieder dieses aufrecht erhalten wollen von ich kann das doch.

00:53:52: Ich schaff das

00:53:53: schon.

00:53:53: So

00:53:53: schlimm ist ja nicht genau und sind so ganz komische.

00:53:58: Es ist

00:53:59: ganz blöd, wie sich das so ineinander verzweigt hat.

00:54:02: Weil er auch immer sagt ich wollte es ja auch doch und das stimmt auch und Ich wollte es nicht so und das war auch war auch blöd Und auch die Hebamme hatte uns da auf einmal darauf kurz angesprochen weil wenn man wieder zur Arbeit ging nach der nach seiner seinen Elternzeit Ich weinte und sagte, ich würde alles geben um mit dir zu tauschen.

00:54:21: Ich wollte einfach nur raus mal was anderes machen.

00:54:23: Und das können auch schon viele nicht verstehen wieso es doch das Beste ist, das Schönste ist du zu Hause bleiben kannst.

00:54:27: Es hat mich so eingehängt diese Wände die kamen immer näher.

00:54:30: Dann sagt sie ja vielleicht brauchst du ein bisschen... Nein!

00:54:32: Ich brauche nichts, ich brauche nix.

00:54:33: Das ist schon alles gut.

00:54:35: Also hörst du wahrscheinlich oft?

00:54:38: Genau also ganz viele Frauen berichten ja auch von Einsamkeit rund um die Zeit dass sie dann eben nicht wieder zur Arbeit gehen dürfen, dass sie dann zu Hause mit dem Baby sind und Sie sind zwar nicht alleine aber Sie haben den ganzen Tag keinen Wort mit einem anderen Erwachsenen gesprochen.

00:54:53: Das Baby ist da, natürlich ist das Baby da, aber es sagt einem nichts zurück irgendetwas.

00:54:58: wenn man was erzählt hat und ich kann mir schon vorstellen, dass es ein ganz großes Gefühl der Einsamkeit auch erzeugt zum einen diese ganzen Gefühle mit sich herumzutragen, sich vielleicht auch scharmbahafte zu fühlen ein schlechtes Gewissen zu haben und dann hat man auch noch keine Resonanz dazu, sondern man ist einfach die ganze Zeit damit alleine.

00:55:17: Für die Frau ändert sich ja unglaublich viel nach der Geburt, der Körper ändert es sich psychisch, hormonell, beruflich... Und das macht schon echt viel aus einfach, ne?

00:55:29: Die Eigenautonomie und das sind so Faktoren, die können auch sowas dann herbeiführen dass eine Postpartal Depression entsteht und sich auch manifestiert.

00:55:40: Moni, wie hast du dich durch die Unterstützung vielleicht noch irgendwie ... also das Mama-Bild verändert?

00:55:47: Also dadurch dass du mir auch immer wieder gut zugesprochen hast und ja alles als Valide hingestellt hast.

00:55:53: Du hast immer gesagt, es ist so okay!

00:55:56: Und ich unterstütze dich einfach oder sie in dem Fall, dass es besser wird.

00:56:02: Das hat viel verändert, dass sich das Gefühl hatte... Ich kämpfe jetzt gegen den Anteil, der schlecht ist.

00:56:08: Aber ich bin nicht schlecht!

00:56:09: Und das hast du auch immer wieder betont und auch in den Werden-Email-Kontakt aber auch telefonischen Kontakt.

00:56:15: Bei dem Babylotsinn oder bei meiner Babylotzin ganz besonders.

00:56:19: was mir in Erinnerung geblieben ist, dass dieses Angebot wird gemacht und damit würde man nicht alleine gelassen.

00:56:25: Danach gab es immer wieder die Nachfrage.

00:56:28: Hast Du was davon wahrgenommen?

00:56:30: Wie läuft das?

00:56:30: Wie ist es?

00:56:31: Nicht einfach nur Ich gebe dir das hier sind die Zettel und Tschüss sondern ich mache immer weiter Und ich bin nicht immer dran gegangen, weil es mich auch gestresst hat.

00:56:38: Oder weil ... Ich schämel mich.

00:56:40: Genau und das war dann kein Druck keine bösen Nachrichten.

00:56:44: du bist nicht dran gegangen sondern einfach doch nochmal ein Telefonat und noch mal beim dritten Mal geht man vielleicht doch dran Weil man selber was verändert hat und spricht und sagt Ja, das hab ich gemacht.

