Echte Mamas: Ehrlich gesagt

Echte Mamas: Ehrlich gesagt

Transkript

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00:00:06: Hallo

00:00:07: ihr Lieben und herzlich willkommen zum Podcast ehrlich gesagt von EchteMamas.

00:00:11: Hier nehme ich euch mit in ehrliche, lustige und tiefe Gespräche mit tollen Gästen!

00:00:15: Es geht um ernste, spannende und bewegende Themen also um alles was uns als Mamas, Frauen Eltern oder einfach Menschen beschäftigt die Familie und das Leben lieben.

00:00:26: Heute zu Gast ihr Liebes eine Frau, die meine Jugend auf jeden Fall so sehr begleitet hat dass ich meinen ersten Hund nach ihr benannt habe.

00:00:38: Es geht in dieser Folge mal wieder um so viele verschiedene Dinger.

00:01:04: Für euch, Milka Loff Fernandes.

00:01:07: Woohoo!

00:01:08: Ich bin so happy!

00:01:09: Ist Moderatorin, Speakerin und Autorin.

00:01:12: Ihr Buch Agent of Joy ist am zehnten Dezember-Zwanzig erschienen Und hat mich neben anderen positiven Anstößen wirklich... ich hab's ja auf eins Komma zwei fünf gehört.

00:01:21: Ich kenn deine Stimme eigentlich nur auf Eins Komma Zwei Fünf.

00:01:23: Das ist meinem schnellen Gehirn geschadet Als zum Joggen gebracht.

00:01:26: Ich habe dir heute Morgen schon geschrieben, ich bin zwei Kilometer gejoggt Aber ey, schon fünf Tag in a row Fünf Tage.

00:01:33: Das hast du mir eingebüst, voll geil!

00:01:35: Wow!

00:01:35: Geil!

00:01:36: Viele kennen dich natürlich noch vom Viva und für alle die dich nicht von Viva kennen kennt man dich glaube ich von jedes Jahr kommt doch die lustigsten und besten Szene von der versteckte Kamera Und du hattest doch diesen phänomenalen Verarschemoment mit Harbe Kerkling und dieser Band erwiesen ihn nochmal.

00:01:58: Ripoli Ich glaub Ripoli

00:02:01: Digger das war... Aber weit, weit vor Google.

00:02:09: Weiß ich gar nicht mehr?

00:02:09: Ich weiß nur noch das ... Ja ja ja, vor Google aber ich weiß noch dass ich das geguckt habe und wir sind gestorben.

00:02:15: Genau Und das wird immer noch gezeigt würde ich sagen jedes Jahr für Jahr und jetzt bist du im Auftrag der Freude unterwegs und ich bin richtig Fan.

00:02:22: erste Stunde Achtung warte ich bin so ein Fan Dass mein erster Hund Ratemann wieder hieß.

00:02:29: Nicht Milka oder?

00:02:31: Doch!

00:02:32: Nicht dein Ernst Du hoffst

00:02:34: keinen Scherz, Milka.

00:02:35: Ich ist bei der Sau nicht schwöre!

00:02:37: Eis Soja!

00:02:37: Oh mein Gott!

00:02:38: First time on Alive fühl ich mich echt geirrt wie geil es da

00:02:41: ist.

00:02:42: Ja meine Mama kam, ich glaube da war ich so, weiß ich gar nicht mehr.

00:02:45: sechzehn, dann war ich schon älter.

00:02:46: Ich weiß gar nicht wann bist du?

00:02:47: Wie lange hast du bei Viva gearbeitet?

00:02:51: Fünf sechs Jahre glaub' ich.

00:02:53: Acht neunzig bis zwei tausend vier

00:02:58: Ja, auf jeden Fall war da was... Ich glaube das war schon vorbei.

00:03:01: Aber ich habe einfach auch den Namen.

00:03:03: Ich wollte den Namen einfach so geil.

00:03:04: Milka von Javermega.

00:03:05: Der hat

00:03:05: bestimmt kein Stück gehört oder?

00:03:08: Oder doch!

00:03:09: Und der

00:03:10: Hund?

00:03:10: Na ja, er war schon ein kleiner Frechter aber er war joyful.

00:03:15: Also er

00:03:15: hat gepasst.

00:03:16: Okay meine Liebe ehrlich gesagt haben wir Frauen verlernt echte Freude zu spüren weil wir so sehr damit beschäftigt sind zu funktionieren.

00:03:24: Ich glaube, wir haben verlernt echte Freude zu spüren weil wir so sehr gelernt haben uns nicht mehr zu spür.

00:03:31: Ich glaube das ist ja auch ein bisschen das Dilemma des Lebens in einem weiblichen oder weiblich gelesenem Körper dass man ganz viele so micro Aggressionen quasi ausgesetzt ist durch weiß ich nicht äußere Bewertungen Vorgaben wie man zu sein hat, wie man nicht so sein hat.

00:03:54: Das lernen wir von klein auf und dabei verlernen wir einfach was es bedeutet einem Gefühl nachzugehen.

00:04:05: ich nehme immer am liebsten das Ding vom Essen alleine beim Essen.

00:04:10: Ich weiß noch das erste mal dass sich mir nicht erlaubt habe Sahne zu essen.

00:04:14: da muss ich irgendwie so vier oder fünf gewesen sein weil Dante Reisle meinte von sahne wird man dick.

00:04:21: Daraufhin habe ich ewig lang, wirklich ewig lange Sahne nicht mehr angerührt.

00:04:28: Ob ich sie mochte oder nicht kann ich rückblickend nicht sagen!

00:04:32: Ich weiß heute dass sich Sahne auf einem Apfelkuchen extrem geil finde.

00:04:37: Sahner auf Eis Spaghetti-Eis mit Sahne Leute, nice!

00:04:45: Sahne ist als Schisel.

00:04:47: Aber ich habe es mir damals einfach nicht erlaubt, weil ich wollte natürlich nicht dick werden.

00:04:52: Weil ich habe verstanden das was Reisle mit Dick konnotiert hat.

00:04:56: Das war schlecht!

00:04:59: Das heißt weil wir nicht schlecht sein wollen oder nicht unangemessen für unsere Umgebung, weil wir dazugehören wollen gönnen wir uns ganz viele Sachen nicht und auch oft dazu, dass wir uns Freude nicht gönnen und das ist so taurig eigentlich.

00:05:19: Deswegen glaube ich auch, dass man mittlerweile dann irgendwann in so einem gewissen Alter die die Kapazität gar nicht mehr hat um überhaupt zu wissen ja worüber freue ich mich eigentlich?

00:05:30: weil als sich meine Mutter gefragt haben meine Mutter ist heute achtundachtzig sie hat mich recht spät bekommen.

00:05:37: in ihrem Leben hat sie sich einfach extrem viel gekümmert Auch nicht, die hatten auch coole Sachen gemacht.

00:05:42: Die hat auch viele Sachen gemacht, die sie einfach so machen wollte aber... ...am Ende vor allen Dingen am Ende ihres Lebens ab dem Punkt das sie Kinder bekommen hat, hat sie sich im Wesentlichen gekümmert um mich und meinen Bruder und dann später um mein Vater der Dement war und Herz krank über zwanzig Jahre seinen späteren Lebens.

00:06:01: Das heißt, sie war die ganze Zeit mit dem Land zusammen?

00:06:03: Dann ist er irgendwann gestorben und dann war die Frage was wilde... Ja genau!

00:06:07: Und dann wollte sie reflexartig sich um meine Kinder kümmern.

00:06:11: Na ja, ich meine die so immer mal bis jetzt achtzig.

00:06:13: Das ist nice aber ganz oft ist es so dass meine Kinder sich um dich kümmern.

00:06:18: also ich würde meine Kinder jetzt nicht unbedingt mit dir alleine zu Hause lassen weil genau das könnte alles passieren und ich dass sie denen irgendwas antun würde.

00:06:28: Aber was ist wenn ihr etwas passiert?

00:06:30: Dann sind die kleinen Kinder da mit ihr.

00:06:35: Das heißt, das ging dann auch nicht mehr so und da meinte ich so weiß was.

00:06:38: aber das ist doch gar nicht schlimm.

00:06:39: Lass doch jetzt die Zeit dass du die fragen kannst.

00:06:42: Was will ich eigentlich?

00:06:44: Was macht mir Spaß?

