00:00:04: Werbung!
00:00:07: Kennt ihr das?
00:00:07: Wenn Kinder fröhlich spielen und man denkt, ach sie haben einfach Spaß.
00:00:11: Aber eigentlich passiert da noch so viel mehr.
00:00:14: Beim Bauen mit Lego Duplo stecken, stapeln und probieren Sie aus – und trainieren dabei ganz nebenbei ihre Motorik.
00:00:20: Und wenn Sie anfangen kleine Geschichten zu erzählen oder Ihre eigenen Welten zu erschaffen dann blüht Ihre Fantasie richtig auf.
00:00:27: Sie lernen Dinge selbst auszuprobieren, Lösungen zu finden und jedes kleine Bauwerk macht sie ein Stück selbstbewusster.
00:00:34: Ich liebe das, weil sie einfach freispielen können.
00:00:36: Ohne Druck und Regeln ohne Reizüberflutung – alles ist bunt, offen und voller Möglichkeiten!
00:00:42: Und während Sie bauen, staunen und wachsen dürfen wir Mama's auch einfach mal kurz durchatmen.
00:00:48: Entdeckt das Legodouplo-Universum und nichts wie losgespielt.
00:00:52: Werbungende Denise Calhoun ist seit fünfzehn Jahren Ergotherapeutin und teilt seit etwa vier Jahren viele hilfreiche Tipps auf Instagram für Eltern die auch zu Hause ihre Kinder ergotherapeutisch begleiten möchten.
00:01:24: Aber was ist Ergotherapie eigentlich und für welche Kinder ist das sinnvoll?
00:01:28: Ich möchte von Denise heute wissen, wie und mit wem sie arbeitet und was wir Eltern begleiten können.
00:01:33: Denn Spielen ist für die kindliche Entwicklung extrem wichtig – und wir Eltern können das mit dem richtigen Wissen unterstützen!
00:01:39: Ich möchte also heute lernen wofür frei ist und wofur angeleitetes Spielen wichtig ist und natürlich auch inwiefern ein gut selbstständig spielendes Kind auch mal für uns Eltern eine kleine Pause bedeutet ohne die Kinder gleich abzuwimmeln.
00:01:52: Welche Routinen können wir easy in den Alltag einbinden und wie gehen wir am besten mit?
00:01:56: Ich nenne es mal starken Gefühlen um.
00:01:59: Schön, dass du da bist!
00:02:00: Und herzlich willkommen bei, ehrlich gesagt, Denise Kellion
00:02:03: Schön, dass ich saa sein darf.
00:02:06: Wir freuen uns ja... Ich hoffe, ich kann mit ganzem Menge heute mitnehmen, denn ich habe ja selber zwei Kinder von sechs und vier Jahren.
00:02:11: und der Begriff Ergotherapie den hab' ich schon mal gehört aber er hat noch nicht so richtig einzugefunden.
00:02:17: also wir sind nicht in Ergotherapie.
00:02:19: Aber wer weiß vielleicht nach unserem Gespräch heute Jetzt mal ehrlich gesagt Was?
00:02:25: Hat dir das Arbeiten mit Kindern gelehrt was du vorher niemals gedacht hättest?
00:02:31: Das sind so viele verschiedene Sachen.
00:02:33: Also erst mal, ich bin gleich nach meiner Ausbildung in die Ergotherapie eingestiegen und... Eigentlich hab ich davor mein Fachabi gemacht und ich wusste nicht, was ich machen soll.
00:02:44: Und dann habe ich ein freiwilliges Sozialisär gemacht und dort hab ich die Ergotherapie kennengelernt.
00:02:49: Ich hatte davor immer so, dass meine Mama gesagt hat ja du kannst gut mit Kindern und sowas und du bist wie so'n Magnet... ...und ich so ja Kinder?
00:02:58: Ist ganz nett!
00:02:59: Schauen wir uns das mal an.
00:03:01: Da war ich in der Therapie dabei.
00:03:03: und was ich eigentlich sofort gelernt hab ist geduldig zu sein mich mal zurückzunehmen, abzuwarten.
00:03:12: Einfach mal machen zu lassen und zu beobachten was kommt von den Kindern und was kann ich dann machen?
00:03:18: Also Geduld ist ein riesengroßes Thema das ich lernen musste und heute immer noch!
00:03:23: Es ist nicht so dass ich sage wo ich bin jetzt die Geduldigste oder sowas.
00:03:28: es ist wirklich immer so'n... Aber das kennen wir alle.
00:03:31: Mal sind wir geduldiger und manchmal eben nichts.
00:03:33: also Geduld is ein Riesengroßes Ding.
00:03:38: Ein anderes Ding ist, dass jedes Kind einfach anders ist.
00:03:41: Also es gibt keinen Leitfaden wie so ein Punkt.
00:03:47: das und das muss ich machen
00:03:49: dann
00:03:50: wird es und das besser.
