Echte Mamas: Ehrlich gesagt

Echte Mamas: Ehrlich gesagt

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00:00:06: Hallo ihr Lieben und herzlich willkommen zum Podcast, ehrlich gesagt von Echte Mamas.

00:00:11: Hier nehme ich euch mit

00:00:11: in ehrlicher,

00:00:12: lustiger und manchmal auch richtig tiefe Gespräche mit tollen Gästen.

00:00:16: Es geht um ernste, spannende und bewegende Themen, also um alles, was uns als Mamas, Frauen, Eltern oder einfach als Menschen beschäftigt, die Familie

00:00:23: und das Leben

00:00:24: lieben.

00:00:25: Heute zu Gast Maike Moore, Tänzerin, Choreografin, Songwriterin und Mama von zwei Kindern.

00:00:31: Micah hat schon für Mark Forster, Bosse, Gentleman, Antje Schommaker und viele andere choreografiert, war Mitglied der Band Chefboss und ging dann mit einem Video weltweit viral, in dem sie und ihre drei Freundinnen hochschwanger tanzen.

00:00:45: Missy Elliot hat es geteilt, okay?

00:00:46: I mean, what?

00:00:47: Als die Babys dann da waren, ging die Tanzvideos mit Baby weiter.

00:00:50: Dabei entstand die Idee zu einem Tanzkurs für Mütter und Babys, dem Mom Jam.

00:00:55: Ich freue mich tierisch, dass wir uns endlich mal in echt treffen, denn ich liebe ihre fresche und coole Art sehr.

00:01:00: Herzlich willkommen, Mike

00:01:01: Mohr!

00:01:02: Freut mich sehr.

00:01:03: Hallo, schön, dass du da bist.

00:01:05: Cool, das ist ja nur ein kurzer Weg von Hamburg nach Hamburg.

00:01:09: Ich fühle mich schon zu Hause.

00:01:11: Sehr schön, sehr gut.

00:01:12: Cool, das ist doch eine gute Voraussetzung für ein ehrliches Gespräch.

00:01:16: Okay, dann direkt die erste Frage.

00:01:18: Was geht mit deinem Beckenboden?

00:01:19: Hab ich mich gefragt, weil wenn ich springe und hüpfe, dann ja und so weiter.

00:01:24: Wie geht das auf?

00:01:24: Tänzerin?

00:01:26: Ne, also Beckenboden war bei mir tatsächlich eine der größten Baustellen oder ist eine der größten Baustellen auch da.

00:01:32: nach der Geburt schon, habe ich das gemerkt.

00:01:34: Das ist wirklich Beckenboden komplett off.

00:01:36: Also ich hatte eine sehr, sehr schnelle Geburt, also eher Minuten als Stunden.

00:01:42: Alter,

00:01:42: bei beiden?

00:01:43: Bei beiden, ja.

00:01:45: Und dadurch ist der Beckenboden bei mir voll, ciao.

00:01:48: Und das heißt auch, da passe ich mich total an beim Tanzen.

00:01:51: Also beim Tragen geht es tatsächlich, also irgendwie, ich weiß nicht.

00:01:56: aus irgendeinem Grund.

00:01:58: Ja, tragen.

00:01:58: Ich finde auch immer, wenn du schwere Sachen heben musst, geht es, aber dieses Hüpfen ist halt...

00:02:03: Genau, Hüpfen.

00:02:04: Weil ich bin manchmal im Tanzkurs und dann muss man ja manchmal springen zum Aufwärmen.

00:02:10: Ja, genau.

00:02:10: Und da merke ich immer so, okay, das mag ich nicht.

00:02:13: Das möchte mein Körper nicht machen.

00:02:14: Ja, genau.

00:02:15: Und

00:02:15: dann mache ich eher so ein Bounce.

00:02:17: Ich bounce dann eher und das ist auch für meinen Körper schön.

00:02:19: Aber wenn ich wirklich merke, ich muss springen, ich muss irgendwie richtig so... da laufen oder irgendwie so, das mag mein Körper nicht.

00:02:27: Also da ist tatsächlich der Beckenboden, es hat sich tatsächlich verändert und also das ist tatsächlich so das eine Körperteil, was bei mir wirklich... doll in Mitleidenschaft gezogen wurde.

00:02:38: Und was ich auch immer noch, wo ich immer noch dran bin, wo ich immer noch trainiert

00:02:41: bin.

00:02:41: Machst du immer noch Rückbildung und so?

00:02:42: Ich versuche immer zwischendurch zu trainieren, aber durchs Tanzen wird natürlich auch immer mit trainiert.

00:02:48: Ja, ich dachte auch immer durchs Singen und Sprechen und so.

00:02:50: Es gehört ja auch alles dazu, denn der Beckenboden ist ja voll Stütze immer.

00:02:53: Genau.

00:02:54: Aber auch bei Hüft, also sobald es ums Hüpfen geht oder irgendwie so, zum Beispiel hier, wie heißt es, Jumping Jacks, ne?

00:03:00: Ja.

00:03:00: Das heißen wir auf Deutsch.

00:03:02: Ja, diese ...

00:03:04: Ja, okay.

00:03:05: Männer,

00:03:05: irgendwas mit Kappe-Männer.

00:03:07: Ja, Kappe-Männer, genau.

00:03:09: Okay, Mom brain.

00:03:11: Genau, Alter, geht gar nicht.

00:03:12: Das geht einfach gar nicht.

00:03:13: Genau, ja.

00:03:14: Und es ist so gemein.

00:03:15: Ich hatte mal eine Stimmtherapie und da hat die gesagt, ja, stell dir vor, ein lächelnder Smiley.

00:03:21: Du sitzt auf einem lächelnden Smiley.

00:03:22: Weißt du, dass man sich nicht so hardcore... darauf konzentriert, den anzuspannen und festzuhalten, weil das eigentlich kontraproduktiv ist, sondern dass man eigentlich sagen darf, okay, ich bin weich, alles cool und so, aber ich gebe mir auch nicht.

00:03:34: Und singen zum Beispiel ist auch gar kein Problem.

00:03:36: Genau, das ist gut.

00:03:37: Aber alles, was plötzlich passiert, wahrscheinlich sind die Nerven waren so... Niesen,

00:03:41: viel Husten.

00:03:42: Er war

00:03:42: zu hoch und runter so schnell.

00:03:43: Genau, Niesen.

00:03:44: Schau, ey.

00:03:47: Ja,

00:03:47: also das hätte ich nicht gedacht.

00:03:48: Also das ist auch eine der Sachen, auf die ich auf jeden Fall nicht vorbereitet war.

00:03:52: Ich hab immer schon gehört, Beckenboden, Trainieren in der Schwangerschaft und so.

00:03:56: Aber was das tatsächlich bedeutet, also, als ich dann nach der Geburt das erste Mal, also ehrlich gesagt, ich kam irgendwas aus mir raus.

00:04:05: Ich dachte, das ist Fruchtwasser.

00:04:07: Aber es war einfach das erste Mal, dass ich gepingelt hab nach der Geburt.

00:04:13: Man hat mehr dieses

00:04:14: Gefühl.

00:04:14: Ich hab sich nicht

00:04:15: mehr an die pinkeln.

00:04:16: Ja, es war gar nicht mehr ... Es war gar nicht mehr aufzuhalten durch den Muskel und das war halt direkt nach der Geburt.

00:04:21: Also da war ich komplett so, was das ist jetzt das mit dem Beckenboden?

00:04:24: Also da, also das hat gedauert, das irgendwie zu verarbeiten und daran zu arbeiten auch.

00:04:31: Und an der Beide der zweiten Geburt war ich dann natürlich mehr darauf vorbereitet und ich habe auch in der zweiten Geburt viel mehr meinen Wochenbett einhalten können.

00:04:41: Das macht nämlich auch richtig

00:04:42: was aus.

00:04:42: Ja, das macht sehr viel aus.

00:04:43: Ja.

00:04:45: Lack ist aber nicht daran, dass ich beim ersten Mal drauf geschissen habe oder so, sondern es lag auch mehr daran, dass beim ersten, bei meiner ersten Tochter musste ich viel mehr tragen, um zu beruhigen und da ging es einfach nicht anders.

00:04:57: Da war das zwar nicht so ein einfach nur im Bett liegen Baby.

00:05:00: Ja, genau.

00:05:02: Und beim zweiten Kind habe ich da sehr drauf geachtet und da tatsächlich hatte ich das Gefühl irgendwie... und war es tatsächlich besser.

00:05:08: Ja,

00:05:09: vielleicht muss man sich echt mehr Zeit geben.

00:05:10: Ja.

00:05:11: Also ich meine, Wochenbett acht Wochen ist ja, glaube ich, die Empfehlung.

00:05:13: Ja.

00:05:14: Das macht Sinn.

00:05:14: Aber wenn man halt auch so ein Hummeln im Arschtyp ist, du bist ja wahrscheinlich auch so gestrickt.

00:05:19: Ich glaube, als Künstlerin selbstständige Freiberuflige hat man irgendwie einen anderen Drive, so ein, so ein, ich muss was machen irgendwie.

00:05:28: Ich kam auch gar nicht gut in dieses Wochenbett.

00:05:30: Ich kam da nicht mit gut und klar.

00:05:31: Ja.

00:05:32: Ich kam tatsächlich gut damit klar.

00:05:34: Ich,

00:05:34: ähm, ich weiß nicht, ich hab... Tatsächlich, in meinem Gehirn war alles, was ich sonst mache, irgendwie weg.

00:05:40: Also bei mir war tatsächlich wie so ein... So ein stillen Schlaf.

00:05:43: Ja, tatsächlich.

00:05:43: Also ich war wie in so einem meditativen Zustand.

00:05:46: Oh mega.

00:05:47: Bei mir war auch die Wochenbettzeit immer sehr... Ich konnte keine Menschen sehen, ich konnte keine Reize haben und ich brauchte da wirklich so eine ganz... wie so eine Höhlenzeit.

00:05:59: Und die hast du dir auch genommen?

00:06:00: Die habe ich mir genommen oder versucht zu nehmen.

00:06:02: Beim zweiten Kind ist natürlich dann immer schwieriger.

00:06:04: Da ist ja natürlich alles eben laut.

00:06:08: Aber ich habe da auf jeden Fall versucht, sie auf mich zu achten.

00:06:11: Ja,

00:06:13: spannend.

00:06:14: Krass.

00:06:14: Ist ja interessant mit dem Beckenboden auch.

00:06:17: Und erzähl doch mal von deinem Werdegang.

00:06:19: Ich finde es mega spannend.

00:06:19: Ich kenne dich ja noch von früher.

00:06:21: Ich weiß gar nicht.

00:06:21: Wir haben uns irgendwann mal gesehen.

00:06:22: Ich glaube, du hast auf einer Party getanzt.

00:06:24: Ja.

00:06:25: Von Simon Heger damals.