00:06:45: Wie habe ich mir mein Leben vorgestellt?

00:06:49: von fact turns out hat sie nie.

00:06:52: Sie hat sich ihr Leben nie vorgestellt Krass!

00:06:57: Und das war für mich so traurig.

00:07:00: Da hab' ich gedacht boah das ist...das is hart.

00:07:03: dass es wirklich hart, das möchte ich nicht erleben.

00:07:07: Diesen Fehler möchte ich auch nicht begehen und das macht für mich so ein Beweis dafür, dass wir Frauen uns über vieles definieren, über viele, viele Rollen schon von Kindesbeinen an aber niemals über die Rolle der Frauen.

00:07:22: und das bricht dann auf spätestens wenn die Hormone zusammenbrechen was sie ja nicht tun.

00:07:30: Wenn wir so in die Perimino-Pause kommen, wird das nur kleinbunt und komisch.

00:07:34: Weil dann haben wir nämlich nicht mehr den hormonellen Buffer der das Ganze ein bisschen lahm legt.

00:07:41: Also der verhindert dass wir das hinterfragen.

00:07:45: Und wenn wir das hinter fragen, dann beginnen viele Frauen oft ihr ganzes Leben zu hinterfragen oder sich überhaupt zu fragen warum sie am leben sind.

00:07:56: Und tatsächlich ist es so, dass zwischen fünffvierzig und fünffünfzig sind Frauen noch einmal ganz besonders anfällig für Depressionen.

00:08:06: Und auch für Suizid.

00:08:08: Da sehe ich eine große Gefahr.

00:08:10: Ich glaube, dass darin aber auch gleichzeitig eine Chance liegt wenn wir unsere Aufmerksamkeit richtig lenken und uns die richtigen Fragen stellen.

00:08:23: Darum geht's ja auch in diesem Buch.

00:08:27: Boah Alter, du hast mich jetzt voll gekriegt ey.

00:08:30: Weil ich finde es echt traurig.

00:08:32: Ich habe gerade so an meine Oma gedacht.

00:08:33: also meine Mama ist noch jünger als deine Mama.

00:08:35: die ist erst irgendwie Anfang sechzig, zweiundsechzig dreiundsechsig und ich glaube die hat schon mehr darüber nachgedacht.

00:08:40: aber wenn ich dran denke so meine Omas zum Beispiel... Also die ist auch einfach Man hat das gemacht, was man machen sollte.

00:08:49: Aber ich habe auch mal das Gefühl dass Frauen irgendwie unter anderen Bedingungen groß werden bzw.

00:08:55: unter anderen... Da wird mehr aufgepasst, dass du dich bloß nicht zu viel freust so ungefähr.

00:09:02: und wenn man sich zu viel Freut oder wenn man zu fröhlich ist oder wenn es zu laut ist und so dann kriegt es immer sofort die Überschrift Ja, die ist irgendwie ein bisschen komisch.

00:09:12: Die ist ein bisschen crazy Weißt Du?

00:09:15: Weil ich glaube auch nicht Ich weiß ja nicht, wie alt sind deine Kids eigentlich?

00:09:21: Die sind neun und dreizehn.

00:09:24: Ah okay!

00:09:25: Und meine sind ja zehn und jetzt fast acht.

00:09:31: Und ich merke schon in deren Freundendinnenkreis, sag' ich mal, da sind schon viele Mädels die das glaube schon viel früher gehört haben, dass sie sich halt nicht zu laut freuen sollen und das überhaupt nicht sowieso generell nicht so laut sein sollen.

00:09:44: Und die dann mit Kindern, die vielleicht sowas nicht so oft gehört haben wahrscheinlich wie deine oder meine jetzt auch nicht, die richtig erschrocken sind über so freie Mädels weißte?

00:09:55: Und ich finde manchmal ist Freude ja auch für andere total anstrengend muss ich schon sagen weißt du kennst du das wenn deine Kinder so voller Freude sind und mega durchdrehen Und du denkst irgendwie nur so, Alter ich habe gerade gar keine Zeit dafür.

00:10:06: Ich muss mich konzentrieren und dann fällt einem schnell so ein Satz raus und ich glaube das ist früher noch viel mehr gesagt worden.

00:10:13: wahrscheinlich passen wir da besser auf aber dieses nicht so laut jetzt nicht geh mal weg.

00:10:19: oder die gesellschaftlichen Norm so du darfst nicht zu dick werden.

00:10:24: Ich glaube das hat sich schon ein bisschen verändert, aber ich verstehe es total was du sagst.

00:10:28: Und dann...ich fand ja mega spannend in deinem Buch die Verbindung zwischen Freude und Wut, ne?

00:10:32: War das auch die Nummer mit Hestia, dieser griechischen...mit dieser Göttin?

00:10:37: Ja!

00:10:37: Das fand ich ganz spannend.

00:10:39: Hast ja vielleicht auch dann in der Phase ab Fierzig-Fürmvierzig dass die Wut darauf über diese Enttäuschung, dass man das nie durfte, dass das wie so eine.

00:10:50: Also ich habe das so empfunden wie als wäre das eine Vorbotin oder so ne Beschützerin, die dir sagt hey deine Wut sagt alter deine Freude kommt zu kurz.

00:10:58: Passt das irgendwie zusammen?

00:10:59: Habe ich das richtig verstanden?

00:11:01: Das hast du super verstanden!

00:11:03: Ich finde ja auch dass wir uns als Frau ganz viele Gefühle nicht erlauben gar nicht mal nur als Frau.

00:11:10: aber ich spreche jetzt zu Frauen und ich hab mich auch entschlossen dieses Buch für Frauen zu schreiben.

00:11:17: Manche Gefühlen sind Komot, ja?

00:11:20: Die sind okay für die Gesellschaft und manche Gefühle haben wir gelernt zu rationalisieren.

00:11:26: Und beziehungsweise zu... Ja genau also die haben wir gelern so ein bisschen auch in Schacht zu halten.

00:11:33: Wut ist vor allen Dingen für Frauen eine davon.

00:11:36: es gibt genügend Bücher dazu über diese weibliche Wut alle spannend und ich finde man sollte sich mit weiblicher Wut wirklich auseinandersetzen vor allem wenn man viel davon hat.

00:11:51: Irgendwann ist mir da dann die, ich weiß nicht warum aber ich habe mich hier so einen komischen... ja so fetisch mit griechischen und römischen gottheitens kommt.

00:12:04: aber vielleicht auch daher dass ich irgendwie lateiner war in der schule das auch viel durchgenommen habe und irgendwann in letzter zeit dachte ich so du musst es irgendwie mal wieder durchlesen.

00:12:14: meine tochter fand das auch total spannend und dann haben wir das irgendwie ein bisschen gelesen und je länger ich da durchgelesen hab also je länger Ich da durchgegangen bin, desto

00:12:23: enderrüsteter

00:12:25: war ich.

00:12:29: Das römische Reich ist nie gefallen, wir haben es nur neu benannt.

00:12:33: Aber eigentlich ist das komplette patriarchale System der Zirkus den wir beschrieben sehen im Olympus ja also im Olymp und dass war so Augenöffnung.

00:12:49: ich kann nur jedem empfehlen sich da einmal kurz reinzufuchsen.

00:12:51: das ist total interessant weil das Spallendste daran ist dass alle Frauen nervig sind.

00:13:04: Nehmen wir Metis, ja?

00:13:06: Metis wird irgendwann mal geschluckt und sitzt beim Zeus im Kopf und macht ihm Kopfschmerzen.

00:13:12: Metis ist die Göttin der Weisheit.

00:13:16: Also nur das Hestia ist die Güttin des Herdfeuers ne Schwester von Zeus und die Hand sehr schnell, sehr laut und sehr deutlich gesagt dass sie kein Mann in ihrer Nähe duldet.

00:13:29: Und weil Zeuss irgendwann gesehen hat, dass ohne dieses Herdfeuer wird es sehr schwer mit dem Ruling of an Empire.

00:13:40: Hat er das einfach

00:13:41: so?

00:13:42: Na ja nicht einfach so.

00:13:44: aber hat er das akzeptiert?

00:13:47: und dann dachte ich also... Es gibt so viele kleine und nehmen wir alleine Hera die nervigste Ehefrau der Welt In Anfangsstrichen, weil eigentlich ist sie auch einfach nur vernünftig.