00:03:51: Es ist halt jedes Kind individuell.
00:03:54: Jedes Kind lernt im eigenen Tempo und braucht andere Hilfestellungen oder andere Methoden um sie irgendwie in die Motivation zu bekommen oder sowas.
00:04:04: und das habe ich auch gelernt sage ich auch immer wieder meinen Praktikanten, die da sind oder Auszubildende.
00:04:10: Die so nach schulischem Wissen arbeiten, die kommen dann zu uns und dann sagen sie, das habe ich gelernt und das mache jetzt bei diesem Kind.
00:04:19: Nee, so läuft es nicht!
00:04:21: Und das ist ein riesengroßes Ding.
00:04:23: Ja, und das habe Ich nur
00:04:26: angesprochen.
00:04:26: Wenn ich jetzt mal beim Punkt Geduld bleibe... Es ist ja so schwierig In Situationen, wo man selber aus irgendwelchen Gründen in einem System, einen Plan oder ein Zeitrahmen passen möchte geduldig zu bleiben.
00:04:41: Das eine und das andere... Das wäre meine erste Frage an dich.
00:04:45: Du hast jetzt so viel Erfahrung, fünfzehn Jahre Erfahrung mit Kindern und ja auch den dazugehörigen Eltern.
00:04:50: Ist es vielleicht so dass Eltern auch oft oder Erwachsenen zu schnell eingreifen in Situationen?
00:04:56: Anstatt die Kinder mal machen zu lassen und auch Konflikte selber zu lösen als auch selber irgendwas aufzulösen woran sie gerade knabbern oder knifeln?
00:05:08: Also das ist ein ganz, ganz großes Thema bei uns in den Elterngesprächen.
00:05:11: Weil ich mache ja auch immer Elterngespräche mit den Eltern wirklich alle paar Wochen mal und Geduld ist immer so ein ganz großes Ding.
00:05:21: Ja aber der möchte sich nicht gleich die Schuhe anziehen oder oder oder.
00:05:24: Und Ich sag den Eltern noch einmal ganz klar also Wenn ich mit Kindern arbeite, muss sich den ja irgendwie den Freiraum erst mal geben es auszuprobieren.
00:05:34: Wenn sie's nicht ausprobieren können wenn man ihnen die Zeit einfach nicht dazu gibt dann ist das so... Man übernimmt es und die Kinder zum Beispiel werden die Schuhe angezogen oder wird das Wasser eingeschenkt oder oder oder.
00:05:46: Und dann ist es so dass bei denen da rein und raus geht.
00:05:51: Sie lernen halt einfach nichts dabei Wenn man den Kindern einfach mehr Zeit gibt, einfach mal nachzudenken.
00:05:58: Auch wenn es schief geht!
00:05:59: Auch wenn das Wasser drüber kippt oder der Schuh auf der falschen Seite ist und so was... Das ist alles ein Lerneffekt.
00:06:06: Und umso mehr die Kinder ausprobieren, umso meer Fehler sie machen Umso mehr man Zeit gibt zu hey Stimmt, die Schuhe sind jetzt falsch rum.
00:06:14: aber Was könnte man denn jetzt machen?
00:06:17: Wie gehören Sie dann wirklich irgendwelche Probleme vor sich haben.
00:06:22: Und man geht das zusammen an und begleitet die Kinder dann auch einfach auf eine liebevolle Art, dann entwickelt man zusammen in Lösungsstrategien – diese Lösungsstrategien festigen sich dann!
00:06:32: Weil beim nächsten Mal ist es dann so, warte mal wie hat die Mama das mit mir gemacht?
00:06:37: Ah ich glaube so war das!
00:06:39: Ich vergleiche das immer so in Elterngesprächen weil Eltern sind dann so ja das verstehe ich jetzt nicht, wie soll ich das jetzt
00:06:45: machen?!
00:06:46: Ich vergleiche das immer mit so einem Kallax.
00:06:49: Du hast ganz viele Schubladen und das Kind geht dann in seine Situation rein und denkt sich, wie war es jetzt noch mal?
00:06:57: Und umso mehr Erfahrungen die Kinder selber machen durften, umso viel Fehler sie machten durften und dass selber lösen konnten auch mit Hilfestellungen von den Eltern, dass so mehr können Sie in diesen Schubladen gucken, warte mal, war das hier drin oder da drinnen?
00:07:12: Sie können es rausnehmen und sagen ach, das habe ich schon einmal gemacht!
00:07:15: Das kann ich jetzt noch mal anwenden.
00:07:17: Oder, ich kann es in eine andere Situation mitnehmen und da profitieren die Kinder natürlich wahnsinnig davon!
00:07:23: Also ich sage mir den Eltern einfach mal kurz abwarten gucken was passiert wie weit das Kind überhaupt kommt Und dann eingreifen aber nicht mit übernehmen sondern Schatz irgendwie schauen die Schuhe jetzt falsch schon aus.