00:06:27: Ja.

00:06:29: Ich weiß nicht mehr genau.

00:06:30: Das war auf jeden Fall auch in der Schanze.

00:06:32: Und das war noch mit deiner alten Band, mit Chefboss.

00:06:34: Ja,

00:06:35: genau.

00:06:35: Aber du hast ja vorher auch schon Videos gemacht von dir auf YouTube, Tanzvideos.

00:06:39: Ich hab

00:06:39: Tanzvideos immer gedreht.

00:06:40: Ja genau,

00:06:41: erzähl mal.

00:06:42: Ich

00:06:42: finde es cool.

00:06:42: Genau, ich tanze schon ewig.

00:06:45: Ich hab jetzt gar keinen klassischen Tänzer-Werdegang.

00:06:49: Ich hab keine Tanzausbildung gemacht.

00:06:50: Ich bin sozusagen nicht... Ja, ich bin noch, ich hab noch nie irgendwo reingepasst, sagen wir so.

00:06:57: Ich war immer schon sehr nischig.

00:06:59: Also ich hab auch als Tänzerin immer Sachen gemacht, die man jetzt, wo man jetzt nicht sagen würde, okay, ich möchte später Tänzerin werden und so wird es dann.

00:07:07: Es war immer sehr, sehr eigen bei mir.

00:07:10: Ich hab mir irgendwie immer eigene Projekte geformt und ja, es war bei mir immer sehr, sehr eigen alles.

00:07:20: Ich hab viel Choreografie gemacht für Künstler, ich hab beim Theater, ich hab Tanzkurse gegeben, bin viel fürs Tanzen gereist und hab auch viel Battles mitgenommen und so.

00:07:34: So Vogueing hast du auch viel gemacht, ne?

00:07:35: Vogueing, genau.

00:07:36: Ich hab Vogueing gemacht, ich hab aber auch Hip-Hop gemacht und Dancehall.

00:07:43: Crumping.

00:07:44: Und ja, das liegt schon etwas zurück.

00:07:46: Okay,

00:07:46: krass.

00:07:47: Und dann warst du ... Du bist aber auch schon in Vorlage mit deinem Mann zusammen, ne?

00:07:50: Ich

00:07:50: bin mit meinem Mann jetzt auch sechzehn Jahre zusammen.

00:07:52: Ja, Green, wir auch.

00:07:53: Wir auch?

00:07:54: Ja!

00:07:54: Oh!

00:07:54: Oh mein Gott.

00:07:56: Und so wie deiner.

00:07:58: Okay, warte kurz, wir müssen überlegen.

00:08:01: Ja, cool.

00:08:02: Aber war dir schon immer klar, dass du auf jeden Fall auch Kinder haben möchtest, oder war das so?

00:08:06: Mir war das nicht klar.

00:08:08: Was ist passiert?

00:08:10: Ich war tatsächlich, also mir war das Tanzen so wichtig, dass ich dachte, da ist einfach gar kein Platz.

00:08:16: Bei mir war es auch so, also ich war immer so, ich gebe alles für die Kunst.

00:08:23: Also ich arbeite nachts, ich nutze jede freie Sekunde zum Trainieren.

00:08:28: Ich war wirklich so, wenn ich nicht schlafe, dann trainiere ich.

00:08:34: Oder ich bereite Projekte vor, also ich war oder bin sehr, sehr leidenschaftlich damit und ich habe das mit dem Tanzen total als Geschenk wahrgenommen, weil ich eben auch nicht so einen klassischen Werdegang hatte und ich immer das Gefühl hatte, jetzt nutze ich das aus und das ist bestimmt irgendwann vorbei und dann möchte ich das einfach so gut nutzen, wie es geht.

00:08:57: war einfach...

00:08:58: Ja, weil das ist ja so, als Tänzerin habe ich auch noch gedacht, du hast ja, es hat so eine Halbwertzeit irgendwie.

00:09:02: Genau.

00:09:04: So wie, weiß ich nicht, als Sängerin oder Sprecherin oder so oder Moderatorin darfst du ja auch alt werden.

00:09:09: Genau.

00:09:11: Vor allem in bestimmten Bereichen, aber als Tänzerin oder so Musical-Darstellerin oder so, da ist ja dann einfach der Körper irgendwann, der sagt, okay, hier ist der Limit so.

00:09:20: Genau.

00:09:20: Also ich glaube, ich bin halt ein sehr intuitiver Mensch und ich denke jetzt nichts... soweit in die Zukunft.

00:09:28: Ich glaube, hätte ich das gemacht, dann wäre ich wahrscheinlich auch irgendwo schon... Ich hätte mich wahrscheinlich nicht getraut.

00:09:35: Ich bin ein Glück jemand, der nicht soweit in die Zukunft denkt, weil das ist eigentlich kein Beruf, der für die Zukunft gedacht ist.

00:09:43: Aber ich habe es glaube ich schon in mir gespürt und habe halt auch dadurch, dass ich jetzt keine Tanzausbindung gemacht oder irgendwie so, wie man das normalerweise machen würde, wenn man Tänzer werden will.

00:09:53: Und dadurch hatte ich einfach immer das Gefühl, ich möchte diesen Moment, ich möchte das annehmen, ich möchte das so feiern, so weit wie es geht.

00:10:04: Und dadurch war gar kein Platz irgendwie an Familie zu denken.

00:10:07: Obwohl ich natürlich schon meinen perfekten Partner hatte, der mich jetzt lang begleitet und wir haben viele Projekte auch zusammen gemacht.

00:10:15: Wir sind sozusagen zwei Kreative, die sich gefunden haben und als Liebespaar natürlich... Partner sind aber auch als kreative Partner sind.

00:10:24: Ja, ja.

00:10:25: Und bei uns beiden war das immer so.

00:10:28: Wir waren so in unseren Projekten drin oder in dem, was wir gerade machen, das da einfach gar kein Platz für Familie war.

00:10:35: Ja, für sich.

00:10:36: Das ist echt spannend.

00:10:37: Krass.

00:10:38: Aber was ist dann, also du warst ja dann in der Band, Chefboss?

00:10:41: Genau.

00:10:41: Und da war ich auch zusammen mit meinem... Partner, also er hat die Musik gemacht, er war der Musikproduzent und stand auch mit auf der Bühne als DJ.

00:10:51: und das heißt wir sind sozusagen als Familie mit dem Nightliner immer unterwegs gewesen, manchmal wochenlang, manchmal weltweit sogar unterwegs gewesen und eigentlich war es so, dass wir immer mit gepackten Koffern irgendwie zu Hause waren und das ging immer dann von einem zum anderen.

00:11:13: und dadurch Ja, dadurch gab es eigentlich gar

00:11:16: keinen Grund, schwanger zu werden.

00:11:19: Es gab wirklich so ein Fokus.

00:11:23: Es

00:11:24: war so ein Fokus auf dieses Projekt und auf das, was wir machen, da hätte ich gar nicht dran gedacht.

00:11:32: Ja, spannend.

00:11:33: Und dann, what happened?

00:11:35: Dann kam Corona.

00:11:37: Ah ja,

00:11:39: diese Corona, das C-Wort, ja krass.

00:11:42: Ja, okay, krass.

00:11:43: Dann kam Corona, und dann?

00:11:44: Genau.

00:11:45: Das mache ich jetzt.

00:11:47: Bühnen sind zu.

00:11:49: Genau, dann kam Corona, und die Band hat sich aufgelöst.

00:11:53: Und dann war für mich sofort klar, dass wir jetzt Kinder haben müssen.

00:11:58: Echt?

00:11:58: Du hast sofort

00:11:59: gedacht?

00:11:59: Okay, tatsächlich.

00:12:02: Also, auch wenn ich vorher eigentlich keine Zeit hatte, darüber nachzudenken, kam Intuitiv sofort.

00:12:09: Wir müssen... eine Familie gründen.

00:12:11: Also einfach glaube ich, weil ich gespürt habe, jetzt ist der Moment, wo dieses Zeitfenster da ist und ich bin in dem Alter und es ist alles dafür da und ja.

00:12:26: Also das war dann irgendwie zwei zwanzig oder so oder zwei, ein zwanzig?

00:12:30: Genau, eine zwanzig ist meine Tochter auf die Welt gekommen.

00:12:34: Also du hast gesagt, okay, ich werde jetzt schwanger und dann hat es auch direkt geklappt.

00:12:37: Relativ schnell hat es dann geklappt.

00:12:39: Cool, voll das Glück.

00:12:40: Ja,

00:12:41: krass.

00:12:42: Und dann warst du erst mal, wie fandest du das denn gerade als Tänzerin zu beobachten, wie sich dein Körper verändert?

00:12:49: Ja, also das war für mich eine sehr große Unsicherheit.

00:12:56: Zu wissen, mein Körper wird sich jetzt verändern und nicht zu wissen... was danach sein wird.

00:13:01: Also man weiß ja einfach nicht, wie sich der Körper verändern wird, was werde ich danach noch so tanzen können wie vorher oder werde ich fit sein können oder werde ich jetzt einfach nicht mehr tanzen.

00:13:13: Also tatsächlich war für mich so ein, wer weiß, was danach ist.

00:13:16: Also es war wirklich, auch dadurch, dass über Corona auch alles off war, Wer weiß, vielleicht tanze ich jetzt nicht mehr.

00:13:26: War das auch ein bisschen Angst?

00:13:28: Ja, total.

00:13:30: Aber es hat mir das auch leichter gemacht, mich auf die neue Phase einzustellen.

00:13:37: Tatsächlich hat mir das irgendwie geholfen, mich in meiner neuen Lebensphase irgendwie einzuordnen.

00:13:47: Und mich erst mal dazu finden, als Mama... Wer bin ich denn da und wie macht man das alles überhaupt?

00:13:54: Also das heißt du warst ja in die ganze Schwangerschaft über, war ja dein Corona-Zeit, dann wart ihr auch zu Hause, so wie wir alle?

00:13:59: Genau.

00:14:00: Und

00:14:00: dann konntest du da so Schwanger vor dich hin schwangern?

00:14:05: Ja und ich hab halt natürlich auch viel getanzt.

00:14:08: Stimmt, Videos konnte man ja trotzdem

00:14:10: gehen.

00:14:10: Hast du das in der Zeit auch gemacht schon immer?

00:14:12: Ich hab viele Videos eigentlich immer auch gemacht und ich hab auch für mich trainiert und es war jetzt nicht so, dass das Tanzen weg war.

00:14:20: Aber trotzdem war natürlich die Frage, wie wird sich der Körper verändern?

00:14:23: Und auch so eine Schwangerschaft kann man ja nicht komplett einschätzen.

00:14:27: Also ich hätte zum Beispiel gedacht, dass ich am Ende der Schwangerschaft nicht mehr tanzen kann.

00:14:31: Aber für mich war die Frischwangerschaft ja total schwierig.