00:13:59: Weil der Typ, der war verdammter Schürzenjäger und der Mann ist komplett kindischer, verdammte Schürznjäger Und dem gehört eigentlich nur in Arsch getreten.

00:14:13: das die sich allerdings immer wieder gegen die Frauen gerichtet hat.

00:14:19: Das ist diese patriarchale, diese männliche Erzählung von der ich nicht glauben kann und will, dass die so wahr ist.

00:14:26: Und die macht es dem natürlich dann auch wieder einfach.

00:14:31: Aber wir schweifen ab!

00:14:32: Also ich habe irgendwann gedacht, weißt du was?

00:14:35: Diese Wut... Die kann so beides sein, sie kann natürlich alles zerstören und das denken mir immer in dem Moment wo ich meiner wudfreien Lauf lasse, da mache ich alles kaputt, was mir wichtig ist.

00:14:46: Die kann allerdings auch wie ein Feuer näherend sein anfeuern, wovon ich mehr brauche.

00:14:54: Und das in dieser Wut kann ganz viel köcheln, wo ich quasi mich dann von annieren kann und manchmal verbrennt sie halt auch genau die Sachen, die verbrannt werden müssen so.

00:15:08: Also nämlich falsche Scham oder Etikette, die nicht mehr stimmig sind und das sind

00:15:19: gesetzte Grenzen, dass du irgendwann sagst Alter bis hier.

00:15:22: Und

00:15:23: ich habe total gelernt, dass in dem Moment wo auch nur der kleinste Funke von Wut hochkommt oder like mittlerweile ist ja gar keine Wut mehr sondern es einfach dieses annoyance weiß ich bin so genervt.

00:15:38: wenn ich genervt bin weiß ich ganz genau it's not right.

00:15:41: Es nervt mich, ich werde zickig.

00:15:43: Das muss damit zu tun haben, dass ich das echt scheiße finde.

00:15:47: So don't do it!

00:15:49: Weißt du?

00:15:49: Ich bin raus.

00:15:50: Danke und das ist so interessant weil ich seitdem ich das nicht mehr so ja so so ich weiß gar nicht wie ich das nennen soll also ich macht da jetzt keinen... ich schieb mir selbst nicht mehr den Riegel davor.

00:16:07: Seitdem ich es nicht mehr... ich meine ich bin ich bin schrecklich die Männer hassen mich.

00:16:17: Aber auf der anderen Seite merke ich, ich bin...

00:16:19: Mann ist doch voll geil.

00:16:20: Wenn die Männer dich hassen, hast du alles gegessen?

00:16:22: Ja, ich weiß aber auch gar nicht.

00:16:23: Ich komme wirklich in Räume und entweder du liebst mich oder du hasst mich das Keile ist, aber da wo man mich hasst, weiß ich ganz genau, bin ich eigentlich richtig.

00:16:33: Da zeige ich denen einfach nur den Spiegel vor und sag, guck mal Leute, das ist alles Kacke hier!

00:16:38: Das ist nix, wo man sich wohlfühlen kann Weißt du?

00:16:41: Und noch nicht mal nur ich.

00:16:42: Die meisten anderen Leute fühlen sich auch nicht wohl, aber ich hab echt oft einen großen Grund oder einen guten Grund und eine große Sensibilität für solche Geschichten.

00:16:52: Naja... Ich find's auf jeden Fall sehr lustig!

00:16:54: Und ich mag mich eigentlich nur jetzt als Vorhänden.

00:16:58: Aber es ist doch voll geil, dass du jetzt halt so, ich mein dieses People-Pleasing das ist ja auch so ne antrainierte Scheiße wo man aber eigentlich ja Angst davor hat.

00:17:10: Also zumindest geht's mir so, ich hab auch People Pleasing gelernt und bin auch noch so.

00:17:15: Und hat mir so an trainiert dass ich halt Angst davor habe, dass eine krasse Reaktion von jemand anderem kommen kann oder die mich da nicht mag... ...und dann muss ich darauf reagieren!

00:17:27: Für mich ist es einfacher weil Geschulter mich einfach drauf einzustellen und zu sagen ja ne alles klar kann bei mir!

00:17:34: Weißt du?

00:17:35: Und dann bin ich ja froh wenn jemand kommt wie Du, die sagt Waren mal kurz, fandest du es okay?

00:17:40: Weil das war nicht okay was er da gesagt hat oder so.

00:17:43: Oder die dann halt den... Die Rolle einnimmt ist ja dann hast mich halt... Er findet mich halt scheiß.

00:17:48: aber ich hab's halt bei... Ich habe's Kind beim Namen genannt.

00:17:51: Aber wo ist der Weg?

00:17:54: Das fand' ich ganz cool.

00:17:55: von Wut zu

00:17:58: Joy.

00:18:01: Weißt du?

00:18:01: Nee, wo deine Wut ist, ist deine Freude meistens nicht

00:18:05: und dann stimmt

00:18:07: eben!

00:18:08: Also das ist eigentlich irgendwie dieses, der neue von mir definierte Luxus.

00:18:14: Also zu sagen hey weißt du ich werde darauf hütend!

00:18:20: Ich glaube in erster Linie geht es darum alle Emotionen so wie sie sind für sich zu sehen und richtig einzuordnen.

00:18:28: Das zu lernen ist emotionale Kompetenz.

00:18:36: Dann wissen über sich selbst zu generieren und sich anzutrainieren.

00:18:41: Und sich auch zu trauen, dorthinzuschauen.

00:18:44: Und meistens sagen uns unsere Gefühle ganz genau was wir machen müssen und was nicht.

00:18:50: so.

00:18:51: Mitm Müssen weil niemand muss Müssen meine ich gar nicht mal im Sinne von dieser Zwang aber wir haben eine ganz klare inneren Neigung unserer Freude.

00:19:06: Und jedes Mal, wenn wir sie uns verbieten, verbiegen wir auch uns selbst.

00:19:12: Damit aufzuhören ist leider nicht so einfach weil wir dadurch dass wir so lange so verbogen gewesen sind in dem Pleasant sein also darin das wir angenehm sind für andere auch eine gewisse Sicherheit spüren.

00:19:32: Wenn wir jetzt

00:19:33: allerdings

00:19:34: Aber wir merken, dass diese Sicherheit auf Kosten unserer eigenen Mental Sanity geht.

00:19:40: Auf Kosten unserer eigenen Gesundheit?

00:19:42: Auf Kosten unsere Freude so!

00:19:45: Auf Kosten unseres Selbstwerts, auf Kosten unseren Grenzen und so weiter und sofort.

00:19:50: Und wir merkt das uns letztlich dieses sich verbiegen maximal erschöpft.

00:19:56: wie hören wir damit auf?

00:19:58: indem wir aufhören uns zu verbiegen?

00:20:00: Wie schaffen wir es uns zu trauen in dem wir viele kleine Dinge machen, die anders sind.

00:20:10: Und mit uns selbst und unserer Freude anfreunden.

00:20:15: Ich glaube das ist das komplette Narrativ.

00:20:18: so

00:20:18: Wahrscheinlich ist es das ja zu sagen hey meine freude ist Ist cool also nicht mehr weil du vorher diese freude war oft konnotiert.

00:20:32: Ich hab jetzt bestimmt irgendwas falsch gemacht, ich bin zu weit drüber getreten oder ich habe was Falsches gegessen.

00:20:35: Hilfe mir geht es so gut ungefähr!

00:20:37: Aber nee genau danach zu... ...sieken immer zu sagen okay ey genau danach suche ich eigentlich.

00:20:43: aber es ist und kurz dieses unangenehme Gefühl zu haben von Bin ich jetzt einfach nur froh?

00:20:49: Oh mein Gott weißt du?

00:20:50: Ja Dann zu denken ja genau ich bin jetzt einfach kurz mega joyful ey Was

00:20:55: genau?

00:20:55: aber ohne also was ich rede Weil das Ding ist, ich meine ich komme selber auch aus.

00:21:02: Ich bringe selbst auch eine Depressionsgeschichte mit.

00:21:05: also dieses was ich meine mit Freude.

00:21:07: Das ist nicht dieses Toxic Positivity.

00:21:09: Nicht dieses vielgut Content machst ihr schön oder sonst irgendwas?

00:21:14: Das mein ich gar nicht.