00:07:39: Wie können wir das jetzt irgendwie ändern?
00:07:41: oder wie können wir diese Situation nochmal anpassen?
00:07:44: Da lernen die Kinder draus Durch unsere Geduld.
00:07:47: Aber wir kennen das ja auch in dem Arbeitsleben, ne?
00:07:49: Also... Wie oft habe ich irgendwie Leute vor mir sitzen, wo ich sage, mach' das so, mach', das so!
00:07:57: Aber es geht halt da rein und raus und man lernt einfach nichts darüber.
00:08:01: Es ist wieder eine dieser Dinge, die man so als Kind so gut kann und hat diese Ruhe.
00:08:05: in der Ruhe liegt die Kraft.
00:08:06: Der Weg ist das Ziel.
00:08:06: also ich habe schon oft hier auch im Podcast gesagt wie oft hat ein Weg von zehn Minuten bei uns zwei Stunden gedauert weil einfach jede Schnecke unter jedem Blatt einmal aufgenommen wurde und sich angeguckt wurde.
00:08:17: eigentlich so schön dass man das überleben kann und irgendwann rascht man nur noch durch.
00:08:22: den Alltag hat vielleicht auch welche Termine und so Vorgaben im Kopf die man gar nicht aber sich selber auch verlegt.
00:08:27: Und dann verliert man so diesen Blick für den Weg, sondern ist einfach immer nur getrieben irgendwie und das haben ja Kinder so... also das Leben in Kindern ist ja wenn man sich auf deren Tempo einlässt, auch irgendwie total schön weil man eben nicht diesen Rush im Nacken spürt zu sagen.
00:08:44: Wie alt sind denn die Kinder, die bei dir sind?
00:08:47: Was ist der typischste Fall, warum sie überhaupt zu dir kommen?
00:08:52: Also es sind ganz unterschiedliche.
00:08:53: Ich habe Babys ab fünf Monate her und da hab ich mich jetzt drauf spezialisiert die letzten Jahre, und zwar Babies mit Hirnschädigungen, die halt einen Schlaganfall hatten an der Blutung im Hirn und die kommen dann schon sehr früh zu mir Weil wir so ein Programm haben auch mit unseren Chefärzten und den Physiotherapeuten, die eben dabei sind.
00:09:16: Umso früher du mit den Kindern etwas anbarrenst, desto mehr lernt es hin, praktisch ah okay dieses Synapsen muss ich jetzt bilden und dann kann ich weiter machen.
00:09:25: Und umso später das so schwieriger wird's einfach weil er dann noch die Autonomiefase kommt und dieses ganze und dann sind die Kinder so oh nee jetzt lass mich mal in Ruhe.
00:09:34: also die Babys habe ich und ja dann bist du vor Schule Und es sind ganz, ganz viele verschiedene Krankheitsbilder.
00:09:43: Entwicklungsverzögerungen, Entwicklungsstörungen, Symdome einfach auch Kinder muss ich jetzt ganz ehrlich so sagen vor allem jetzt Merkmas die Corona-Kinder die eben in der Coronazeit einfach wenig Imput hatten und das merken wir schon sehr, sehr krass bei uns an der Frühwörter Stelle.
00:10:09: Es ist halt so, dass in der Corona-Zeit ja alles still stand und der Kindergarten war nicht auf.
00:10:17: Man durfte nicht auf den Spielplatz gehen man durfte das und das und es nicht.
00:10:21: also alles was die Kinder ausmacht wo sie lernen Was ja auch spiel bedeutet lernen bei den Kindern.
00:10:28: Das wurde ihnen alles genommen.
00:10:30: Und klar viele Eltern hatten dann auch keinen Balkon oder kein Garten oder sonst was.
00:10:35: also waren kinder einfach nur zu Hause.
00:10:39: logischerweise, und ich sage das den Eltern auch immer.
00:10:41: Ich verstehe sie.
00:10:43: da wurden halt viele Kinder einfach auch vor dem Fernseher geparkt oder die Eltern wussten einfach gar nicht mehr.
00:10:49: was soll ich denn mit meinem Kind anfangen der drang etwas zu lernen es war so groß aber man konnte es ihnen einfach nicht geben und das merken wir in der Entwicklung total dass ihn in dieser Zeit so viel gefehlt hat vor allem an Bewegung an neuen Erfahrungen Alltagserfahrungen.
00:11:08: Ich hab das bei meiner Nichte gesehen, meine Nichte ist jetzt fünf.
00:11:11: Und in der Zeit, wo sie auf die Welt kamen, es war halt voll im Lockdown und man durfte so wenig machen auch so einen Sozialkontakt.
00:11:20: Wie gehe ich mit anderen Kindern?
00:11:21: Und es wurde in den Jahr alles genommen!
00:11:23: Das merkst du jetzt einfach im Kindergarten.