00:14:35: Warst du so übel und so?

00:14:37: Ja, wie war das bei dir?

00:14:39: Ich hab dir schlecht.

00:14:40: Die ersten drei Monate... Wie war das noch mal?

00:14:43: Ich weiß noch irgendwie, ach so genau, dann war ich drüber und dann habe ich den Test gemacht und dann okay schwanger und gefühlt ab dem Moment bei der Frauenärztin.

00:14:50: Ich glaube das war siebte Woche oder so.

00:14:53: Da hat man gerade mal so diesen Dotter-Sack da.

00:14:55: Genau,

00:14:55: der Dotter-Sack.

00:14:57: Der wohl

00:14:57: mit der bekannten Dotter-Sack.

00:15:00: Und dann irgendwann fing das an mit der Übelkeit und ich dachte echt nur so ey.

00:15:03: Das ist jetzt ein Scherz.

00:15:05: Ist

00:15:05: das das?

00:15:06: Das ist das Schwanger sein?

00:15:08: Oh mein Gott.

00:15:09: Und ich musste mich zwar nicht übergeben oder kaum übergeben, aber ich war die ganze Zeit so

00:15:12: übel.

00:15:13: Und dann musste ich immer so ein gewisses Kontingent an Essen essen, so weißt du?

00:15:17: Damit es irgendwie okay ist, als ich der Bauch okay anfühle.

00:15:20: Genau,

00:15:20: damit mir nicht so übel ist.

00:15:21: Und dann habe ich aber auch nur Scheiße gefressen.

00:15:22: Ich weiß auch nicht.

00:15:23: Irgendwie das Kind in mir, als tatsächlich diejenige, die auch heutzutage jetzt als zehnjähriges Mädchen, sich noch nicht so gesund ernährt.

00:15:35: Ich habe nur Currywurst, Pommes gegessen und Pizza und nur so ein Fettzeug.

00:15:40: Vielleicht

00:15:40: auch gegen die Übelkeit oder so.

00:15:42: Und dann habe ich halt krass schnell zugenommen.

00:15:44: Ich konnte das gar nicht gut haben mit der körperlichen Veränderung.

00:15:46: Ich habe zwar keine Tänzerin natürlich, aber als Mensch auf der Bühne auch, fand ich das echt hart.

00:15:52: Es geht halt so schnell.

00:15:55: Manchmal, ne?

00:15:55: Also manchmal denke ich, war das so, okay, ist ja noch gar nicht schlimm oder was ist schlimm, aber soweit.

00:16:00: Und plötzlich eine Woche später denkst du so, ey, was ist denn jetzt passiert?

00:16:04: Ja, und ich finde auch diesen Moment, wo dann der Bauch schnell wächst und man dann so darauf angesprochen wird.

00:16:10: Ich weiß noch, dass ich das total übergriffig fand.

00:16:12: Also, dass man dann so von Random Leuten auf der Straße so angesprochen wird und man selbst... hat noch gar nicht verarbeitet, dass man jetzt einen großen Bauch hat.

00:16:20: Also man selbst...

00:16:21: Eigentlich kannst du ja noch gar nicht fassen, was das ist.

00:16:23: Genau, weil es gibt ja so diesen Moment, wo man das noch gar nicht sieht und wo man irgendwie denkt, so, hey, ich bin doch schwanger, warum sieht man das jetzt noch nicht?

00:16:33: Und dann kommt auf einmal so ein schneller Bauchwachstum und... Ich fand das irgendwie total komisch, dass einen auf einmal alle Leute so bewerten.

00:16:41: Und dann irgendwie der eine sagt, oh, dein Bauch ist aber total klein noch.

00:16:44: Und dann der andere, ah, bist du schon morgen?

00:16:46: Vielleicht ist morgen schon dein Baby da.

00:16:47: Ist sicher,

00:16:48: dass da keine Zwillinge drin ist.

00:16:49: Genau, also so Kommentare auch von Leuten, die man gar nicht kennt, die dann irgendwie das so bewerten und irgendwie sagen, ah ja, das ist bestimmt ein Junge, das ist bestimmt ein Mädchen oder irgendwie...

00:16:58: Ja, man ist.

00:16:58: plötzlich darf jeder sagen, was er oder sie will, als würde das Baby allen gehören.

00:17:03: Wo man ja selber noch gar nicht checkt, vor allem in der ersten Schwangerschaft.

00:17:05: Ich weiß noch, als meine Tochter quasi dann auf der Welt war, rausgekommen ist, da habe ich gedacht, Alter, wie krass.

00:17:11: Ich habe einen Alien geboren.

00:17:13: Weil du hast ja auf einmal dieses Wesen und da sind so Knochen drin und so.

00:17:17: Und dann ist mir erst mal bewusst geworden, hätte man mich quasi gescanned.

00:17:20: Wäre einfach ein anderer kleiner Mensch in mir gewesen.

00:17:23: Also so richtig mit allem.

00:17:24: Ich hab das nicht geschneit, bis die nicht draußen war.

00:17:26: Nicht geschneit.

00:17:27: Und dann genau diese Sprüche.

00:17:29: Das hab ich auch gehasst.

00:17:29: Das sieht aber noch gut aus für so und so.

00:17:33: Das war ganz schön zugenommen.

00:17:35: Und dann auch immer so, meine Frau hat ja damals nur sieben Kilo zugenommen.

00:17:38: Die war ja nachher weniger als vorher.

00:17:41: wenn du da selber mit zu kämpfen hast,

00:17:43: egal ob du jetzt zu

00:17:43: wenig oder zu viel drauf hast.

00:17:45: Ja und ich glaube auch dieses Identität, also wenn man selbst noch gar nicht angekommen ist mit seinem neuen Körper, also der verändert sich ja und dann muss man ja erstmal realisieren, dass man jetzt einen anderen Körper hat.

00:17:57: Und wenn man in dieser Phase aber dann angesprochen wird und so bewertet wird, also da habe ich mich auf jeden Fall in dieser Phase sehr unsicher gefühlt.

00:18:09: Ich

00:18:09: habe da irgendwie noch mal dran gedacht, wie das ist, wenn man in der Pubertät ist und dann kriegt man seine Brüste.

00:18:15: Das ist ja auch so eine Phase, wo man erstmal verstehen muss, jetzt sehe ich irgendwie auf einmal anders aus.

00:18:21: Ja, und der Kopf wächst nicht mit.

00:18:22: Ja, also stell dir vor, da würde einen die ganze Zeit jemand irgendwie, das ist jetzt aber irgendwie, also das ist einfach was Privates.

00:18:29: Das geht

00:18:29: nicht, das macht man einfach

00:18:30: nicht.

00:18:30: Was den eigenen Körper betrifft so.

00:18:33: Und das ist halt irgendwie was sensibles.

00:18:35: Zumindest war es für mich so.

00:18:38: Ich hatte auf jeden Fall auch eine gewisse Unsicherheit mit meinem Körper erst mal.

00:18:42: Das hört sich jetzt erst mal komisch an, weil, wenn man meine Videos kennt, würde man das nicht so denken.

00:18:48: Aber tatsächlich habe ich irgendwie über die Zeit und tatsächlich dann eher zum Ende der Schwangerschaft hin irgendwie ein sehr großes Selbstbewusstsein gekriegt und auch irgendwie so ein intuitives Gefühl und irgendwie auch so ein, ich bin okay wie ich bin.

00:19:08: Was für mich auch total interessant war, weil ich als Tänzerin immer sehr selbstkritisch war.

00:19:14: Mit deinen Tänzen

00:19:15: oder?

00:19:16: Genau, wie ich tanze.

00:19:18: Und dass ich irgendwie als Schwanger war, habe ich so eine ganz angenehme Intuition entwickelt.

00:19:25: So eine

00:19:25: Sanftheit mit dir selber.

00:19:26: Genau,

00:19:27: irgendwie auch zu spüren, was der Körper haben mag und wie ich mich bewegen will und dass ich auch gar nicht so viel brauche, damit es schön ist.

00:19:36: Und das war für mich irgendwie eine ganz schöne Erfahrung und auch dann damit natürlich choreographiert zu entwickeln und mit dem neuen Körpergefühl und irgendwie mit dem neuen Körper so zu arbeiten als neues Werkzeug.

00:19:49: Ich meine, das ist ja so, wenn man jetzt keine Ahnung, Gitarist wäre und auf einmal kriegt man eine ganz andere Gitarre und da würde man damit ja auch erst mal üben und okay, wie macht man das jetzt?

00:19:59: Stimmt, das habe ich ja noch gar nicht bedacht, dass dein Körper Ja, noch eine ganz andere Connection zu deiner Identität hat als Tänzerin einfach,

00:20:07: ne?

00:20:07: Ja, genau.

00:20:09: Ah ja, crazy.

00:20:09: Das

00:20:10: heißt, das war für mich irgendwie eine sehr inspirierende Zeit.

00:20:13: dann auch auf tänzerischer Ebene, ne?

00:20:16: Weil ich irgendwie gemerkt habe, was der Körper machen kann und was nicht.

00:20:21: Und ich irgendwie auch diese Ästhetik von einem schwangeren Körper irgendwie mochte.

00:20:27: Auch voll

00:20:27: schön.

00:20:28: Ich würde gerne diese Mental,

00:20:29: ey.

00:20:30: Voll cool.

00:20:31: Ja.

00:20:31: Richtig

00:20:32: schön.

00:20:32: Und vor allem, dass du das geteilt hast.

00:20:34: Ich glaube, es ging halt auch vielen Frauen so, die dir jetzt zugeguckt haben bei Insta oder

00:20:38: auf YouTube.

00:20:39: Und natürlich auch mit meinen Tänzerinnenfreunden

00:20:43: zusammen.

00:20:43: Wie krass auch, dass ihr alle irgendwie gefühlt habt, ihr euch abgesprochen oder was?

00:20:47: Weil es gab ja dann, also ich weiß gar nicht, war das erste Video.

00:20:49: Es gab ja dann irgendwann ein Video, was richtig viral gegangen ist.

00:20:53: War das mit deiner ersten Tochter?

00:20:54: Das war mit der zweiten Tochter.

00:20:55: Das war mit der zweiten.

00:20:56: Aber mit der ersten hast du doch auch... Da habe ich auch... Genau, da

00:21:00: habe ich auch viel gemacht.

00:21:01: Aber irgendwie, ich glaube, dadurch, dass ich davor so krass Gas gegeben habe und dann irgendwie erst in dieser anderen neuen Zeit für mich angekommen bin als Mutter, ich war noch gar nicht so wieder offen.

00:21:17: Ich war irgendwie noch sehr... noch in Verarbeitungsprozessen drin und eigentlich erstmal so eine Umstellung und... auch schön, weil ich mich sehr frei gemacht habe von allem, was vorher war, was auch sinnvoll war, weil ich einfach über ein Jahrzehnt lang einfach nur gerannt bin und nur gemacht habe und nur von einem Kreativen zum nächsten.