00:21:15: Ich mein echt so ne Extreme beziehungsweise so ne ernsthafte Gegenposition dazu zu einer Ökonomie die uns erschöpft zu einem System dass uns klein hält.

00:21:28: und Ich glaube, dass es ganz besonders für Frauen total wichtig ist das zu verstehen, dass diese Freude keine Oberflächlichkeit ist oder nicht einfach nur gut ist.

00:21:39: Für den Instagram Content eine Geschichte und so weiter um sofort zu haben, dass uns genau die Freude also diese persönliche Freude wappnet gegen Krisen, gegen Krankheit, gegen Leistungsdruck, gegen Selbstverlust, gegen all diese Sachen Deswegen so politisch ist.

00:22:01: Also deswegen Frauen, die sich freuen werden die Menschen sein, die die Welt grundsätzlich verändern weil ich glaube dass nur Frauen dieses Gefühl der Freude wenn sie es denn finden auch halten können egal was im Außen passiert und das wir dadurch quasi zeigen.

00:22:22: also so gelebte Beispiele dafür sind wie ein sinnvoller Widerstand gegen schädliche Narrative im persönlichen Leben aussehen kann, ohne dass man dabei die ganze Welt verändert.

00:22:41: Weil, you know to be honest wir haben gerade am Anfang auch darüber gesprochen Wir haben für so einen Scheiß keine Zeit.

00:22:47: Aber wir brauchen... dieses persönliche Beispiel.

00:22:51: Und das ist diese menschliche Revolution, von der ich gerne spreche.

00:22:54: also, dass wir uns selbst verändern und dadurch unsere Umgebung verändern.

00:23:04: Klingt mega ey!

00:23:04: Let's do it!

00:23:06: Ich fand es ganz spannend.

00:23:09: Deswegen hab ich das mit dem Joggen angefangen, weil ich das Gefühl hatte, dass in deinem Buch auch viel der Bezug zum Körper kamen.

00:23:16: Du hast ja oft darüber gesprochen, mehrere Male, dann warst du wieder verletzt und dann hast du wieder angefangen.

00:23:21: Dann hast du dir überlegt, okay, ich laufe jetzt einen Marathon ... Und auch geschrieben so, hey why?

00:23:26: Warum?

00:23:27: Wunderfuck!

00:23:27: Warum machtest du jetzt

00:23:28: Scheiße?!

00:23:29: Okay, aber ich tu's jetzt.

00:23:30: Ich hab's mir zum Ziel gesetzt.

00:23:31: Irgendwie scheint das irgendwas in mir zu sagen, das muss es sein... Meinst du, dass man vielleicht wenn man ... Ich sag mal mit dem Kopf so feststeckt.

00:23:40: Weißt du?

00:23:41: Dass man über den Körper einen einfacheren Weg zur Freude finden kann weil durch Bewegung, Sport kleine Ziele die Du erreicht hast gewisse Hormone ausgestüttet werden die der Freude schon sehr ähnlich sind?

00:23:57: weißt du unbedingt?

00:23:58: also für mich ich glaube nicht das man Marathon laufen muss?

00:24:01: Also das

00:24:02: bin ich auch nicht Ich werde es nicht tun.

00:24:05: Aber du

00:24:06: hast es gemacht!

00:24:07: Ich habe es geschafft, aber weißt du worum es darum ging?

00:24:11: Es ging nicht um Marathon.

00:24:13: Es ging um dieses Versprechen.

00:24:15: Weißt du?

00:24:16: Es gingen darum sich selbst etwas zu versprechen und dieses Versprechen einzuhalten weil ich glaube dass dieser Akt Selbstvertrauen generiert.

00:24:29: Jedes Mal, wo du ein Versprechen dir selbst gibst und das einhältst, wo Du dir selbst zeigst dass du verlässlich bist kannst also wächst dein Selbstvertrauen und Das war das einzige Ziel.

00:24:46: da hätte ich auch was ganz anderes machen können.

00:24:48: aber witzigerweise war tatsächlich ein Marathon für mich am zugänglichsten Und in dem Moment hat es einfach Sinn gemacht dass das eine und das andere ist, seinen eigenen Körper wirklich kennenzulernen.

00:25:06: Jetzt zum Beispiel ist es so... Ich hatte gerade ne Blasenentzündung vor einer Woche.

00:25:12: Ich müsste jetzt am diesen Wochenende am Sonntag einen Halbmarathon laufen.

00:25:17: Normalerweise sind halb Marathons.

00:25:19: Es ist für mich kein Problem!

00:25:21: Ich merke aber, dass mein ganzer Körper erschöpft ist So.

00:25:26: Und eigentlich was ganz anderes will, das kann ich merken weil ich jetzt mittlerweile einen guten Weg gefunden habe mich mit meinem Körper zu unterhalten.

00:25:34: Ich merke dass es sind sehr subtile kleine Zeichen die er mir gibt.

00:25:40: zum Beispiel wenn ich anfange und du sagst bis heute zwei Kilometer gelaufen ich so hey you know geil!

00:25:46: Das ist schon richtig richtig gut.

00:25:48: ich merke so.

00:25:49: ich laufe zehn Minuten Und dann ist mein Pult irgendwie schon richtig weit oben.

00:25:54: Und dann denke ich, nee also eigentlich will ich das nicht und gehe einfach.

00:26:00: Was ich früher gemacht hätte wäre einfach durchgezogen.

00:26:02: Ich hätte einfach wer weiter gelaufen und wer sechzehn Kilometer locker so gelaufen.

00:26:07: Hätte mich dann gewundert dass sich ausgebrannt bin, ausgemergelt, dass ich die ganze Zeit müde bin.

00:26:15: Das mache ich heute nicht mehr sondern ich laufe damit es mir gut tut und Sachen zu tun, die einem gut tun.

00:26:22: Und das können auch unter anderem unangenehme Sachen sein.

00:26:26: Das kann vielleicht auch nicht Krafttraining sein, das kann Boxen sein, was auch immer.

00:26:32: man braucht aber Sachen zu tun wo man denkt ah das ist jetzt vielleicht temporär gerade ein bisschen unangenergenehm.

00:26:37: aber es tut mir gut dass genau das was ich jetzt brauche Das ist die eigentliche Übung.

00:26:44: Also es geht gar nicht darum, dass man Sport macht.

00:26:46: Es geht gar ... Nee, das nicht!

00:26:48: Es geht darum, sich regelmäßig anfängt, die Frage zu stellen was brauche ich gerade und dem nachgibt also diese Frage so gut wie man nur irgendwie kann zu beantworten.

00:27:04: Und das ist unglaublich spannend wenn du das machst.

00:27:07: Das ist echt geil

00:27:09: Ja, das glaube ich sofort.

00:27:10: Also bei mir war es nämlich so... Ich finde mit dem Joggen immer cool, wenn ich Leute sehe und die joggen nicht.

00:27:16: So wie geil!

00:27:17: Die laufen einfach los.

00:27:18: Es ist ja auch wirklich dieses Fitnessstudio.

00:27:21: zum Beispiel, empfinde ich mal

00:27:23: ein

00:27:23: Akt.

00:27:24: Du packst deine scheiß Tasche dann setzt du dich in eine Karre oder auf den Fahrrad.

00:27:28: Meinetwegen das ist ja noch cool oder so wie du da hinten joggen konntest oder so.

00:27:33: Aber irgendwie ist dieses Einschippen, alles ist so mühsam.

00:27:37: Und beim Jorgen ziehst du einfach die Schuhe an oder meinetwegen lass es schnelles gehen sein oder so.

00:27:41: Du ziehst deine Schuhen an, gehst raus und dann geht's halt einfach los.

00:27:44: Dann gehst du mal schneller oder langsamer.

00:27:47: Ich dachte immer das ist mega cool aber ich kann's nicht!

00:27:49: Ich glaube wirklich die Motivation dahinter ist die Wichtige.

00:27:54: Genau wie du sagst.

00:27:57: will ich jetzt dünn werden, weil das war natürlich immer auch mein Ansatz.

00:28:01: Ich dachte okay wenn ich jeden Tag joggen gehe dann wiege ich bestimmt in einer Woche fünf Kilo weniger.

00:28:05: oder die Hose zwickelt nicht oder keine Ahnung was.

00:28:08: aber jetzt ist die Motivation eine ganz andere.