00:11:25: diese Pre-Corona-Kinder was ja total krass irgendwie, wie man sie so betitelt ein bisschen... ...ist einfach traurig zu sehen weil sie können einfach nichts dafür.
00:11:38: Ihnen wurde halt wahnsinnig viel genommen und da versuchen wir jetzt auch ihnen einfach noch mal das zu geben, was sie brauchen, was ihnen genommen wurde, ganz spielerisch wieder anzubahnen, denn da ist soviel da!
00:11:55: Die sind so wissbegierig, die wollen ausprobieren aber sie brauchen eine Hilfestellung.
00:12:01: Das sind Kinder, die bei uns auch sind mehr...
00:12:06: Jetzt dürfen wir alle einfach so, sag ich jetzt mal Kinder in die Welt setzen und haben da überhaupt keine Vorbildung, keine Ausbildung gemacht gar nichts.
00:12:12: Im besten Fall ja setzt man sich dann spätestens mit gewissen Dingen auseinander angefangen bei sich selbst bis hin zu dem was man aus den eigenen Kindern mitgeben möchte ganz anders als du jetzt.
00:12:22: Du hast eine Ausbindung gemacht, du hast da einfach ganz viel vorwissen sage ich mal schon anzusammeln können bevor du dir eigentlich mal diesen Beruf auch eingestiegen bist um mit so vielen Kindern zu tun hast.
00:12:32: Was sind denn so die Sachen, die wir Eltern nicht vernachlässigen dürfen in unserem ganz normalen Alltag?
00:12:38: Also was könnten wir täglich einbauen oder wöchentlich oder einfach ins normale Spiegel den normalen alltag in Routine.
00:12:46: Was würdest du sagen darf auf keinen Fall vernachlässigt werden?
00:12:50: also selber habe ich ja keine Kinder.
00:12:52: Also deswegen kann ich es da noch nicht ausprobieren, aber ich habe natürlich meine Nichten.
00:12:58: Die sind sehr nah bei mir aufgewachsen, wir sind gegenüber voneinander.
00:13:03: also die haben gegenüber von mir gewohnt.
00:13:08: Da kann ich halt auch vieles von meiner Arbeit mitnehmen und sie haben schon sehr profitiert auch davon.
00:13:12: der Ergotante was sich den Eltern immer sagt Man braucht nicht viele große Lernspielzeuge.
00:13:22: Was es im Leben gerade gibt, das ist ja utopisch und so teuer, wo ich mir manchmal denkst, for what?
00:13:30: Das braucht man nicht!
00:13:32: Was ich ihnen immer sage... nimmst die Kinder im Alltag mit, lasst sie mithelfen.
00:13:37: Spülmaschine einräumen, ausräumen... Das ist das Gleiche, ob ich jetzt beim Handel irgendein Steckspielzeug hole was super teuer ist für dreißigvierzig Euro des Steckenlass oder ob ich einen Teller einfach einräumeln lass.
00:13:49: Es ist eigentlich das ganz gleiche Prinzip nur dass halt irgendwie eine Marke drauf geklatscht wird.
00:13:54: aber vom Prinzip her ist es das Ganzgleiche.
00:13:56: Besteck einsortieren.
00:13:58: Sortierspiele im Laden.
00:14:00: Das Gleiche habe ich mit.
00:14:01: wo kommen die Gab?
00:14:03: Löffel, Messer ist das ganz gleiche Prinzip.
00:14:08: Wäsche aufhängen mit Putzen auch wenn es danach kautisch aussieht trotzdem mithelfen lassen weil die Kinder profitieren so dermaßen davon.
00:14:18: Bewegungsabläufe, die Feinmotorik logisches Denken, kommen jetzt die saubere Wäsche in den schmutzigen Korb oder in mein Schrank.
00:14:32: Also dieses Mitdenken einfach.
00:14:35: Oder keine Ahnung... Es ist hauptsächlich mithelfen das Obst Gemüse schneiden wir packen deine Brotzeitbox Was möchtest du haben?
00:14:46: Komm, wir schneiden das jetzt zusammen.
00:14:48: Feinmotorik pur.
00:14:50: Hingucken, Aufmerksamkeit, Konzentration und das kriegt man eigentlich alles zu Hause!
00:14:55: Man muss nicht viel kaufen dafür.
00:14:58: Und das andere große wo leider sehr vernachlässigt wird in vielen Familien ist rausgehen rausgehen, spazieren gehen in den Wald gehen.
00:15:09: Wir sind früh so viel im Wald gewesen.
00:15:11: wenn ich heute Eltern fragt und waren sie mal im Wald das ist total toll.
00:15:15: man lernt zu viele Sachen kennen Man ist auf verschiedenen Ebenen, man hoch, man runter, man rennt ein Berg runter.
00:15:22: Spielplätze werden leider sehr wenig besucht hat aber auch den Grund dass in vielen Bereichen in Städten einfach so Ich soll sagen, heruntergekommenes Spielplatz ergibt.