00:21:43: Und genau, deswegen habe ich das bei der zweiten Tochter erst gemacht.

00:21:49: Das hatte ich dann so ein bisschen... Das Ding, das ich auch mit einem Kind finde, ich weiß nicht, wie du das geplant hast, wie das dann ist mit so einem Kind.

00:21:56: Weil, wenn man so ein Bühnenmensch ist, dann passt ja das Kind eigentlich zu diesem ganzen Lebensstil, passt ja überhaupt gar nicht die Familie rein oder ein Kind.

00:22:04: Das geht ja gar nicht.

00:22:04: Also, wenn man einen Partner hat, ist es cool, da kann man sich sehen.

00:22:07: Wenn der noch in einer Kreativbranche ist, ist es noch besser.

00:22:09: Dann ist man so zwei kleine Zirkusfärtchen, die sich immer mal wieder treffen.

00:22:13: Ist ja auch mega spannend.

00:22:15: Aber ein Kind fordert ja dann doch... einfach eine Struktur ein, die du ja vorher gar nicht absehen kannst.

00:22:23: Und, also ich habe es mir zum Beispiel immer vorgestellt, ich dachte so, ich kenne auch die Geschichten von anderen Freunden von mir, die auch als Kind von Musikern in groß geworden sind.

00:22:31: Ich dachte so, ja dann nehme ich meine Tochter einfach mit auf Tour und dann Backstage und dann kommt meine Mama mit und die passt auf und so immer ist alles so voll.

00:22:39: Man stellt sich das

00:22:39: so vor.

00:22:40: Ja, so easy.

00:22:41: Und im Endeffekt... Es hätte von außen auch alles gehen können.

00:22:45: Also ich hätte mir das so basteln können, auf jeden Fall.

00:22:48: Also meine Mama hat noch lange gearbeitet und mein Papa auch, die hätten das nicht machen können.

00:22:51: Aber man hätte es irgendwie organisieren können.

00:22:52: Ich kenne Menschen, die schaffen das so.

00:22:54: Aber ich habe es auf einmal nicht mehr gefühlt.

00:22:56: Weißt du?

00:22:57: Das war so ein... Boah, ich will das gar nicht mehr, krass.

00:23:00: Und ich war ja genauso wie du, auch so ein rennendes Huhn irgendwie von einem Gig zum anderen, von einem Studiotermin zum anderen.

00:23:07: Jetzt ist es auch noch so, aber die Pausen sind anders und auch die Base

00:23:11: ist fester.

00:23:12: So, ich will weniger so richtig weg sein.

00:23:14: Und wenn, also es ist, es hat eine bessere Struktur im Grunde genommen.

00:23:17: Es ist nicht mehr dieses Hecheln.

00:23:20: Jetzt kommt das Mama-Hecheln dazu, ist ja bei dir auch wahrscheinlich, dann sind die krank und so, dann kommen andere Sachen dazu.

00:23:26: Aber ... Ja, man ist nicht mehr so in diesem Running Lifestyle die ganze Zeit als Künstlerin.

00:23:32: Und irgendwie holt einer das so runter, ne?

00:23:34: Ich

00:23:34: glaube, das ist super schwer.

00:23:38: Wenn man dann schwanger wird, dann hat man ja irgendwie so das Gefühl, man wird so bleiben wie man ist.

00:23:43: Nur mit Kind.

00:23:44: Und man stellt sich dann irgendwas vor.

00:23:45: Man stellt sich irgendwie vor wie man sein wird.

00:23:48: Und viele sagen, sie bleiben einfach so, wie sie sind.

00:23:52: Oder viele sagen auch, ich werde jetzt ganz anders.

00:23:55: Und ich glaube, egal, was man sich so vorstellt, das ist immer anders am Ende.

00:23:59: Es ist immer wie als hätte man so eine eigene Neugeburt.

00:24:04: für sich.

00:24:05: Man wird selbst irgendwie ein neuer Mensch.

00:24:09: Und gleichzeitig bleibt man irgendwie der alte Mensch.

00:24:11: Ich finde, das ist irgendwie ganz...

00:24:13: Man kriegt so ein Add-on einfach.

00:24:14: Ist wie so eine, ach guck mal, ich habe noch eine App dazu bekommen.

00:24:17: Ja, genau.

00:24:18: Ja,

00:24:18: voll, finde ich auch.

00:24:19: Aber irgendwie, es ist auch schwer sich das dann zu erlauben, dass man sagt, ich habe mir jetzt vorgenommen, ich bleibe genauso wie vorher und dann zu realisieren.

00:24:27: Nee, ich hab mich aber verändert.

00:24:29: Und sich dann zu erlauben, zu sagen, es ist okay.

00:24:32: Ich darf mich jetzt auch verändern.

00:24:33: Es ist okay.

00:24:34: Es ist was ganz Einschneidendes in meinem Leben passiert.

00:24:36: Und es ist auch okay, sich dann anzupassen.

00:24:40: Ja, das ist voll.

00:24:41: Es ist auch ein Appell an andere Mütter, finde ich.

00:24:43: Also an werdende Mütter oder auch an Mamas generell.

00:24:46: Weil im Endeffekt, ich weiß nicht, wie es bei dir war, aber ich hatte immer das Gefühl, ich darf mich vor allem nach außen nicht verändern.

00:24:52: Also für mich in meinem Geheimen zu Hause.

00:24:57: war es okay, dass ich dann so Nora Mama war.

00:25:00: Aber nach außen, vor allem damit alten Kollegen und Freunden, gerade Männern, die waren dann so, oh Mensch, da bist du ja wieder.

00:25:08: Weißt du so?

00:25:10: Und da hätte ich mich nicht getraut.

00:25:13: Es hat lange gedauert, bis ich dann sagen konnte, ja, aber ich bin jetzt halt nicht mehr die, die davor war, sondern ich bin jetzt auch noch dazu.

00:25:19: halt Mama, weißt du?

00:25:21: Aber gerade wenn man in dieser Branche tätig ist, ist es natürlich auch... Echt fragil, weil da wächst halt ohne Ende nach.

00:25:28: Es kommen halt einfach immer wieder geile Tänzerinnen und immer wieder geile Sängerinnen und geile Bühnen, Performance, Menschen.

00:25:34: Wie ging es dann bei dir dann weiter?

00:25:37: Also im Grunde genommen ging es eigentlich fast so weiter wie vorher.

00:25:42: Nur, dass ich mir Stress hatte.

00:25:44: Also du warst weiter auf der Bühne?

00:25:47: Ja, genau.

00:25:47: Ich war weiter auf der Bühne.

00:25:48: Und

00:25:49: du hattest dich einfach nur... Versucht.

00:25:51: Ich habe mich einfach nur versucht... Ich habe einfach versucht so zu tun, als könnte ich Zeit strechen.

00:25:56: Ich habe mir leider nicht so gut Zeit genommen und es ist eigentlich schade im Nachhinein, wenn man sich so richtig erlaubt.

00:26:01: Ich dachte irgendwie, nee, ich muss das jetzt alles schaffen und nochmal mal sein und... Das hat einfach nicht geklappt, ne?

00:26:07: Vor allem, wen machst du dann dafür verantwortlich?

00:26:09: dich und dann auch ein bisschen die Kinder und dann noch deinen Mann und am Ende bist du nur noch am meckern, weil...

00:26:15: Das

00:26:16: ist alles zu viel und

00:26:17: dann kommen ja auch noch so Sachen wie Kinder werden krank.

00:26:21: Ich hätte

00:26:22: zum Beispiel auch nicht gedacht, dass das so ein großer Teil sein würde von Anstrengungen.

00:26:29: Vor allem das zweite Kind, oder?

00:26:30: Ja, genau, weil bei mir war das so, dass meine erste Tochter in die Kita kam und in diesem Moment ist die zweite Tochter geworden.

00:26:40: Also das war gleichzeitig, was natürlich auch... organisatorisch gut ist.

00:26:44: Aber wir haben natürlich gleichzeitig diese ganzen Krankheiten verarbeitet.

00:26:48: Also meine ältere Tochter hat alle Krankheiten mitgeschleppt und die Kleine hat dann auch halt diese ganzen Sachen, die man als Kleine bekommen bekommen.

00:26:59: Und das war immer gleichzeitig.

00:27:00: Also das war wirklich, die waren gefühlt wirklich jetzt zwei Jahre irgendwie nur krank.

00:27:04: Ja, man ist in so einem Tunnel einfach nur.

00:27:06: Ja, also wirklich auch in so einem Notfallmodus.

00:27:09: Also ich habe das Gefühl wirklich, Wenn ich jetzt auf die letzten zwei Jahre gucke, muss ich sagen, ich war durchgängig eigentlich in so einem Notfallmodus, wo man fast nicht schläft und irgendwie wirklich nur irgendwie gefühlt nur so irgendein Kind beruhigen und also... Ja, ist

00:27:28: normal.

00:27:28: Scheiße.

00:27:29: Ja, es ist einfach mega anstrengend.

00:27:31: Es kommt total viel zusammen.

00:27:32: Es

00:27:33: kommt total viel zusammen.

00:27:33: Das ist super krass, auf jeden Fall.

00:27:35: Also... Ich hab da auch noch mal gedacht, okay, ich hab jetzt einfach jeden Tag hab ich mehr Respekt für meine Mama gehabt.

00:27:42: Oder generell für Mamas, wie viel die schaffen.

00:27:45: Und ja, Papas sind auch da, aber let's face it, es ist halt irgendwie am Ende.

00:27:50: Bei den meisten, würd ich mal sagen, ist es einfach, ist die Frau diejenige,

00:27:56: wo

00:27:56: das Leben einfach einen anderen Einschnitt bekommt.

00:27:57: Sieht

00:27:57: man ja auch.

00:27:58: Also, wenn man sich überlegt, wer zu so Angeboten kommt.

00:28:03: Also, es macht schon Sinn, dass mein ... Bei meinem Tanzen jetzt malen.

00:28:09: Also es gibt so was Vergleichbares wie jetzt für Dats.

00:28:13: Wochen Endangebote gibt es ja für Dats viel.

00:28:16: Aber jetzt so unter der

00:28:18: Woche, Vormittag,

00:28:19: es gibt einfach nicht viele Männer, die das machen.

00:28:24: Aber das ist doch cool, dass wir da hinkommen.

00:28:26: Du hast ja beim zweiten Kind diesen viralen Hit.

00:28:30: Das müsst ihr euch angucken, das ist so geil.

00:28:32: Erst gibt es das Video, wo ihr alle mit euren Bäuchen tanzt.

00:28:37: Wie bist du auf die Idee gekommen?

00:28:38: Oder war das ein Gruppending?

00:28:40: Habt ihr euch das zusammen überlegt?