00:28:10: es geht einfach nur darum weil ich merke wenn ich morgens und wie gesagt wenn's nur zweieinhalb drei Kilometer whatever.

00:28:17: aber ich fühle mich danach besser.

00:28:19: Es geht um das Gefühl, wie ich mich fühle.

00:28:22: Genau!

00:28:22: Und ich finde es auch so bescheuert irgendwie zu sagen, aber ich gehe raus und muss fünf Kilometer schaffen.

00:28:26: Wir sacken das total bescheuerter.

00:28:28: Und es

00:28:28: ist viel einfacher.

00:28:31: Manchmal gehe ich raus und will nur sieben Minuten laufen.

00:28:35: Also gehe wirklich und dann merke ich euch, ich laufe sieben Minuten.

00:28:38: Jetzt können wir auch noch... Mach noch ein Bild, mach noch ein paar, mach die zehn fertig.

00:28:42: Und dann werden es fünfzehn.

00:28:45: Aber da geht's einfach nur darum, dass du einfach rausgehst und dich bewegst und anfängst das zu genießen.

00:28:52: Ist ja auch so'n kindlicher Joy, weißte?

00:28:54: Das fällt mir gerade ein.

00:28:56: Kinder sind ja auch ... Die stehen dann auf einmal auf und dann rennen die irgendwie rum oder klettern irgendwo hoch oder keine Ahnung.

00:29:04: Ich hab mal was gehört und es war unglaublich interessant.

00:29:08: Da haben wir so eine Studie gemacht mit Frauen, die mit Putzwoll im Hotel.

00:29:13: Und die haben sie gefragt, was die denken wie viel Sport sie machen?

00:29:17: Und sie so ja viel zu wenig sporten.

00:29:18: Also ich mach keinen Sport am Tag bla bla bla, aber die waren die ganze Zeit irgendwo in Las Vegas im Hotel unterwegs und haben diese Zimmer gereinigt.

00:29:24: So dann haben Sie den Heartrade also die ganzen Monitorierung gemacht Und haben den dann irgendwann, also haben das sich so angeguckt und gesagt naja diese Frauen die sind genauso aktiv wie jetzt wir wenn wir zwei Stunden ins Fitnessstudio gehen irgendwie jeden Tag.

00:29:41: Die machen jeden Tag Sport.

00:29:42: und dann haben sie dass diesen Frauen gesagt.

00:29:45: So Wie viel Sport Sie eigentlich effektiv machen?

00:29:49: Daraufhin sind diese Frauen zur Arbeit gegangen mit dem Gedanken ich mache jetzt Sport.

00:29:57: Ja

00:29:58: und sind mit diesen Gedanken so viel gesünder geworden.

00:30:03: Also alleine nur dadurch, dass deren ... und ich hasse dieses Wort.

00:30:06: Deren Mindset sich geändert hat quasi.

00:30:11: Hat deren Gesundheit also dieses komplette Gefühl von wie geht es mir?

00:30:18: Und deren Ernährung hat sich verändert usw.

00:30:22: Sie haben sich plötzlich ganz anders um sich selbst gekümmert.

00:30:26: Die Moral von der Geschichte ist dann doch dass wir auch hören sollten, zu denken ich mache so wenig.

00:30:32: Mit mir stimmt irgendetwas grundsätzlich nicht.

00:30:36: meine Erschöpfung ist nur privat und so weiter und sofort und mein Zustand ist weil ich es so, weil ich persönlich versagt habe zu ich mache und ich leiste in meinem Alltag richtig viel und ich behandle mich jetzt so als wäre das so Weißt du?

00:30:54: Und ich behandle mich jetzt so gut wie eine Leistungs... Also, ich würdige quasi das was ich tue dadurch dass ich mich entsprechend behandle.

00:31:04: Das macht so viel aus in dem wir uns selbst zuwenden und in dem auch wie wir Freude in unser Leben einladen.

00:31:17: Ja voll!

00:31:20: Voll!

00:31:21: Wie offen bin ich

00:31:21: dafür?!

00:31:23: Ja, ich meine das ist aber auch manchmal jetzt um mal so den Schwung zu Familie und Kindern zu bekommen.

00:31:29: Kennst du ja auch mit Kindern?

00:31:30: Dann hast du so einen krassvollen Alltag!

00:31:32: Ich habe jetzt seit kurzem oder seit zwei drei Monaten so ein komischen Ring der mir dann immer sagt hey so und so viel hast du heute gemacht und jeden Tag sagt er mir und meine Kinder sind ja gar nicht mehr so mini klein die sind ja schon keine Kleinkinder mehr.

00:31:47: wo man eigentlich hat das Gefühl abends ich hab mich eigentlich gesessen Ich glaub nicht.

00:31:52: Und trotzdem sagt er mir immer, sieh mal zu, dass du mehr Pausen einrichtest!

00:31:55: Also ich mach einfach keine...ich glaub gerade als Mom ey, du machst einfach keine Pause.

00:32:00: Du stehst auf und dann BAM!

00:32:02: Und da machst du, machst du,... und am Ende hast du gemerkt fuck ich hab halt gar keine Pause gemacht und das man dann keinen Zugang mehr zu seinem Körper kriegt oder zu sich selbst überhaupt ist.

00:32:12: ja no wonder weißt du was ich mein?

00:32:15: Krass

00:32:18: Also was gibt's da... Was sind so einfache Wege, weil du sprichst ja von Joyful Rituals in deinem Buch.

00:32:26: Das sind immer quasi nach Abschnitten kommt immer ein Joyful ritual.

00:32:30: Kannst du mal eins erzählen?

00:32:33: Was man vielleicht als Mama in der Tasche haben könnte, was so ganz schnell ist?

00:32:38: Ja also ich glaube bevor ich das tue dann müsste ich irgendwie noch einmal einmal das ganz klarstellen, der eigentliche Ausweg als dieser Erschöpfung die wir haben ist nicht die bessere Optimierung.

00:32:51: Also nicht noch mehr Ritualen, nicht nochmehr... Darum geht es gar nicht!

00:32:55: Da geht's um Selbstführungen, da gehts genau darum was deine Ure schon gesagt hat, also dein Ring dir ja schon gesagt hast, you know chill bit?

00:33:02: Der Punkt ist aber dass wir als Frauen gar nicht mal im Einklang mit uns selber leben sondern im Dauerabgleich den Erwartungen von außen.

00:33:13: Wir checken die ganze Zeit intuitiv schon, was wird gebraucht?

00:33:17: Was wird erwartet und was muss ich wo auffangen?

00:33:20: Was darf ich bitte nicht fallen lassen weil sonst ist es brennt die Hütte.

00:33:28: Ich glaube das Prinzip Selbstführung in dem Augenblick bedeutet dass wir aussteigen aus dieser Fremdsteuerung der wir zur Runde liegen, dass wir diese Muster erkennen und sehen.

00:33:45: hey das ist jetzt hier erfülle ich eine Erwartung von außen.

00:33:51: Und das will ich so, ne?

00:33:55: Also darin liegt die Handlungsfähigkeit.

00:33:59: deswegen... Ich kann jetzt natürlich irgendwelche Rituale hier auch wieder an die Hand geben.

00:34:04: Of course.

00:34:05: An Gled.

00:34:05: Die mache ich gerne gleich.

00:34:09: Aber zunächst einmal steht immer die Frage, was will und was brauche ich?

00:34:17: Wenn ich gleich sage, also Ritual... Das steht gar nicht im Buch.

00:34:25: Es ist aber an dieser Stelle wirklich geil!

00:34:26: Also Ritural empfehle ich sich mindestens eine Minute auf den Boden zu legen.

00:34:34: Eine

00:34:35: Minute ist richtig lang.

00:34:36: Ja, und das ist wirklich... Also eigentlich sind besser sieben Minuten.

00:34:39: Schlaf ein!

00:34:40: Leg dich einfach auf den Boden in deiner Wohnung draußen im Skras, im Garten, im Park egal.

00:34:47: was legt dich vor allen Dingen dann wenn du echt nicht mehr kannst.

00:34:51: wenn du merkst mein Gott mir schwirrt der Kopf ich brauche eine Pause lege dich auf dem Boden dass das Erdnste was es gibt so Richtig gut.