00:15:37: Wo die Eltern mir dann sagen ja ich kann aber nicht hingehen das sind Bierflaschen Spritzen Der ist kaputt man kann sich verletzten Ja und dann geht man natürlich nicht auf dem Spielplatz.
00:15:49: Aber gerade da lernen die Kinder so unglaublich viel.
00:15:54: Und ja Natur Alltagssituationen Das ist eigentlich das A und O. Also man braucht wirklich nicht viel einfach nur Bewegung mitmachen lassen, weil die Kinder haben dann einfach dieses ich darf.
00:16:10: Ich darf ausprobieren!
00:16:11: Ich darf mich ausprobierend.
00:16:12: Ich kann auf dem Spielplatz mich aus probieren und ich kann mit anderen Kindern spielen.
00:16:18: also das sind wirklich diese Kernelemente von der Entwicklung.
00:16:21: einfach dieses ja ausprobiert dürfen Fehler machen dürfen Ja und wenn die Eltern das dann hören, dieses wie ich brauche jetzt keine fünfzig Euro Produkte kaufen.
00:16:33: Dann ist es so.
00:16:34: achso das darf ich machen das kann nicht mehr und das reicht dann auch.
00:16:37: ja das reicht.
00:16:40: Und wenn man jetzt mal vom Spielen an sich ausgeht, man hört ja sowohl in der Krippe als auch in der Kita immer das freie Spiel und dann das angeleitete.
00:16:48: Im Grunde auch übertragbar auf Zuhause was würdest du sagen?
00:16:52: Was hat welche Auswirkungen und welchen Stellenwert?
00:16:55: oder was findest du wichtiger?
00:16:57: Gibt es etwas was wichtiger ist oder muss beides irgendwie integriert werden?
00:17:02: Also freies Spiel und angeleitetes Spiel ist eigentlich so... Man sollte die Balance finden.
00:17:07: Freispiele ist natürlich super für Fantasie da zu brauchen, aber die Kinder auch Alltagserfahrungen.
00:17:14: Also man kann ja eine Fantasies.
00:17:15: wenn man nur zu Hause ist oder wenn man am Fernseher ist oder sowas kann man sich wenig zusammenreimen Geschichten erfinden oder so was weil Kinder... also ich merke es halt bei vielen Kindern die halt viel Medienzeit haben dass wenn ich die ins freie Spiel mit reinbringe, z.B.
00:17:33: bei Bausteinen oder Zug- oder so was ... Die spielen immer die Situationen aus dem Fernseher nach.
00:17:38: Immer das gleiche.
00:17:39: Bum bum bum!
00:17:40: Hier Unfall kaputt und sowas.
00:17:42: Aber dass sie dann irgendwie andere Ideen haben, da kommen Sie gar nicht drauf?
00:17:48: Und da muss ich halt ganz viel anleiten.
00:17:50: So, was gibt es noch?
00:17:51: Was können wir noch
00:17:52: machen?".
00:17:53: Da fehlen einfach die Alltagserfahrungen.
00:17:56: Deswegen ist so Freispiele super für Fantasie Geschichten erfinden!
00:18:00: Ich meine, wir kennen sie ja auch von früher, wo alles noch so... Wir waren viel draußen und spielen jetzt Ritterburg oder sind auf dem Schiff und wir angeln und weiß gerade was.
00:18:10: Also wir haben ja wahnsinnig viele Geschichten erfunden und das ist sehr wunderschön, das integrieren zu lassen.
00:18:19: Problemlöse verhalten, Handlungsplanung.
00:18:21: Wie baue ich denn jetzt meine Geschichte auf?
00:18:23: Macht die Sinn vorausschauendes Denken... Wenn man dann natürlich auch mit anderen Kindern zusammen spielt.
00:18:29: Auch dieses Sozialkompetenz.
00:18:32: Du bist jetzt mal dran und jetzt bin ich wieder dran!
00:18:35: Wir haben gestritten und sind jetzt vertragen wie uns.
00:18:40: diese ganzen Sachen fließen in das Freispiel mit ein.
00:18:45: Und da soll man die Kinder auch wirklich machen lassen und nicht immer sagen, ich würde das jetzt so machen.
00:18:50: Nee, das ist besser.
00:18:53: Da bin ich schon auch immer so ... Das macht doch gar keinen Sinn was du da machst!
00:18:56: Aber sie müssen ja dahin kommen um zu sehen, naja, das funktioniert ja gar nicht.
00:19:02: Dann kann man sagen, es funktioniert nicht, aber wie könnte man's denn anders machen?
00:19:07: Dieses können Sie dann wieder in ein anderes Spiel mitnehmen.
00:19:09: Wenn wir dann wieder vorgreifen und sagten nee, ich hab die und die Idee drücken wir praktisch unsere Idee den Kindern drauf und verändern ihre Fantasie und ihr Spiel.