00:28:42: Aber das hat so viel Power.

00:28:45: Ja, ich hatte die Idee, weil es ein ganz großer Zufall war, dass ich einfach ... ...drei andere Freundinnen noch habe, die im ... ... ziemlich gleichen Schwangerschafts ... ... nicht so abgefahren.

00:28:56: Ja, also die einfach ähnlich ... ... große Bäuche hatten wie ich ... ... und ... ...

00:29:02: waren in unterschiedlichen Stadien aber wir hatten ... ... ähnlich große Bäuche.

00:29:08: Und die eben auch Tänzerin sind und ... ... ja ... ... wenn man schwanger ist und ... ... zusätzlich noch ein anderes Kind hat, dann ... ... passelt es auch auf, dass man sowas nicht hinbekommt, ... ... aber ich war so, wir müssen das hinbekommen.

00:29:21: Und ja, dann habe ich sie eben zusammengetrommelt, habe mir diese Choreografie ausgedacht.

00:29:26: Und mein Mann hat gefilmt, zusammen mit meiner Tochter.

00:29:29: Ach, geil!

00:29:30: Und... Diese Mama meinte.

00:29:36: Cool.

00:29:36: Wie viele Frauen wart ihr da?

00:29:37: Vier.

00:29:38: Vier.

00:29:39: Genau.

00:29:39: Und mit einer von denen habe ich tatsächlich auch... auf den ganz großen Bühnen getanzt, mit der war ich auf Tour.

00:29:48: Ah, die Katastrophan früher noch von den ganz großen

00:29:49: Chancen zu tun.

00:29:50: Genau, und der war ich sozusagen immer auf Tour unterwegs.

00:29:52: Ey, lustig.

00:29:53: Und war das ihr erstes Kind, deinem Bauch?

00:29:55: Ihr zweites.

00:29:56: Ah, war auch ihr zweites.

00:29:57: Ihr zweites

00:29:57: Abgefahren.

00:29:58: Genau.

00:29:58: Cool.

00:29:59: Und mit der anderen war ich auch beim ersten Kind zusammenschmangen.

00:30:02: Also es war, ja, das ist ganz

00:30:04: schön.

00:30:05: Das sollte so sein.

00:30:06: Ja.

00:30:06: Ja, krass.

00:30:07: Und dann hast du das gepostet und dann?

00:30:09: Also ist es sofort so abgegangen, oder?

00:30:13: Ja, relativ schnell ist es abgegangen.

00:30:16: Und dann hat es ja sogar auch noch Missy Elliot gepostet und...

00:30:21: Ich habe es notiert, weil ich war einfach

00:30:22: schon so, okay.

00:30:25: Sierra, one, two step, Missy Elliot, Jessie J, Jennifer Garner.

00:30:30: Du hast noch irgendwas gesagt.

00:30:32: Ich weiß ja auf jeden Fall, aber das ist ja schon die A-List.

00:30:37: Es ist richtig um die Welt gegangen.

00:30:40: Und ja, also da muss ich sagen, da war ich wirklich auch ganz geflasht.

00:30:44: Ja.

00:30:45: Und ja, wenn man schwanger ist, dann wird man eigentlich ja so ruhig oder eigentlich ist der Körper ja so auf Ruhe gepolt, aber da war ich auch schon dann sehr aufgeregt.

00:30:55: Ja, klar.

00:30:56: Und ja, als unsere Babys dann da waren, haben wir dann weitergemacht mit den Babys zusammen zu tanzen.

00:31:04: Ja, geil.

00:31:05: Und haben uns getroffen zum Jam und zum Tanzen.

00:31:09: Und das waren dann auch vier, war das dann erst mal?

00:31:12: Also ich hab dann immer alle meine Tänzerinfreunde eingeladen, die auch Kinder hatten.

00:31:18: Das waren dann auch schon ein paar mehr

00:31:19: noch.

00:31:21: Achso, ihr wart erst, weil du hast ja, ihr habt quasi eine Tänzerin-Gruppe gehabt, so, dann hat man halt so, okay, hey, wir haben jetzt zwei Babys, aber wir lieben halt tanzen, wir wollen einfach tanzen, tanzen, tanzen, tanzen.

00:31:29: Ja, ich wollte es bewegen.

00:31:31: Oder auch mal wieder treffen.

00:31:32: Manchmal tut es ja auch gut, wenn man in dieser Marmbubble ist, wenn man also auch mit Menschen ... Befreundet wird oder zu tun hat einfach aufgrund der Lebensphase.

00:31:42: Und die machen ganz andere Berufe oder so.

00:31:44: Und man will aber halt einfach nochmal kurz mit denen zusammen sein, die deine Sprache sprechen, wo man halt im Kopf, wo keiner übersetzt muss im Kopf.

00:31:51: Es tut total gut, sich da auch abzugleichen.

00:31:53: Wie ist jetzt das bei dir mit dem Körper?

00:31:55: Wie ist es mit der Bühne?

00:31:57: Und wie vermissen wir das?

00:31:58: Und wie machen wir das jetzt?

00:31:59: Und wie handeln wir so den Alltag?

00:32:03: Und wie machen wir das mit dem Training?

00:32:04: Das ist total schön.

00:32:06: da jemanden zu haben, der das genauso versteht.

00:32:08: Also deswegen ist das auch so wertvoll, wenn man sich dann trifft.

00:32:12: Also wir machen natürlich die Videos, aber wir unterhalten uns auch und wir kommen so zusammen.

00:32:17: Und wenn man zusammen tanzt, dann ist es ja auch nochmal eine Verbindung.

00:32:21: Ja, also es ist ja...

00:32:22: Krass.

00:32:23: Aber dann habt ihr noch das mit den Babys gemacht?

00:32:25: Genau.

00:32:25: Es ging das auch wieder so ab?

00:32:27: Ja, es ging so weit.

00:32:28: Also erst mal war es dann so, dass eben... um das so weiter zu feiern, eben das, was wir denn in der Schwangerschaft gemacht haben, habe ich dann so Sessions einfach im Tanzraum organisiert, mit den Kindern zusammen und dann aber auch so an anderen Locations noch.

00:32:52: Also ich habe dann einfach irgendwie,

00:32:55: du so okay, Feuer ist wieder da, Leute.

00:32:57: Ja, gut.

00:32:58: Genau.

00:32:59: Und dann ging es auch irgendwann wieder ab.

00:33:02: Aber es musste sich erst mal so ein bisschen wieder ein... Groven.

00:33:07: Genau.

00:33:08: Und jetzt hat sich das eigentlich so entwickelt, dass ich Kurse gebe, auch mit meiner Crew zusammen und das eben noch ganz andere Mamas dazu kommen, die eben auch gerne tanzen.

00:33:19: Ach cool.

00:33:19: Also das heißt, du machst jetzt auch Kurse, wo jede Frau hinkommen kann.

00:33:24: Also jede Frau hinkommen.

00:33:25: Genau.

00:33:26: Oder

00:33:26: Männer.

00:33:27: Ja, Männer sind natürlich willkommen.

00:33:28: Das heißt natürlich Mom-Jam.

00:33:29: Das ist wirklich, ich glaube, die meisten fühlen sich jetzt mal nicht so eingeladen, aber... Eigentlich sind die Männer auch auf jeden Fall eingeladen.

00:33:35: Also, wenn du ein

00:33:36: Appell an Moms... Also, wenn

00:33:37: du ein Appell

00:33:38: an Moms... Also, wenn du ein Appell

00:33:39: an Moms... Also, wenn du ein

00:33:40: Appell an Moms... Also, wenn du ein

00:33:41: Appell an Moms...

00:33:42: Also, wenn du ein Appell an Moms... Also, wenn du ein Appell an Moms... Also, wenn du ein Appell an Moms... Also, wenn du ein Appell

00:33:47: an Moms... Also, wenn

00:33:47: du ein Appell an Moms... Also, wenn du ein Appell an Moms... Also, wenn du ein Appell an Moms... Also, wenn du ein Appell an Moms... Also, wenn du ein Appell an Moms... Also, wenn du ein Appell an Moms... Also,

00:33:56: wenn du ein Appell an Moms... Also, wenn du ein Appell an Moms... Also, wenn du ein Appell an Moms... Also, wenn du ein Appell an Moms... Also, Erst mal natürlich ganz unterschiedliche Mamas zusammen, aber für alles ist es natürlich irgendwie neu anfangen.

00:34:09: Egal wo du vorher warst, du hast einfach gerade ein Baby vor kurzer Zeit gekriegt.

00:34:12: und dann merkt man, wenn man dann zusammen tanzt und ich mache immer so

00:34:18: so ein

00:34:20: Kreis und auch es geht dann immer viel darum, sich gegenseitig so zu pushen, zu supporten und Hand zu feuern.

00:34:27: Und dann merkt man immer, was für eine Energie da so drinsteckt.

00:34:29: Und

00:34:30: dass so eine Energie

00:34:30: rauskommt.

00:34:30: Aber dann am Anfang ist

00:34:31: es bereits gekommen.

00:34:32: Gott, ich will mir wahrscheinlich mit so eine Runde gehen, am Anfang und dann tanzen.

00:34:36: Erstmal ist es wahrscheinlich so,

00:34:37: oh Gott.

00:34:38: Es ist, also ich glaube dadurch, dass man so, man warmt sich gemeinsam auf, startet erst mal langsam, man macht erst mal den Körper ganz langsam warm.

00:34:47: Also es ist jetzt nicht so, dass wir da ankommen, es geht gleich total los.

00:34:51: Das

00:34:51: ist

00:34:52: schon auch abgestimmt auf einen... Menschen, der gerade ein Kind gekriegt hat.

00:34:59: Aber wie viel können die, wie alt müssen die Babys sein?

00:35:03: Das ist sehr individuell.

00:35:04: Also

00:35:06: ab dem Moment, wo sich die Mutter bereit fühlt, wo sie körperlich bereit ist, wo das Kind irgendwie auch in der Trage ist und wo man irgendwie einfach... Ja, das ist sehr individuell.

00:35:17: Wo man einfach das Gefühl hat, als Mama, okay, ich muss jetzt, ich hab

00:35:20: das Bock.

00:35:21: Also einige kommen mit sehr kleinen Kindern und einige kommen mit größeren Kindern und das ist sehr individuell.

00:35:27: Also, dass man dann so in so ein Flow kommt oder in so ein, ich würde fast schon sagen, tatsächlich in so eine Art von... Ja, also ich glaube, als Mama bleibt man natürlich immer bei seinem Kind.

00:35:41: Also man würde jetzt... Aber trotzdem, man ist ja so eingespielt als Mama und Kind, dass es irgendwie auch natürlich ist.

00:35:52: Und trotzdem merke ich dann, dass die Mama es da echt irgendwie ... dass da irgendwas rauskommt, irgendwas, was vielleicht auch angestaut wurde,

00:36:03: was

00:36:03: sich angestaut hat und was dann zusammen so rauskommt.