00:56:53: Damit geht's mir jetzt

00:56:54: besser.".

00:56:54: Oh, das freut mich!

00:56:55: Das ist doch schön.

00:56:55: Also so eine positive Resonanz zu haben von jemandem und dass dann immer und immer wieder ohne, dass man das Gefühl hat ein schlechtes Gewissen zu haben ... ähm...das war auch schön.

00:57:03: Es ist eigentlich wie die Freundinnen und die gibt nicht auf.

00:57:07: Die gibt einen einfach nicht auf, die macht immer weiter.

00:57:10: Und es natürlich auch schön, ohne dass man jedes Mal selber auf jemanden zugehen muss weil die Kraft hat man ja nicht mehr.

00:57:15: Man hatte eh schon keine Kraft mehr.

00:57:18: Genau für mich ist es irgendwie selbstverständlich, weil ich mir denke ja natürlich also ist voll okay wenn jemand nicht jedes mal rangeht wenn ich anrufe.

00:57:26: Weil natürlich sie hat grad ein Baby bekommen da ist gerade viel los dann ruft sie eben zurück oder auch nicht?

00:57:31: Ich melde mich einfach noch einmal weil wir hatten ja einen Gespräch und ich habe das als positive in Erinnerung behalten.

00:57:37: deswegen nehme ich das gar nicht persönlich wenn sich die Klientin die Mutter da nicht nochmal direkt zurückmeldet.

00:57:44: Also auch total nachvollziehbar.

00:57:46: Warum muss denn jemand immer sofort rangehen und sofort zurückrufen?

00:57:49: Ist ja auch total utopisch

00:57:50: einfach.

00:57:51: Ja klar, für dich ist das klar.

00:57:53: Wenn du dann in der Position von Monibus oder so normal war, dann gerade wenn man eine High Performance Persönlichkeit hat... Und dann kommt jemand nach wie sieht es aus mit deiner Nicht-Performance?

00:58:04: aber es wird ja so... Man denkt ja mal sofort zu ich muss das dann jetzt auch

00:58:06: abliefern.

00:58:08: Ich meine du hast ja Jura studiert.

00:58:10: Das ist absolutes Abliefern Und dann hast du ... Da kommt sofort, wahrscheinlich geht der Schalter wieder an.

00:58:16: Jetzt muss ich hier performen.

00:58:18: Ich ... Was hast du denn jetzt gelernt diese Woche über?

00:58:21: Hast du die Hausaufgaben gemacht?

00:58:22: so, ne?

00:58:23: Ich träume immer noch von meinem Examen.

00:58:24: Oh Gott, das glaub' ich!

00:58:26: Es wird besser mit den Jahren jetzt.

00:58:28: Das ist

00:58:28: geschafft.

00:58:29: Ja, es ist geschafft

00:58:30: vorbei.

00:58:32: Ja cool, vielen Dank.

00:58:33: Ich würde mal also eine Abschlussfrage stellen an euch beide.

00:58:36: An uns und euch.

00:58:38: Und zwar Victoria Woran darf eine Mama merken?

00:58:41: Vielleicht muss ich das gerade gar nicht alleine schaffen.

00:58:45: Indem ich ihr das auch ganz konkret sage, also manchmal mache ich auch so eine Landkarte malen wir auf und gucken wer ist denn schon alles da?

00:58:54: Und wie braucht es noch?

00:58:55: Manchmal braucht es auch nochmal jemand.

00:58:56: Manchmal reicht es wenn der Familie schon da ist vor Ort oder gute Freunde wie nach immer man einfach nah bei sich haben möchte.

00:59:03: und manchmal hilft es einfach nochmal andere Leute drin zu haben professionelle anonyme leute.

00:59:09: und genau also Ich find's einfach wichtig, dass Frauen und Mütter Familien sich gesehen fühlen in ihrer individuellen Situation die sie gerade haben.

00:59:18: Und man einfach guckt was braucht es noch?

00:59:20: Gar nicht im Sinne von oh das habt ihr jetzt nicht geschafft sondern was braucht ist noch?

00:59:25: Und dann kann man gucken wo holt man das her?

00:59:27: Ist ja völlig legitim ne?

00:59:29: Total!