00:19:22: Das ist so zum freien Spiel.
00:19:28: Ich habe dir schon gesagt, ich hab zwei Kinder, die sind sehr unterschiedlich und die spielen natürlich dementsprechend auch sehr unterschiedliche.
00:19:33: Und dann frage ich mich immer, okay, habe ich jetzt dem einen Kind was anderes vermittelt als dem anderen?
00:19:38: oder ist das auch Charakter?
00:19:39: Also was davon sage ich mal?
00:19:41: kann man sich auch als Eltern auf die Fahne schreiben in die Verantwortung.
00:19:44: So positiv war es negativ.
00:19:48: In einem Kind drin.
00:19:49: Es gibt ja auch Kinder, die spielen total gerne Rollenspiele und es gibt Kindern, die machen das überhaupt nicht so gerne.
00:19:54: Muss man trotzdem beides irgendwie ein bisschen triggern?
00:19:57: Weil beides einfach total wichtig ist?
00:19:58: oder ist das auch okay wenn das eine Kind lieber bastelt oder so?
00:20:03: Also ich finde, Rollenspiele kommen die Kinder rein.
00:20:07: Man kann das jetzt nicht draufdrücken weil wenn ich gerade keine Idee habe dann kann ich jetzt nicht sagen jetzt spiele ich Mutter, Vater, Kind oder keine Ahnung irgendwelche... Das Kind geht zum Arzt und wird irgendwie angeguckt oder sowas.
00:20:23: Es ist ja auch so ein Entwicklungsprozess, wie gesagt Alltagserfahrungen.
00:20:27: Und es ist ganz oft bei Kindern wenn jetzt zum Beispiel... bei Cousinen-Cousins waren oder wenn die gerade
00:20:36: im Wald
00:20:36: waren.
00:20:37: Oder ein ganz tolles Erlebnis hatten, das merkt man ganz schnell zum Beispiel.
00:20:43: Oft ist es so Montag Kinder waren übers Wochenende im Freizeitpark bei Oma zu Hause oder, und das wird dann alles in das Rollenspiel eingearbeitet.
00:20:53: Sie verarbeiten natürlich da auch viel!
00:20:56: Und die erzählen halt dann die Geschichte wie sie sie kennengelernt haben.
00:20:59: Wenn es an den Wochenende jetzt nichts war oder die jetzt nur vom Fernsehersaßen oder nichts wirklich passiert ist ja dann ist es gleiche wie bei uns.
00:21:10: wenn ich dich jetzt fragen würde nach einem super langweiligen entspannten Wochenende.
00:21:15: Und was hast du gemacht?
00:21:17: Ich habe halt Fernseher geguckt oder ich war einfach auf der Couch gelegen, Punkt!
00:21:21: Da kam jetzt auch nichts mehr.
00:21:23: Aber wie gesagt um so mehr Erfahrungen sie haben und die Kinder die Welt kennenlernen und rausgehen das zum Meer können sie das eben in ihr Rollenspiel auch einpacken.
00:21:32: So denke ich und so denken auch meine Kollegen Und man merkt es halt einfach auch bei den Kindern.
00:21:38: Es gibt Kinder, die haben wahnsinnig viel Fantasie und klar ist das auch Charaktersache.
00:21:43: Und dann gibt es Kinder, der halt einfach wenige Ideen haben weil ihnen wenig Import gegeben wird.
00:21:51: Das merkt man total!
00:21:54: Mit dem angeleiteten Spiel ist es so super wichtig.
00:21:59: Und jemand, der sagt so Angeleite des Spiels ist total schlecht für die Kinder oder sowas stehe ich jetzt nicht so dahinter.
00:22:05: Weil sie müssen ja trotzdem lernen zum Beispiel Memoriespielen, Regelspiele... Bauen nach Plan oder diese ganzen Sachen.
00:22:17: Das sind lauter Sachen, die ihr trotzdem irgendwann mal in der Schule vorkommen.
00:22:21: Ich muss mich an Struktur halten können, ich regeln befolgen also so spielerisch regeln jetzt bist du dran, jetzt bin ich dran und jetzt bist Du wieder dran nicht immer zu schummeln.
00:22:36: Frustrationstoleranz Ja, ich hab jetzt verloren.
00:22:40: Aber es ist halt einfach so... Es ist nicht schlimm!
00:22:42: Nächstes Mal bist du derjenige, der vielleicht gewonnen hat.
00:22:45: Aufmerksamkeit und Konzentration Das sind so Kernelemente die Kinder auch lernen müssen.
00:22:53: Was sie brauchen muss ja irgendwann.
00:22:54: Leider ist das Schuhsystem einfach so.
00:22:56: Die Kinder werden reingeschmissen Und du musst jetzt funktionieren.
00:23:00: aber wenn es im Kindergarten Wenn neben dem Kindergarden diesen Input nicht bekommen haben oder nicht wissen wie und alles frei war.