00:36:06: Ja klar, man sagt auch, der Körper steckt voller Erinnerung, oder?

00:36:10: Also ich meine nicht, umsonst gibt es sowas wie psychologische Körpertherapie und so ein Kram.

00:36:16: Ich glaube, es sind ganz viele traumatische Wunden stecken irgendwo im Körper fest.

00:36:21: Und wenn du gerade Mama geworden bist, ich meine, was für ein Trauma willst du denn noch körperlich im Grunde genommen durchleben?

00:36:28: Ja.

00:36:29: Was krasser ist als das?

00:36:30: Ja.

00:36:31: Also abgesehen von ganz schlimmen anderen Dingen, aber so... Ich mein, es ist einfach mal, einmal deine Vagina, deine Vulva, alles ist einmal komplett aufgegangen.

00:36:41: Dieser, da ist so ein kleiner Körper aus dir rausgequetscht oder eine Bauchgeburt wie auch immer.

00:36:46: Aber auf jeden Fall hast du das, dein Körper hat so eine Veränderung durch, ist durchgegangen und das so schnell auch.

00:36:52: Und

00:36:53: auch die

00:36:53: Psyche.

00:36:54: Und die Psyche, genau.

00:36:54: Und genau wie du vorhin meinst, mit der Pubertät, man kommt ja irgendwie gar nicht so richtig hinterher.

00:36:58: Ich finde ja auch, dass das Baby, bei mir war das auf jeden Fall, weiß nicht, wer da relating kann, aber es waren diese vierzig Wochen, die kamen mir... irgendwie lang vor.

00:37:09: Gleichzeitig ging es super schnell, weil ich die Verarbeitung nicht hingekriegt habe.

00:37:12: Weißt du, was ich meine?

00:37:13: Ja.

00:37:15: Und ich glaube, ich kann mir richtig vorstellen, wenn ich mich jetzt darin zurückdenke, als ich Jungmama war.

00:37:21: Also, ich bin eine kleine Kinderte.

00:37:22: Mir vorstellen, ich gehe in so einen Raum und ich habe das Baby in der Trage.

00:37:26: Und da sind halt auch mal andere Mamas, die wahrscheinlich auch cool drauf sind, einfach weil ... Du bist ja diejenige, die die Leute zusammenbringt.

00:37:32: Das heißt, die mögen dich.

00:37:33: Du bist cool und fresh.

00:37:34: Das heißt, die Leute sind wahrscheinlich auch cool und fresh.

00:37:37: erstmal schon, weißt du?

00:37:37: Das ist ja schon mal die Basis.

00:37:39: Dann läuft gute Musik.

00:37:41: Und dann bewegt man sich körperlich und plötzlich.

00:37:42: Ich glaube auch, dass du als Choreografin und Tanzlehrerin dann auch den Leuten oder den Frauen den Raum gibst, dass sie sich vielleicht auch mal so bewegen können, wie sie sonst halt einfach nicht tun, weißt du?

00:37:53: Ich meine, wenn du zu Hause tanzt oder rumschuckelst, man macht ja dann doch immer so seine Moves.

00:37:58: Und wenn du aber andere Leute siehst, die was anderes machen oder du als Lehrerin und dann plötzlich Dinge machst, die du vorher gar nicht gemacht hast, das erweitert ja auch total den Horizont und geht halt nochmal echt an Ecken, wo du vorher nicht warst.

00:38:10: Also auch körpertraumatisch wie auch immer.

00:38:13: Da stecken ja überall noch so Geschichten drin.

00:38:14: Und wenn du dann plötzlich den einen Move machst und da sitzt ein Muskel, wo noch irgendein andere

00:38:18: drin ist,

00:38:19: weißt du, dann bist du in einer ganz anderen Sphäre.

00:38:24: Manchmal ist es ja auch so, man braucht quasi eine Gruppe.

00:38:28: Von Gleichgesinnten, um für sich alleine sein zu dürfen.

00:38:32: Für

00:38:32: sich besser auch zu verstehen.

00:38:33: Ja,

00:38:34: genau.

00:38:34: Und ich glaube, dann hast du so einen Fokus auf dein Baby.

00:38:36: Alle sind mit ihrem Baby in Connection und du guckst dich um und kommst dann auch in so eine Verbindung mit deinem Kind.

00:38:42: Vielleicht noch besser als zu Hause.

00:38:43: Ja,

00:38:44: ja, ja.

00:38:46: Voll schön.

00:38:46: Also es ist tatsächlich irgendwie was Magisches, was da passiert.

00:38:50: Ja, das glaube ich.

00:38:51: Man merkt halt auch, dass die... die Babys dann, also einige Krabbeln dann natürlich auch danach noch und so.

00:38:57: Ich habe das zumindest bei meiner Tochter dann immer gemerkt, dass sie danach immer so irgendwie sehr inspiriert war.

00:39:04: Und irgendwie das total toll fand auch die anderen Babys dazu beobachten.

00:39:07: Auch wie cool.

00:39:09: Also wo ich tatsächlich das Gefühl habe, dass irgendwie alle von profitieren.

00:39:14: Also ja, so irgendwie sehr... Sehr schön.

00:39:18: Und ist das jetzt für dich als Tänzerin eine ähnliche Erfüllung, wie als du auf großem Bühnen standest?

00:39:24: Oder fühlt sich das anders an?

00:39:29: Es hat Parallelen, es ist aber schon was

00:39:31: anderes.

00:39:32: Ja.

00:39:32: Und vermisst du die große Bühne manchmal?

00:39:35: Ja.

00:39:35: Ich vermisse die große Bühne.

00:39:36: Ja,

00:39:36: glaube ich.

00:39:38: Vor allem, weil es so abrupt war.

00:39:40: Ich hatte irgendwie gar keine Möglichkeit, mich richtig zu verabschieden von dem letzten Lebensabschnitt.

00:39:47: Ich bin aber trotzdem okay, also ich bin glücklich, dass ich diesen Lebensabschnitt hatte.

00:39:55: Und ich weiß aber auch, selbst wenn ich jetzt keine Kinder gehabt hätte, dann hätte ich das nicht ewig so weitermachen können, hätte ich mich irgendwann kaputt gemacht.

00:40:04: Das war ja total schön, so viel unterwegs zu sein und immer so unter Strom zu stehen und so.

00:40:14: Aber gleichzeitig auch sehr anstrengend immer unterwegs zu sein und gar nicht zu Hause zu sein, gar keinen richtigen geregelten Alltag zu haben.

00:40:24: Und ich glaube, also das kann man in einer bestimmten Alter, kann man das total gut machen.

00:40:29: Und ich bin ganz glücklich, dass ich das alles erlebt habe.

00:40:32: Aber ich glaube, ich will das jetzt nicht machen, bis ich vierzig bin, also so ein Bühnen.

00:40:38: von Bühne zu Bühne leben.

00:40:40: Ich glaube, das wäre dann auch ohne Kinder irgendwann vorbei gewesen.

00:40:43: Ja, das frage ich mich immer, warum das dann so ist, weil es gibt ja Menschen, die machen das, die ziehen das voll weiter durch.

00:40:48: Die haben immer richtig weiter Bock drauf.

00:40:50: und nee, noch eine Platte oder noch eine Kurio und noch eine neue Gruppe, mit der ich jetzt rumtingle oder keine Ahnung war.

00:40:58: Und ja, geht mir auch so.

00:41:00: Ich bin auch eher so, dass ich denke, ja, also... Ich meine, nie, du warst ja auch auf so großen Festivals und so, ne?

00:41:06: Und das hab ich nicht gemacht.

00:41:08: Ich bin ja gekommen aus dem Jazz.

00:41:10: Also es gab ein paar große Auftritte.

00:41:13: Aber irgendwie das Gefühl, seitdem ich Mama bin, interessiert mich mehr die Verbindung der Menschen.

00:41:22: Also auch in Verbindung mit Kunst und Bühne ist jetzt mein Fokus viel mehr.

00:41:27: Ich meine, hier im Podcast ist es ja auch so, die Bindung zwischen Menschen und das zu schaffen, dass in einem Raum für den Moment, in dem man da ist, so eine Magie entsteht.

00:41:39: Genau, so wie du in deinen Tanzkursen auch hast.

00:41:42: Und das ist irgendwie, egal, wie groß das jetzt ist, aber das ist ein anderer Mehrwert.

00:41:47: Und er geht aber irgendwie tiefer, aber er kribbelt halt nicht mehr so schnell wie früher.

00:41:51: Weißt

00:41:52: du, es ist nicht mehr so ein Kribbelsägt.

00:41:55: Ja, was ich auch nicht.

00:41:56: Ich hatte vielleicht auch meinen Alter zu tun oder so, ne?

00:41:58: Und

00:41:59: vermisst du die alte Zeit?

00:42:01: Oder hast du das Gefühl, dass du dein altes Leben eigentlich auch immer noch genauso hast?

00:42:07: Also hast du das Gefühl, dass es einen davor und danach gibt?

00:42:10: Es gibt auf jeden Fall einen davor und danach, aber meine Kinder sind ja auch schon wieder größer, ne?

00:42:14: Du hast jetzt zwei und vier und ich habe ja... Siebeneinhalb, muss ich immer sagen.

00:42:21: Und zehn.

00:42:23: Das heißt, die sind ja schon viel selbstständiger, ne?

00:42:25: Und ich merke schon seit so ein paar... Ich kann mich mental besser abschotten jetzt.

00:42:32: Ich weiß noch, das war aber schon ganz lange her.

00:42:34: Da waren, weiß ich nicht, da waren meine Große wahrscheinlich so zwei.

00:42:38: Und ich war das erste Mal irgendwie... Hatte ich den Moment, weiß ich noch, dass ich plötzlich als... Ich hab mich richtig erschrocken.

00:42:46: Krass, ich hab gleich mal ein Kind gedacht gerade.

00:42:48: Weißt du?

00:42:48: Weil die ist ja immer so im Fokus gewesen.

00:42:51: Und dann gab's den einen Moment, wo ich dachte, oh mein Gott, das war auch während irgendeines Geeks.

00:42:54: Ich weiß es nicht mehr.

00:42:56: Und da hat's boh, krass,

00:42:58: ich hab grad gar nicht an die gedacht.

00:42:59: Öh, heftig.

00:43:00: Und da hatte ich sofort ein schlechtes Gewissen.

00:43:02: Und mittlerweile ist das aber so, dass die halt einfach nicht die ganze Zeit immer auf meinem Radar sind.

00:43:06: Ich bin wieder mehr im Fokus, so, ne?

00:43:10: Also nee, ich vermisse das nicht.

00:43:12: Ich finde es eigentlich total gut.

00:43:13: Ich bin froh, dass dieser Weg da war, weil ich wieder mehr bei mir bin und auch als Künstlerin, Sängerin, Sprecherin jetzt hier mit dem Podcast.