00:35:03: Also ich mag das, ich liebe es, ich merke auch manchmal, ich fliege innerlich und dann lege ich mich auf dem Boden und atme aus.

00:35:13: So... And that's it!

00:35:16: Das ist das Ritual.

00:35:17: Dass du richtig Nervensystem regulieren, Atmung, Herz?

00:35:21: Nicht mehr, aber das ist das ganze Ding.

00:35:27: Und dann irgendwie zu verstehen dass Wenn ich gerade wirklich überlastet bin, wenn alles zu viel ist.

00:35:41: Wenn mir das Gefühl habe, dass meine ganzen Gliedmaße wegfliegen und ich gar nicht mehr zum Atmen komme, egal wieviel Yoga ich mache, dann darf ich es ernst nehmen.

00:35:53: Dann ist es gerade ein ernstzunehmendes Zeichen meines Koppers dafür, dass es zu viel.

00:35:59: Und es ist nicht zu viel, weil ich zu schwach bin.

00:36:02: Es ist zuviel, weil wir als Frauen gar nicht mal so high performen.

00:36:10: Frauen sind per se... Ich kenne kaum eine Frau die keine High Performerin ist.

00:36:16: Wir sind Überperforme und uns wird ein bisschen zu viel abverlangt gerade.

00:36:21: Wir kompensieren spätestens seit Corona auch sehr offensichtlich too much für Sachen, die nicht unsere Schuld sind.

00:36:32: Und das ist witzigerweise auch ein bisschen eine der traumatischen Erfahrungen, die man so haben kann.

00:36:41: Du kannst nichts ändern.

00:36:42: du bist da drin und

00:36:44: musst

00:36:45: aber drinnen bleiben.

00:36:46: in dieser Situation Nordkohl.

00:36:50: Nee genau!

00:36:51: Das ist nämlich das Ding gerade mit Kita und so was wir vorhin hatten.

00:36:56: Wenn die dann so Kita-Schließzeiten haben oder genau während Corona, irgendwie war das auch danach.

00:37:01: Weil ja auch so viel plötzlich in unserer Kita war es auf jeden Fall so.

00:37:05: Ja, Mittwoch Donnerstag haben wir jetzt doch nur bis um zwölf geöffnet und die sind diese äußeren Umstände werden dir so eklig angezogen Und die Flexibilität wird so abverlangt sowohl von außen als auch von den Kindern Als auch dann irgendwie Von dir und da so eine Steadiness reinzukriegen.

00:37:24: vielleicht ist auch dann die Akzeptanz zu sagen, Struktur ja okay existiert einfach nicht.

00:37:31: Manchmal ist es so wie auf dem Boden legen ist gekoppelt an ok ich akzeptiere jetzt einfach so wie es ist und atme mich mal kurz in mich hinein und dann gucke ich wie's weitergeht.

00:37:49: aber das wird uns wirklich genau wie du sagst Hey, wir müssen so viele Sachen tragen.

00:37:55: Aber sobald man sich da halt rausnehmen will, musst du dann halt auch deine Erwartungen runterschrauben für dich und andere.

00:38:02: Das ist so gemein!

00:38:03: Man muss ja ständig Kompromisse eingehen – für sich selber auch, weißt Du?

00:38:06: Ja

00:38:06: genau.

00:38:07: Also wenn man jetzt einfach sagen könnte, okay ich mache jetzt einfach mehr Joy weil ich habe dir jetzt einfach Bock drauf.

00:38:12: Okay cool aber dann... fallen andere Sachen hinten ab.

00:38:16: Dann hast du auf einmal einen großen Wäscheberg.

00:38:17: oder dann sagt dein Arbeitgeber irgendwie so, ey, das geht nicht!

00:38:21: Du kannst nicht mal die Woche krank machen weil dein Kind krank ist oder so.

00:38:24: Das ist einfach so... man ist irgendwie so gefangen und man kann eigentlich wirklich den Joy diese Freude oder dieses gute Gefühl für sich diese komische Zufriedenheit.

00:38:34: ich finde es voll schwer da ein richtiges Wort für zu finden.

00:38:37: Ich find' Freude ist ein gutes Wort.

00:38:40: Ja, Freude is eigentlich

00:38:41: ein gutes Wort.

00:38:42: Freude klingt auch ein bisschen nach Arbeit?

00:38:44: So?

00:38:45: Aber es ist auch so nach guter Arbeit.

00:38:47: Also deswegen, so Joy finde ich schon fast... Like joy is like a like-joy Das ist die schöneste Wort.

00:38:53: Aber Joy finde Ich schon fast ein bisschen zu leicht.

00:38:55: Ich find Freude Ist nicht immer leicht aber Freude ist immer echt und darum geht's weißt du also.

00:39:01: und Freude das ist in dem Buch.

00:39:06: Ich bringe auch ganz viele buddhistische Narrative.

00:39:11: Das kommt daher, dass ich schon seit meinem achtzehnten Lebensjahr praktizierende Buddhistin bin.

00:39:16: Ich praktiziere denselben Buddhismus wie Tina Turner und Buddhismus Nietzsche Rindai Shonens.

00:39:22: Und das ist ein sehr lebensnahes und ein sehr frauenfreundlicher, muss ich sagen, Buddhismus so.

00:39:30: Der sieht durchaus ... Der sieht durchaus, dass das Leben voller Leiden ist.

00:39:37: Das ist ja auch eine dieser buddhistischen Sachen irgendwie.

00:39:39: Das Leben ist per se erstmal leidend.

00:39:41: wir werden geboren Wir werden älter wir werden krank und wir sterben.

00:39:45: das sind die vier Grundleiten wie irgendwann Schabichakirmonie Buddha so Für sich herausgefunden hat.

00:39:53: und da wollte er ja gehen aber der hat halt auch gleichzeitig gesagt im Prinzip, also um das ganz kurz zu machen.

00:40:00: Der Buddha ist das Leben selbst und ich sage, was soll denn das bedeuten?

00:40:07: Genau!

00:40:08: Und dann in einer anderen Schrift beschreibt er dem Buddha vier Attribute und das ist Mut mit Gefühl, Weisheit und Lebenskraft.

00:40:21: Das heißt diese vier Attributionen, das fand ich so toll, die haben wir alle.

00:40:29: So wie ich bin Buddha, wenn ich diese vier Attribute aus mir selbst hervorholen kann.

00:40:34: Ich brauche erst mal von außen gar nichts.

00:40:41: Das fand nicht so toll.

00:40:42: und das bedeutet gar nicht mal dass ich noch mehr innere Arbeit brauche, dass ich auch noch mehr Yoga machen muss, noch mehr Meditieren muss... Sondern in meinem Leben, so wie es jetzt gerade ist immer zu gucken hey was braucht die Situation jetzt für mich?

00:40:58: Brauche ich, muss ich mutiger?

00:41:00: Kann ich an dieser Stelle mutiger sein.

00:41:01: Wie könnte mir das gelingen?

00:41:03: Brauch' ich mehr Weisheit.

00:41:04: So wie kann mir das gelingen?

00:41:06: Brauchen wir Mitgefühl mit meinen Kindern zum Beispiel?

00:41:09: Manchmal denke ich,

00:41:10: ahaa... Okay, also da

00:41:12: fehlen jetzt...

00:41:14: Warum

00:41:14: schon wieder krank?

00:41:15: Ich

00:41:15: fühle mich gerade gar nicht was du da

00:41:17: hast.

00:41:18: Und woher kriegst diese Lebenskraft?

00:41:22: Das finde ich auch diese Attribute von Freude.

00:41:26: Deswegen habe ich irgendwann nur noch mit Freude übersetzt und Freude findet man tatsächlich, da gibt es sehr viel Literatur dazu.

00:41:36: die Kunst ist es Freude überall zu finden sich immer auf die Suche nach Freude zu machen, egal in welcher Situation man jetzt ist.

00:41:45: Das ist aber wirklich nicht immer einfach und mir ist absolut klar dass wenn jetzt jemand in der tiefsten Depressionen hängt das ein richtig krasser Affront ist.

00:41:57: Und in dem Fall sage ich nur Ich weiß und ich weiß auch ganz genau wie es sich anfühlt.

00:42:06: Aber Ich wünsche mir von solchen Personen zwei Sachen.

00:42:12: Einmal, dass sie sich vielleicht erinnern an Momente der Freude wie alle hatten mal ein Moment der Freuda so.