00:23:08: Und sie sich nie an irgendwelche Strukturen halten mussten, in Anführungszeichen.
00:23:14: Dann kommen die in die Schule und dann sagen die da vorne so, wir machen jetzt das und das und dass und dann sitzen die Kinder da und sagen ja stopp!
00:23:21: Warte mal.
00:23:21: also das habe ich vor jetzt... Ich darf doch jetzt rausgehen und nicht dafür spielen und sowas na?
00:23:26: Also Sie werden ja irgendwie ein System reingedrückt und umso früher.
00:23:30: sie lernen auch mal ein Tischspiel mit anderen Kindern zu spielen, dann ist es für sie einfacher und nicht dieses plötzliche.
00:23:39: Das war das was ich eingangs sagte... starken Gefühlen umzugehen.
00:23:44: Ist ja nicht nur wichtig für die Kinder eben, die Frustrationskranze auch zu lernen sondern eben auch und die eigene Regulation dazu, sondern auch für die Eltern oft sehr schwierig das aufzuhalten und dann passieren... Dann kann ich mal was völlig ins Wanken, was gar nicht so geplant war und ob einmal wird als Mensch ärgere dich Spiel über den Tisch geworfen.
00:24:03: Hast du da Tipps wie Eltern da ein bisschen geduldiger sein können?
00:24:08: Also ich muss wirklich sagen, es kommt ja auch immer auf den Tag drauf an.
00:24:12: Jeder Mensch hat einfach mal schlechte Tage und obwohl ich Therapeuten bin... Ich sollte vielleicht noch ein bisschen geduldiger sein!
00:24:21: Es ist bei mir genauso.
00:24:22: An Mandentagen bin ich ausgeschlafen, habe mehr Geduld, haben einen guten Tag, da kann ich auch geduldig sein.
00:24:29: und am Mandentag ist das halt nicht so.
00:24:31: Und das sage ich den Eltern.
00:24:33: Die sind ja keine Maschinen, wir sind keine Roboter!
00:24:35: Wir sind auch nur Menschen genauso wie Kinder.
00:24:39: und da ist es einfach so dass man die Kinder einfach gut begleiten muss und auch mal zu sagen du Schatz ich habe halt echt schlecht geschlafen Ich bin super ungeduldig heute und das auch zu benennen und es ist nicht schlimm auch mal sein Gefühl zu stehen um den Kindern einfach zu zeigen Ich bin halt auch ein bisschen sauer, ich bin halt unausgeschlafen.
00:25:02: Bei mir ist es auch so wenn ich in die Therapie reingehe und ich habe mal super schlecht geschlafen dann zeige ich den Kindern auch du xy also ich bin heute so müde!
00:25:15: Und die Kinder kommen dann auch so ja ich bin auch müde ich weiß wie du dich fühlst.
00:25:19: und erst wenn wir den Kindern zeigen Okay, diese Gefühle zu haben und dazu stehen und sie auch zu benennen und nicht einfach nur wegzuwischen können Sie ja auch mit Ihren Gefühlen umgehen.
00:25:32: Und mit Frust umgehen.
00:25:33: also da versuche ich den Eltern auch wirklich immer diese Motivation zu geben.
00:25:37: man kann und muss gefühle zeigen weil jedes Gefühl ist wichtig und richtig.
00:25:43: Man muss halt nur damit umgehen können, sie benennen können die Kinder zu begleiten und auch zu sagen ich versteh dich jetzt.
00:25:50: Du bist jetzt wütend weil du nicht gewonnen hast!
00:25:52: Ich versteh Dich aber das nächste mal spielen wir nochmal und dann gucken wir einfach wie es dann ist.
00:25:59: oder ich zu sagen oder ich sag dann auch so Boah Mensch Ich hätte jetzt gerne gewonnen.
00:26:05: Aber dass die Kinder dann auch sagen, Boah, Denise ist einfach mal sauer, dass sie nicht gewonnen hat.
00:26:09: Das freut ja die Kinder natürlich auch.
00:26:12: Und wenn ich traue mir Gefühle zu zeigen, dann trauen sich die Kinder viel mehr
00:26:17: und fühlen
00:26:18: sich verstanden.
00:26:19: Wenn Eltern damit nicht gut umgehen können liegt das ja auch ganz oft daran, dass Sie selber nicht gelernt haben.
00:26:24: Ja richtig!
00:26:26: Jetzt sehe ich oft, ehrlich gesagt auch gerade auf Instagram oder so Kinderzimmer die sind total minimalistisch aber wunderschön.
00:26:36: Oder vollgestopft bis zum Get-Know.
00:26:38: Wenn du bist ja auch sehr auf Instagram präsent und aktiv was würdest du sagen?
00:26:43: Was ist besser das ein oder das andere?
00:26:45: also weniger als mehr.
00:26:47: und wenn man auch mal langerweile verspürt dann kommt man auch einmal in die Fantasie oder man muss an Gebote machen irgendwie zu Hause.