00:43:24: Ich mache mehr Sachen für mich wieder, weißt du?

00:43:27: Also ich habe das Gefühl, dass die Zeit vor den Kindern, das war auch dieses Rennen und Hasseln, aber ich glaube, es war auch viel nicht für mich, sondern... Um irgendwie für andere auch.

00:43:40: So ein Rennen einfach.

00:43:42: Erleben, erleben, erleben.

00:43:42: Adrenalin, Junkie.

00:43:44: Bam, bam, bam, bam.

00:43:45: Genau, Leute treffen, Connection und so.

00:43:47: Das ist ja trotzdem in einem drinne.

00:43:49: Ich glaube, das ist auch eine Natur.

00:43:50: Du bist ja auch so.

00:43:52: Das geht ja auch irgendwie nicht weg.

00:43:53: Aber es fühlt sich ausgewählter an und besser angekommen.

00:43:59: Ja, angekommener und besser so Grenzen zu setzen.

00:44:03: Also ich finde es nicht mehr so schlimm.

00:44:05: zu sagen, nee, das schaffe ich nicht.

00:44:06: Ja.

00:44:07: Weißt du?

00:44:07: Ja.

00:44:08: Kannst du das auch mittlerweile?

00:44:09: Nee, ich habe, also dadurch, dass es so einen krassen Cut bei mir gab und tatsächlich auch, ich glaube, zwei Jahre oder so eigentlich gar keine tänzerische richtige Arbeit bei mir war.

00:44:23: Also ich habe wirklich eigentlich in der Zeit wirklich mein Fokus eigentlich nur auf Mama gesetzt.

00:44:31: Ja, ja, ja.

00:44:31: Und auch wenn ich getanzt habe, ... trainiert habe, aber es war jetzt nicht so ein ... ... ähm ... ... ich erreiche was.

00:44:38: Also da habe ich sozusagen in dieser Zeit ... ... eine ganz lange Zeit nein gesagt.

00:44:41: Also ich habe das auch in mir gespürt.

00:44:43: Ich war richtig so ... ... ich muss jetzt einmal kurz checken, wer bin ich eigentlich?

00:44:47: Also auch ... ... bevor ich Mutter wurde, hatte ich dieses Gefühl ... ... diese Corona-Zeit für mich nutzen zu wollen in ... ... okay, ich war die ganze Zeit Tänzerin, ich bin auf der Bühne.

00:44:56: Alle jubeln mir dann zu und ich bin irgendwie so ein ... ... ich bin als Tänzerin irgendwie ... fühle ich mich dann so wertvoll, aber wenn ich das tanze nicht da ist, wie fühle ich mich dann als einfach Maike?

00:45:05: Wenn ich einfach nur da bin und irgendwie niemand mir zuguckt und ich nicht tanze und ich bin nicht die Tänzerin, wer bin ich dann?

00:45:12: Das wollte ich irgendwie für mich rausfinden.

00:45:14: Und natürlich dann weiter als Mutter und einfach Maike.

00:45:20: Und in der Zeit habe ich aber gespürt, dadurch, dass es davor so intensiv war, hatte ich das Gefühl, ich brauche wirklich mal kurz Pause.

00:45:26: Ja, ja, ja.

00:45:27: Und mit diesem Muttersein habe ich mir das natürlich auch nochmal auf eine andere Art genommen.

00:45:32: Und das war eigentlich mein Nein sagen.

00:45:34: Ja.

00:45:35: Und jetzt, wo mein Marmjain-Projekt gestartet ist und das halt jetzt irgendwie läuft, habe ich wieder das Ja sagen.

00:45:41: Also jetzt sage ich, dass ich im Moment immer Ja.

00:45:44: Ja.

00:45:45: Und bis jetzt eigentlich ... Sag ich auch immer ja, also...

00:45:50: Immer bei mir irgendwas.

00:45:55: Ja.

00:45:55: Eine Anfrage kommt.

00:45:56: Eine Anfrage oder

00:45:57: irgendwie, wo ich merke, der Weg kann weitergehen, ich sag immer ja.

00:45:59: Ja,

00:46:00: geil.

00:46:01: Aber dann ist das wahrscheinlich, ich mein, wie du schon sagst, du bist sehr intuitiv und hast auch keinen Zukunftsplan, sind wir uns voll.

00:46:07: ähnlich, bin ich auch so, wenn du mich fragst in fünf Jahren, pff, keine Ahnung, ich weiß nicht, könnte alles sein.

00:46:14: Aber ich glaube, dann hat man auch so ein Gefühl von, nee, dann muss ich da jetzt, ich

00:46:17: spüre,

00:46:18: das ist irgendwie das, wo ich jetzt Ja sagen muss.

00:46:20: Und wahrscheinlich ist es das jetzt auch.

00:46:21: Und das ist ja auch wirklich supergeil.

00:46:22: Es fühlt sich richtig an.

00:46:24: Ja.

00:46:24: Und wie sieht dann zum Beispiel so bei euch einen Alltag aus?

00:46:26: Zwei Freiberufler, zwei kleine Kinder, eine, die über Ja sagt.

00:46:31: Und dein Mann hat ja auch dieses Projekt Lichterkinder heißt.

00:46:33: Genau.

00:46:34: Und das ist ja auch super erfolgreich.

00:46:36: Ja,

00:46:36: genau.

00:46:36: Ich sehe mal nur auf LinkedIn.

00:46:38: Post, keine Ahnung, eine Trilliade

00:46:41: Views.

00:46:41: Das ist so krass, so cool.

00:46:44: Wann ist das denn eigentlich entstanden?

00:46:46: Lichter Kinder gibt es schon länger, aber tatsächlich auch zur Corona-Zeit ist es richtig dann groß geworden.

00:46:52: Aber ist das auch, hat er das auch, ist ihm das auch gekommen, als ihr schwanger war

00:46:56: dann?

00:46:56: Nein, das ist schon, das

00:46:57: ist schon länger.

00:46:58: Macht

00:46:58: er schon länger mit einem Team auch zusammen?

00:47:00: Ah ja, okay.

00:47:02: Genau.

00:47:02: Okay.

00:47:03: Aber dann... Wo bei mir alles runter ging, ging bei

00:47:06: ihm noch mal nach oben.

00:47:07: Das heißt, es war... Auch

00:47:09: krass zu sehen.

00:47:11: Ja, aber dadurch, dass es bei uns als Künstlerteam immer schon so war.

00:47:15: Wir haben immer so... Wir sind immer antikzyklusch.

00:47:19: Wenn es bei dem einen richtig gut läuft, läuft es beim anderen richtig schlecht.

00:47:22: Und dann bei uns ist es immer so.

00:47:24: Wir fangen uns immer gegenseitig auf.

00:47:26: Es ist bei uns jetzt nicht so unausgewogen, dass es jetzt irgendwie... immer so war oder so, es ist bei uns nicht so, man erfolgreich, Frau irgendwie so, sondern es ist bei uns immer im Wandel gewesen und dadurch habe ich da auch also kein komisches Gefühl gehabt.

00:47:48: und konnte das irgendwie auch so annehmen für mich.

00:47:50: Okay.

00:47:51: Okay, das heißt, du bist, genau, du bist die ja-sagende Mom-Jam, eine aufstrebende, supergeile, noch mal zweitkarriere Tänzerin.

00:47:59: Und dann habt ihr die zwei Kids und dann habt ihr noch, Flo macht ja dann Producing.

00:48:04: Genau.

00:48:05: Wie sieht neuer Tag aus?

00:48:06: Oder habt ihr jede Woche ne andere Woche?

00:48:09: Wie macht ihr das?

00:48:10: Also, genau, es kommt immer schon... ziemlich viel so rein, aber trotzdem haben wir natürlich eine Struktur.

00:48:16: Also jetzt sind beide Kinder in der Kita, das heißt in der Kita-Zeit haben wir immer dann unsere Arbeitszeit, aber es kommt natürlich auch immer mal so zwischendurch was rein und dann sind die Kinder dabei und wir müssen irgendwas machen.

00:48:29: Also das passiert dann auch oft.

00:48:30: Achso, okay, also die kommen dann auch mit ins Studio oder die kommen mit ins

00:48:33: Fernstudio?

00:48:33: Immer mal, immer mal so, ja.

00:48:35: Oder wenn man jetzt zu Hause irgendwas... schneiden muss oder irgendwas arbeiten muss oder so, dann machen wir das auch mal hier und da noch so schnell.

00:48:43: Und wenn wir, sagen wir mal, ihr würdet jetzt, sagen wir mal, du würdest jetzt mit Mom Jam richtig, wow, durch die Decke, alle mega geil, heftig, wetten das, Kaulitz ruft dich an und sagt, hey, hallo, hier ist der Bill Blah, komm mal vorbei.

00:48:55: Und wir hätten gerne eine ganze Mom Group hinter uns für

00:49:00: drei

00:49:00: Wochen auf Tour, würdest du ja sagen?

00:49:03: Also jetzt im Moment würde ich ja sein, aber ... Ja, krass.

00:49:09: Im Moment ist tatsächlich bei mir ja.

00:49:11: Aber ...

00:49:12: Du bist auch voll in deiner Kraft, ne?

00:49:13: Du strahlst auch

00:49:14: richtig.

00:49:15: Wer weiß, vielleicht kommt auch wieder ne andere Phase.

00:49:18: Ja.

00:49:19: Ja.

00:49:19: Geil.

00:49:20: Schön, ey.

00:49:21: Ich wünsch dir ganz viel Erfolg dabei.

00:49:22: Das klingt so

00:49:24: mega, mega cool.

00:49:26: Geil.

00:49:27: Ja, dann vielen Dank für deinen Teilen.

00:49:29: Hast du noch irgendwann anliegen, willst du noch irgendwas erzählen?

00:49:33: Also ich plane gerade Großes.

00:49:36: Ich habe fast damit gerechnet.

00:49:39: Aber es ist noch nicht spruchreif.

00:49:42: Aber

00:49:43: wir sollten die alle

00:49:44: folgen.

00:49:44: Wann kommt denn der Podcast eigentlich raus?

00:49:47: Nächste Woche, Mittwoch.

00:49:48: Okay.

00:49:49: Dann ist es wahrscheinlich noch nicht so weit.

00:49:50: Aber dann müsst ihr vielleicht so Ende Februar oder so.

00:49:55: Könnt ihr mal gucken, ob es irgendwas ...

00:49:58: Gab.

00:49:58: Okay, du musstest mir gleich an der Hälfte.

00:50:02: Ja, cool.

00:50:02: Mega.

00:50:03: Voll geil.

00:50:04: Vielen Dank.

00:50:05: Und

00:50:05: du trittst du irgendwann auf?

00:50:07: Kann ich irgendwann zu einer Show kommen?