00:42:20: Also, dass Sie sich an die Möglichkeit von Freude erinneren und das Sie die Hoffnung auf die Möglichkeit für Freude nicht aufgeben – und damit gehen!

00:42:32: Also das wäre so das Einzige.

00:42:34: Das finde ich immer noch wichtig, dass zu sagen, gerade dann wenn es echt sehr schwer ist und mir ist total klar, das Leben als Mutter ist hart Punkt.

00:42:42: Ja

00:42:43: genau, Punkt!

00:42:45: Es gibt danach kommt auch einfach gar nichts mehr.

00:42:46: Da ist kein Kommer.

00:42:47: Das Leben als Mutter ist fucking hart ey.

00:42:50: Aber das macht ja total Sinn.

00:42:52: zum Beispiel du machst ja mit Joy Journaling, davon sprichst Du ja auch oder schreibst du ja auch?

00:42:57: Das ist im Grunde ein bisschen wie... wie ein Training, oder?

00:43:01: Find ich so.

00:43:01: Man schreibt immer mal wieder auf seine Ziele seiner Hoffnung.

00:43:04: Weißt du dass du so trainierst im Alltag die Freude steckt weil manchmal genau wie du sagst es ist ja gar nicht so einfach die freude zu erkennen.

00:43:12: aber ich glaube je mehr man den Blick dahin schult desto besser kannst du ihn auch sehen.

00:43:17: und das ist ja auch mega cool finde ich.

00:43:19: noch einmal in Bezug auf Kinder Weil Kinder haben ja auch manchmal so Phasen wo du merkst Mann fuck denen ist der Joy irgendwie weggegangen Es ist Schule, Kita.

00:43:28: Die werden geärgert keine Ahnung die machen irgendeinen Sport den sie am Anfang geil fanden.

00:43:32: plötzlich merken Sie scheiße meine Arme sind auf einmal viel zu lang für diesen Sport und ich bin mega frustriert und Ich bin gar nicht mehr der Beste oder was auch immer.

00:43:40: Und weißt du denn wenn Du selber dass für dich besser kannst, kannst du das bei deinen Kindern ja auch als anleitende oder erzieherische Person mehr den an die Hand geben wie sie Joy finden können?

00:43:53: Ich

00:43:53: glaube gar nicht, dass ich meine Kinder so viel anleite.

00:43:55: Also wenn sich meine Kinder alles von mir abgucken würden dann der fuckt.

00:44:03: Das kenne ich eh!

00:44:05: Okay Leute, das was ich jetzt

00:44:06: gerade gemacht habe, vergesst

00:44:07: es mich nach meinem Dank!

00:44:11: Ich merke

00:44:11: zum Beispiel meine kleine Stucht viel zu viel... Und dann steh ich da die ganze Zeit und mach das nicht.

00:44:19: Das hört sich nicht gut an, aber du machst es auch.

00:44:26: Sag nicht so auf Scheiße!

00:44:27: Ja, weil du sagst auch ganz auf Scheiße.

00:44:34: Nein, ich weiß was das mit dem Joy-Journaling.

00:44:36: Also einmal hat mir das persönlich total geholfen also Sachen aufzuschreiben weil meine Gedanken... Das ist für mich eine Art und Weise meine Gedanken zu ordnen.

00:44:46: wenn ich sie einfach so gallopieren lasse dann gehen wir entgehen mir halt auch ganz viele und manchmal Gallopieren Sie einfach in die falsche Richtung.

00:44:54: deswegen schreibe ich sie auf einfach Und manchmal, also in dem Buch gibt es ganz viel Anleitung irgendwie sich über bestimmte Sachen sehr genau Gedanken zu machen und natürlich das hilft.

00:45:06: Aber manchmal – und das ist auch eine Sache die so erwiesen ist – hilft es auch einfach das ganze Mal... das Tagebuch als Gedankenmüll einmal zu benutzen und einfach mal alles rauszuschreiben, sich ein Wecker oder einen Timer zu stellen für fünfzehn Minuten und fünfzehnt Minuten straight zu schreiben.

00:45:25: Zu malen, zu kritzeln, zu dudeln, was auch immer oder auch einfach nur Linien zu ziehen und das dann nach diesen fünfzehminen Minuten sein zu lassen.

00:45:36: Das ist eine gute Art und Weise den Kopf einmal zu ordnen auch das Nervensystem zu beruhigen und diese Sachen wie Gedankenkreisen zu unterbrechen, zum Beispiel ruhiger zu werden und weniger Angst zu haben.

00:45:55: Fünfzehn Minuten einfach so ein Brain-Dump zu machen.

00:45:58: Mach ich selbst auch total gerne.

00:46:00: aber wie gesagt wenn es angeleitet ist dann bringt es auch was.

00:46:03: aber manchmal hat man einfach nicht die Kappe dazu.

00:46:06: Manchmal hat man auch nicht diese fünfzehn minuten.

00:46:08: was machst du denn?

00:46:09: So!

00:46:10: Ich weiß es nicht da machst du's halt nicht Regelmäßig.

00:46:13: fünfzehn Minuten nur dann wenn du es irgendwie gerade schaffst oder dann, wenn sonst gar nichts mehr geht einfach nur alles runter zu schreiben vor allen Dingen für Leute die dann irgendwann um drei Uhr nachts irgendwie aufwachen weil Ja, dann einfach aufstehen.

00:46:30: Das mache ich total gerne und in der Nacht ... Ich glaube das meiste von meinem Buch ist so entstanden.

00:46:36: Aber irgendwann habe ich es dann geordnet.

00:46:38: Also tagsüber, ich hab nachts gedammt und tagsüber...

00:46:42: Krass!

00:46:42: Habe ich jetzt eine nächtliche Gedankenkost?

00:46:44: Im letzten Kapitel ist wirklich genau so entstand wie dies war.

00:46:50: Da bin ich aufgewacht, bin aufgestanden, dachte Das ist jetzt schön, das will ich ja zu schreiben und habe nur noch runtergeschrieben.

00:46:59: Und das ist das Kapitel wo ich selbst jedes Mal irgendwie so Gänsehaut bekomme weil irgendwie gefühlt war die Wand zwischen meinem Herz und dem Papier nie schmaler.

00:47:14: also da war wenig Kopf dabei sondern ich hab wirklich nur meinen tiefsten Wunsch für alle die das lesen, habe ich da reingebracht.

00:47:26: Oh

00:47:28: schön.

00:47:29: Ja schöner Moment!

00:47:30: Ich fand es auch wirklich... ja glaube ich sofort.

00:47:32: also ich finde dieses Buch richtig cool.

00:47:34: Wirklich vielen Dank dafür dass du das geschrieben hast.

00:47:37: Voll geil mich.

00:47:38: Ich fand's auch ganz witzig dass du oder spannendest Du hast ja in Holland gelebt ne?

00:47:43: In Amsterdam, wie lange warst du dann?

00:47:45: Auch fünf Jahre.

00:47:47: Fünf Jahre genau und ich hab ja auch in Holland studiert und irgendwie Freude fand ich immer Die Holländer haben es irgendwie anders drauf.

00:47:58: Ich weiß nicht, ob sie Sprache ist aber da ist alles... ich fand das ganz spannend dass du hast du da auch die Freude anders empfunden bei den Niederlandskas?

00:48:20: Das fand ich wirklich krass oder toll, bewundernswertig.

00:48:25: Die Fehler-Toleranz ist so viel höher.

00:48:30: In den Niederlanden kannst du auch glorreich scheitern und ich glaube dass das hilft wenn es darum geht die Freude zu finden also sich nicht zu beschweren Bei Beschweren, ich finde das Wort ja schon so.

00:48:46: Also wenn du dich beschwerst, machst du dich ja schwerer als du vorher noch ist?

00:48:49: Warum sollte ich zu meinem sowieso schon beschissenen Zeug nochmal was obendrauf packen?

00:48:55: Das bringt ja nicht.

00:48:56: Also sich nicht zu beschweren sondern zu sagen oh mein Gott, das war jetzt so oder ist jetzt so und dann auch wirklich zu sagen wie es ist, dass ist auch etwas, was die Niederländer machen.

00:49:06: Die sagen Nicht Jeans!

00:49:07: Die sagen Spikerbrück also Nietenhose So, die benennen die Dinge immer genauso wie sie sind und das sich zu Nutze machen.