00:59:30: Es klingt so wenn du es erzählst denkt man sehr... Ja warum

00:59:33: auch nicht?

00:59:35: Also für mich ist es tatsächlich total normal und für meine Kolleginnen auch.

00:59:39: also Wir arbeiten alle nach dem Gedanken, was kann man denn einfach noch dazuholen oder wehen?

00:59:46: Dass es ihn mit dem Baby und der Familie gerade einfach besser geht.

00:59:50: Hast du auf jeden Fall eine Gabel für den

00:59:52: Kopf?

00:59:52: Oh, Dankeschön!

00:59:54: Und Moni, was würdest du in einer frisch gebackenen Mama sagen, die gerade an dem Punkt steht, an dem du damals warst?

01:00:01: Also erst mal wünsche ich ihr, dass es dir gut geht und dass sie gut in dieser Mutterschaft ankommt.

01:00:06: Und wenn Sie das Gefühl hat, dass irgendetwas nicht stimmt... Dass sie auch nur im Entferntesten sich das nicht so anfühlt wie es sich hoffentlich anfühlen sollte,... ...dass sie sich früher Hilfe holt.

01:00:16: Denn im besten Fall braucht sie diese Hilfe ganz schnell nicht mehr!

01:00:20: Und im schlimmsten oder so einem Fall hat sie jemanden an der Hand, der sie da durchleitet damit es schnell wieder besser wird.

01:00:27: Damit sie die Kapazitäten frei hat für das was ja das schönste ist dieses kleine Kind was man hat was einem so viel geben kann und mit dem man so eine wunderbare Zeit haben kann und dass man sich das nicht verdunkeln lässt dadurch dass man aus Scham und Unwissen halt dann nicht nach Hilfe fragt.

01:00:46: Auch wenn es super schwer ist, ich weiß das ganz genau aber nach Hilfe fragen kann das Arm und Ohr sein um seine Situation zu verbessern.

01:00:53: Ja

01:00:55: vielen Dank!

01:00:56: Leute, wollte ich grad sagen.

01:00:57: Vielen Dank ihr beiden!

01:00:58: Schön, dass du da wart.

01:00:59: Danke, dass Du Deine Geschichte geteilt hast, Moni.

01:01:01: Danke!

01:01:02: Vielen vielen Dank sehr emotional und danke Victoria, dass Tu uns von Babylotsen erzählt hast... ...und dass Du uns hier so einen Engel aufwängst.

01:01:11: Richtig schön!

01:01:12: Ich wünsch Euch alles lieber.

01:01:14: Sehr gerne.

01:01:14: Danke schon, Monie auch, dass Dich so offen damit umgehen soll.

01:01:17: Das wünsche ich auch einfach, dass Frauen miteinander offener darüber sprechen wie es einem wirklich geht.

01:01:23: Und danke für deine Arbeit.

01:01:31: Vielen lieben Dank fürs Zuhören, ich hoffe ihr hattet eine schöne Zeit mit uns und hört nächste Woche wieder rein.

01:01:35: Abonniert gerne den Podcast damit ihr keine Folge verpasst.

01:01:38: Kommentiert außerdem fleißig hier bei Spotify und folgt uns natürlich auf Instagram.

01:01:43: Echte Mamas Punkt ehrlich gesagt!

01:01:45: Wir hören uns nächsten Wochen wieder euren Ora.

Über diesen Podcast

Echt. Echter. Ehrlich gesagt.

🎆 Neues Cover, 🎶 neuer Jingle, 🎙️neue Stimme.

Der neue Echte Mamas Podcast geht deep: Jetzt spricht Nora Becker mit echten Eltern über echte Gefühle. Und zwar über die schönen, aber auch die schwierigen! Denn wir wissen genauso gut wie ihr: Das Leben als Eltern ist wunderbar erfüllend, kann aber auch fordernd – und manchmal sogar überfordernd – sein.

Nora fragt ihre Gäste das, was sonst keiner fragt. Wir laden euch ein, mit uns zuzuhören, was unsere Gäste wirklich beschäftigt. Herzlich willkommen bei "Ehrlich gesagt"!

Mehr über Echte Mamas erfahrt ihr unter www.echtemamas.de und auf https://www.instagram.com/echtemamas.ehrlichgesagt - jetzt folgen, abonnieren, kommentieren, liken und weitersagen!

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