00:50:08: Boah, lass mich kurz überlegen.

00:50:10: Boah, weil sowas bin ich immer richtig blind im Kopf.

00:50:14: Wir haben gerade Videos gedreht für so ein Beatles-Projekt.

00:50:17: Wir waren letztes Jahr in Liverpool, also mit meiner Jazzband.

00:50:21: Wir wurden angeschrieben von so einem Beatles-Festival in Liverpool.

00:50:24: Das gibt es da jedes Jahr.

00:50:26: Wir machen das ja oft so, dass wir Songs nehmen, die schon bestehen, die wir dann in so einen Jazzgewand packen.

00:50:33: Und dann haben wir jetzt ein Beatles-Projekt gestartet und haben so

00:50:37: irgendwie, ich

00:50:37: weiß nicht mehr, zehn, zwölf Songs von den Beatles genommen und haben die so in unser ... In unser musikalisches Gewand gepackt.

00:50:45: Und da kommen jetzt bald so ein bisschen IPK und ich hoffe, dass wir da, also wir sind auf jeden Fall noch in Finnland eingeladen auf dem Jazz Festival.

00:50:51: Da freu ich mich schon drauf.

00:50:53: Das ist natürlich ein bisschen weit weg für die Leute hier.

00:50:56: Ansonsten einfach immer bei Instagram folgen.

00:50:57: Also wenn ich Geeks habe, dann sage ich das.

00:51:00: Aber es ist schon auch auf jeden Fall ausgewählter geworden.

00:51:02: Ich mache nicht mehr so viel, ehrlich gesagt.

00:51:04: Früher auch immer so, wenn irgendeine andere Band angefragt hat immer, ja auf jeden Fall, ich bin dabei, hier spielen, da spielen und so.

00:51:13: Ich weiß nicht, vielleicht ist es auch, also dieses Projekt mit meiner Jazzband, mit Beatles, mit der Grammau von Jazzband ist noch wieder mehr meins, so wie bei dir das Mom-Jam-Ding ist.

00:51:23: Mein Ding gerade ist der Podcast hier, da habe ich richtig Bock

00:51:26: drauf.

00:51:28: Aber es ist nicht mehr, ich nehme nicht mehr jeden Job an, weißt du?

00:51:31: Also nicht mehr jeden Gig an, wo ich denke, euer kann ich ja auch singen oder hier auf die Bühne oder so.

00:51:36: Es ist irgendwie, ja, ausgewählt.

00:51:39: Ja,

00:51:39: genau.

00:51:40: Ich finde das Nein sagen.

00:51:42: Ja, du bist wahrscheinlich da, wo es in ein paar Jahren sein würde.

00:51:45: Einfach eine Ausgewogenheit.

00:51:47: Also, da eine Balance wieder reinzubringen zwischen Jahr und Nein sagen.

00:51:52: Ja, genau.

00:51:53: Ja, stimmt.

00:51:54: Das hat bestimmt auch mit dem Alter der Kinder zu tun.

00:51:56: Also, als die vier und zwei waren, bin ich auch auf jeden Fall viel mehr noch in dieser, ja, let's do it, lass hier, lass das machen und so.

00:52:03: Weil,

00:52:04: ich meine, es ist ja auch genau wie du sagst, wenn du auf der Bühne bist und die jubeln dich alle an.

00:52:07: Auf eine Art habe ich das nie... Gebraucht, ich hab Musik angefangen und du weiss ich nicht, tanzen wahrscheinlich auch aus einem inneren Drängen.

00:52:17: Also es war gar nicht anders möglich.

00:52:18: Ich musste singen.

00:52:19: Ich musste Musik machen so, ne?

00:52:21: Aber es war nie, ich will berühmt werden.

00:52:24: Weißt du?

00:52:25: Ja.

00:52:25: Es war nie so ein, hoffentlich sieht das irgendjemand, sondern es war immer so ein, ich muss es machen.

00:52:31: Es war so eine Eigentherapie anhand von Musik oder eine Beruhigung des Nervensystems oder whatever you name it so, ne?

00:52:36: Ja.

00:52:39: Und wenn man, dann ist das natürlich tanzen und singen, ist natürlich was, was man vor Menschen macht.

00:52:44: Das heißt, dann gehst du irgendwann vor das Publikum, sonst hat es nur eine Daseinsberechtigung für dich als Hobby oder so.

00:52:50: Aber du kannst es ja nicht, das ist ja sonst kein Beruf.

00:52:52: Du musst

00:52:53: es ja vorführen.

00:52:54: Und auch wenn ich das auf eine Art nicht brauche, dieses... diesen krassen Beifall, aber man gewöhnt sich halt an diese krasse Response, finde ich, ne?

00:53:08: Und wenn du die da nicht mehr hast, dann merkst du richtig, dass du ein bisschen auf Entzug bist, finde ich.

00:53:13: Ja, das was fehlt, ne?

00:53:14: Das was fehlt, genau.

00:53:15: Dieses Applaus ist das Brot des Künstlers, fand ich immer bescheuert, wie man dachte, nee, es geht ja darum, ich will ja Musik machen und so, aber ey, nee, also ja, aber es ist auch mega geil, wenn da Leute sind und die sagen, Michael, geil getanzt.

00:53:32: Oder Nora, geil gesungen.

00:53:33: Oder du hast mich berührt.

00:53:34: Das finde ich halt immer am schönsten, wenn jemand sagt, das hat mich so berührt.

00:53:36: Ja, aber

00:53:37: ich glaube, dieses Response, also für mich ist das auch, wenn ich tanze in einem Training mit anderen Tänzern.

00:53:44: Das ist auch schon ganz ähnlich.

00:53:45: Genau,

00:53:46: genau.

00:53:46: Das ist bei mir aus seinem Coach.

00:53:48: Du bist da und da ist noch jemand anderes, der macht das Gleiche.

00:53:51: Und man hat irgendwie, man tanzt und dann gibst du eine Antwort darauf oder irgendwie so.

00:53:57: Also für mich ist so im Training sein allein schon so, das gibt mir schon total viel.

00:54:01: Ja,

00:54:02: siehst du, ja, das ist nämlich das, was ja intrinsisch aus dir rauskommt.

00:54:05: Tanzen, bewegen, Musik, Groove spüren, irgendwie, dass es passt, so dieses ästhetische, das ist ja so ein Ausdruck, den du brauchst scheinbar.

00:54:15: Das ist ja dein Weg.

00:54:17: Aber

00:54:18: hast du das Gefühl zum Beispiel, um noch mal so auf das Kinder- und Mama-Thema zu kommen, hast du das Gefühl, dass du so eine Art von Bestätigung von den Kindern auch manchmal kriegst?

00:54:25: Weil ich hatte ... Ich hatte das dann manchmal so, dass ich die Bühne nicht mehr brauchte, weil ich von meinen Kindern schon so viel Response hatte in Form von Liebe und so.

00:54:38: Aber beim Singen jetzt oder

00:54:39: einfach so?

00:54:39: Nee, einfach so.

00:54:40: Als Mama, weißt du, dass ich da die Bühne weniger gebraucht habe.

00:54:44: Ich weiß, was du meinst.

00:54:45: Ja.

00:54:46: Das fühle ich definitiv auch.

00:54:48: Aber beim Tanzen jetzt nicht, weil wenn ich tanze zu Hause ... Nee, das ist für dich.

00:54:51: Nein,

00:54:52: Mama, nicht tanzen.

00:54:52: Ich soll auch nie singen, ey.

00:54:53: Ich muss mir singen.

00:54:54: Hey, Leute, ich hab so studiert, ey.

00:54:56: Ich bin mir voll da, bro.

00:54:57: Was ist los mit euch?

00:54:58: Andere würden sich freuen,

00:54:59: so, ne?

00:55:00: Und die sind immer so, ja, pfft, nee.

00:55:02: Den kann ich die Melodie gerne nicht hören.

00:55:03: Du sollst nicht singen.

00:55:05: Ja, witzig, ey.

00:55:06: Ja, ist halt auch ... Du bist halt die Marm.

00:55:08: Ja.

00:55:09: Die sind halt auf die Welt gekommen, da war's halt die Marm.

00:55:12: Die geile Tänzerin.

00:55:12: Das ist halt Mama.

00:55:15: Das ist Mama.

00:55:18: Ah ja, cool.

00:55:18: Vielen Dank.

00:55:19: Supergeil, dass du hier warst.

00:55:20: Ich fand es richtig spannend.

00:55:22: Richtig, richtig

00:55:22: cool.

00:55:23: Und ja, ich hoffe, dass alle dir folgen.

00:55:26: Und dann Ende Februar werden wir erfahren, was das große Ding ist.

00:55:30: Es ist ja auch schon SE.

00:55:31: Leute, ihr müsst euch wirklich diese Videos angucken.

00:55:33: Die haben so eine Power.

00:55:34: Ja,

00:55:34: sie haben leider den Ton verloren.

00:55:36: Irgendwie ist der Ton leider

00:55:37: wegen Rechten oder was?

00:55:38: Ja, der Ton ist ... Missy-Aid ist leider nicht mehr verfügbar als Sound.

00:55:43: Deswegen haben sie jetzt leider kein Ton, aber stelle dich einfach vor.

00:55:48: Stelle dich einfach vor, ist es Missy-Aid oder

00:55:50: irgendwie keine Ahnung.

00:55:51: Ja, ja, voll cool.

00:55:53: Merci beaucoup.

00:55:55: Vielen lieben Dank fürs Zuhören.

00:55:57: Ich hoffe, ihr hattet eine schöne Zeit mit uns und hört nächste Woche wieder rein.

00:56:01: Abonniert gerne den Podcast, damit ihr keine Folge verpasst.

00:56:03: Kommentiert außerdem fleißig hier bei Spotify und folgt uns bei Instagram auf echteMamas.

00:56:10: Wir hören uns nächste Woche.

00:56:12: Eure Nora.

Über diesen Podcast

Echt. Echter. Ehrlich gesagt.

🎆 Neues Cover, 🎶 neuer Jingle, 🎙️neue Stimme.

Der neue Echte Mamas Podcast geht deep: Jetzt spricht Nora Becker mit echten Eltern über echte Gefühle. Und zwar über die schönen, aber auch die schwierigen! Denn wir wissen genauso gut wie ihr: Das Leben als Eltern ist wunderbar erfüllend, kann aber auch fordernd – und manchmal sogar überfordernd – sein.

Nora fragt ihre Gäste das, was sonst keiner fragt. Wir laden euch ein, mit uns zuzuhören, was unsere Gäste wirklich beschäftigt. Herzlich willkommen bei "Ehrlich gesagt"!

Mehr über Echte Mamas erfahrt ihr unter www.echtemamas.de und auf https://www.instagram.com/echtemamas.ehrlichgesagt - jetzt folgen, abonnieren, kommentieren, liken und weitersagen!

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