00:49:20: Also wirklich die Sachen so zu benennen wie Sie sind und damit zu arbeiten pragmatisch nicht perfekt.

00:49:28: Und das ist ja auch das Beste am Wort Perfekt.

00:49:29: Das erzähle ich immer gerne weil ich glaube dass haben viel zu wenig Frauen noch gelernt und gehört.

00:49:34: Perfek im Lateinischen bedeutet vorbei.

00:49:39: Das bedeutet, wenn dein Leben perfekt ist, dann liegst du unter der Erde.

00:49:46: Dann ist es auch vorbei!

00:49:50: Soll er heißen?

00:49:52: Never aim for

00:49:56: perfect.

00:49:57: Scheiß auf so

00:49:59: lebendig wie nur irgend möglich

00:50:02: und das

00:50:02: kann alles sein So.

00:50:05: Und das ist irgendwie dieses Ding, dass es auch die Essenz von Freude ist so eine gewisse Neugier zu haben für

00:50:12: das was gerade

00:50:13: ist.

00:50:14: Da geht's gar nicht darum, das noch besser, noch perfekter, noch dings damit... Warte mal ich verliere jetzt an die Wortfindungsstörung.

00:50:26: Damit sind wir die ganze Zeit so chasing DREAMS, weißt du?

00:50:31: Damit sind wir immer nur auf der Suche nach irgendetwas was noch gar nicht ist anstatt sich mit dem auseinanderzusetzen wie mein Leben jetzt gerade ist und die Würde, die Schönheit und den Luxus da drin zu finden.

00:50:45: Das ist Freunde!

00:50:46: Und das ist viel weniger erschöpfend als... wie ihr die ganze Zeit machen, nämlich irgendwie zu gucken und gehe ja wenn ich ein Haus habe.

00:50:55: Ja wenn dann darf ich mir Freude gönnen!

00:50:57: Das ist voll für narsch, weißt du?

00:51:00: Weil dieses Wenn das kommt eventuell nie und wenn es dann kommt...

00:51:06: Dann bist du schon wieder an Schritt

00:51:07: weiter.

00:51:07: Dann bist Du erst in der Schritt weiter und dann hast Du Dich eine ganze Zeit lang bis dahin nicht gefreut.

00:51:12: Was für ne

00:51:13: Verschwendung?!

00:51:14: Wie dumm!

00:51:15: Voll wie

00:51:16: dumm!!!

00:51:17: Blöd.

00:51:19: Don't do it, weißt du?

00:51:22: Gönnen wir einfach jetzt!

00:51:23: Jetzt ist immer...

00:51:25: Ich habe aber noch eine letzte Frage beziehungsweise einen Wunsch weil ich mich an die japanische Methode erinnert habe.

00:51:31: wie hießt sie?

00:51:31: nochmal hat den Namen keine Ahnung.

00:51:32: ich weiß nur noch japanischen Methode und ihr beschreibt so in dem Buch.

00:51:36: das sind so fünf Punkte glaube ich die man sich so fragt Erinnerst du dich weißt was ich meine?

00:51:40: Die Toyota Methode.

00:51:41: Die fand

00:51:42: ich mega ja und die fand ich so geil.

00:51:44: kannst du die nochmal einmal als Abschluss und sagen hast du dem Kopf für die geht?

00:51:48: Das ist ganz einfach.

00:51:52: Egal, also wenn du keine Lösung weißt auf eine bestimmte Frage fragt dich fünfmal warum das die Five Why mit Tode?

00:52:03: Wenn du irgendwie zum Beispiel was könnte es

00:52:09: sein?

00:52:09: Lass uns mal ein Beispiel suchen, einen Mütter in Mama beispielen.

00:52:15: Genau, also okay Dein Kind, dein Kind, Schulkind, dein kind möchte nicht aufs Gymnasium gehen sondern auf die Realschule.

00:52:23: Du möchtest ein Kind aber davon überzeugen das es auf dem Gymnasiums gehen möchte.

00:52:28: Frag dich fünfmal warum du das möchtesst?

00:52:32: Warum möchte ich dass mein Kind aus Gymnasien geht und beantworte dir diese Fragen fünf mal um auf den Grund des Problems zu kommen Die Five-Why-Methode ist eine Methode, um immer auf den Grund eines Problems zu kommen.

00:52:47: Und das finde ich so krass gut und es hat mir schon so doll geholfen weil du am Ende des Tages irgendwie immer dabei bist.

00:52:56: Du bist.

00:52:57: erstens bist du dann immer bei dir.

00:52:59: was kann ich jetzt verändern?

00:53:01: Ja und zweitens merkst du boah das Problem ist vielleicht auch gar nicht so groß wie ich jetzt irgendwie die ganze Zeit gedacht habe.

00:53:09: Ja, die fand ich nämlich auch richtig geil.

00:53:12: Warum willst du das dann Kind aufs Gymnasium gehen?

00:53:15: Keine Ahnung... weil ich möchte dass es eine gute Schulbildung erhält!

00:53:18: Warum?!

00:53:19: Weil... warum?

00:53:21: So geht's ja da im Endeffekt und dann kannst du noch fünf mal fragen Ja, fand ich mega helpfull und ist glaube ich ein ganz cooler Abschlussmitgeber hier für unsere Zuhörerinnen.

00:53:33: Es gibt bestimmt fünf Männer die uns zuhören.

00:53:36: Fünf, sechs Typen sind bestimmt auch dabei oder die im Auto sitzen und denken oh scheiße jetzt muss ich das wieder anhören ey aber egal ich bin seelfrieden hier.

00:53:45: Schreibt auf jeden Fall.

00:53:46: Weißt du?

00:53:47: Schreibt man kann doch bestimmt email schreiben und so.

00:53:49: ne?

00:53:51: Warum habt ihr diese Folge gehört?

00:53:55: Thank you very much.

00:53:58: Geil, dass du da warst.

00:53:59: Ich schick mal ins

00:53:59: Roto von deinem

00:54:00: Mund.

00:54:03: Warte, ich guck gleich mal... Ich hab noch welche!

00:54:04: Die lebt ja dann nicht mehr sehr schon länger her.

00:54:06: Aber sie war eine ganz treue Seele und ihre Überreste liegen noch im Garten von meinen Eltern.

00:54:15: Da ist sogar noch so ein Kreuz.

00:54:16: Und da steht leider dein Name drauf aber du bist es nicht.

00:54:22: Davon musst du voten?

00:54:25: Die perfekte Mega.

00:54:28: Was stimmt?

00:54:29: Perfekt!

00:54:30: Hey, lebensländer.

00:54:33: Geil.

00:54:35: Oh schön.

00:54:35: How it started, how

00:54:36: it ended.

00:54:39: All right.

00:54:41: Hat mich sehr gefreut.

00:54:44: Ihr lieben vielen Dank fürs Zuhören, ich hoffe ihr hattet eine schöne Zeit mit Milka und mir.

00:54:48: Und heute nächste Woche wieder rein!

00:54:50: Abonniert gerne den Podcast damit ihr keine Folge verpasst, kommentiert außerdem fleißig hier bei

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00:54:57: oder bei Instagram und folgt uns vor allem dort auf.

00:55:00: echteMamasPunkt, ehrlich gesagt wir hören uns nächste woche wieder Eure Nora.

Über diesen Podcast

Echt. Echter. Ehrlich gesagt.

🎆 Neues Cover, 🎶 neuer Jingle, 🎙️neue Stimme.

Der neue Echte Mamas Podcast geht deep: Jetzt spricht Nora Becker mit echten Eltern über echte Gefühle. Und zwar über die schönen, aber auch die schwierigen! Denn wir wissen genauso gut wie ihr: Das Leben als Eltern ist wunderbar erfüllend, kann aber auch fordernd – und manchmal sogar überfordernd – sein.

Nora fragt ihre Gäste das, was sonst keiner fragt. Wir laden euch ein, mit uns zuzuhören, was unsere Gäste wirklich beschäftigt. Herzlich willkommen bei "Ehrlich gesagt"!

Mehr über Echte Mamas erfahrt ihr unter www.echtemamas.de und auf https://www.instagram.com/echtemamas.ehrlichgesagt - jetzt folgen, abonnieren, kommentieren, liken und weitersagen!

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