00:26:54: Was würdest du sagen?
00:26:56: Also diese Bilder, wo du jetzt gerade gesagt hast dieses Super Clean oder dieses Chaos also das Mittelmaß.
00:27:05: Das ist aber nur meine Meinung.
00:27:07: Ich bin nach fünfzehn Jahren Erfahrung mit den Kindern und vor allem ich arbeite mit Kindern die zu mir kommen weil wir etwas spielerisch anbahnen möchten fördern möchten.
00:27:23: Das Gleiche ist ja bei uns, wenn wir, wenn uns was interessiert und wenn wir sagen das sieht ja cool aus.
00:27:28: Das will ich ausprobieren.
00:27:30: Dann ist ja diese Motivation da zu schaffen
00:27:34: und so
00:27:35: auszuprobieren, explorieren und sowas.
00:27:38: Aber wenn alles so super clean als alles in Beisch, alles in Holz und weiß gut was?
00:27:43: Das ist vielleicht für die einen Kinder schön aber die anderen Kindern finden super langweilig Und das meinte ich vorhin mit.
00:27:51: Jedes Kind ist so individuell an Interessen, an Bedürfnissen und deswegen kann ich jetzt nicht sagen... Das muss man wirklich bei dem eigenen Kind gucken!
00:28:04: Ist es gut für dieses Kind oder nicht?
00:28:07: Bei diesen vollgestopften Zimmern ist es so... Wir machen ab und zu auch mal Hausbesuche, um da zu gucken.
00:28:13: Was haben die Kinder zu Hause?
00:28:14: Wie sieht's da aus?
00:28:15: Können wir vielleicht da noch einmal strukturieren?
00:28:18: Vor allem wenn die Eltern uns fragen was können wir verändern?
00:28:21: Ist es schwierig von irgendwo anders zu sagen dass und das und das müssen sie ändern sondern dann gehen wir hin und gucken uns die Kinderzimmer an und oft ist es dann wirklich so liebevoll?
00:28:31: wollen die Eltern alles den Kindern schenken haben wir aber den Platz nicht und dann ist das alles total vollgestellt.
00:28:39: Und da sage ich den Eltern immer, dass es das gleiche wenn ich jetzt zum Beispiel Wäscheberge habe und ich ziehe mich um und schmeiß überall irgendwas hin, wenn ich gerade weggehen möchte oder sowas und dann steht da noch was hier noch etwas, möchte mich aber dann wenn ich nach Hause komme hinlegen und ich sehe dann überall ohh da liegt es noch und da legt es noch Ich kann gar nichts runterfahren Ich kann mich nicht entspannen, weil ich weiß da liegt noch so viel Zeug was mich ablenkt von dem was ich eigentlich machen möchte.
00:29:11: Und das Gleiche ist ja bei den Kindern auch.
00:29:14: Wenn die ein vollgestopftes Regal haben und vollgestoffte Zimmer.
00:29:19: erstens haben sie Probleme beim Einschlafen, weil es natürlich reizüberflutend pur ist oder wenn überall Sachen rumliegen, kann ich auch nicht schlafen.
00:29:32: Das sind wir dann so, dass wir kommen.
00:29:34: Wir räumen das jetzt noch alles weg und dann können die zur Ruhe kommen.
00:29:40: Und klar ist es auch mal wichtig, dass den Kindern langweilig ist weil genau da wenn ihnen langweillig ist fangen sie an.
00:29:49: was könnte ich jetzt machen?
00:29:51: Oft fällt denen nur Blödsinn ein aber wenn Sie die richtigen Materialien haben die offen sind.
00:29:57: zum Beispiel was sich den Eltern immer sagt Sammeln sie Schuhkartons oder Chlorrollen, oder alte Tupperdosen die Sie nicht mehr brauchen.
00:30:08: Oder Schnüre, Glitzepapier weiß Gott was.
00:30:11: alles haben sie in einen Bastelwagen wo halt einfach viele verschiedene Materialien drin sind.
00:30:16: wenn der da steht und den Kindern langweilig ist dann fangen sie an ihre Fantasie freien Lauf zu lassen und auszuprobieren.
00:30:23: Und die Kinder kommen auf die Coolsten Ideen, ob es jetzt ein Fährenrohr ist.
00:30:29: Ob das jetzt eine Tasche ist.
00:30:35: Meine Nichte zum Beispiel hat letztes Mal... Ich hab so ne Tasche die ich immer mit mir umhing und sie findet super toll und sage aber, nee, das ist meine Tasche!
00:30:44: Und letztes mal hat sich selber eine Taschen gebastelt aus sämtlichen verschiedenen Sachen und das ist ja das coole.
00:30:51: Sie haben eine Idee Und dann müssen sie sie umsetzen.
00:30:55: Genau dieses Umsetzen ist diese Handlungsplanung und was Sie halt in Ihrem ganzen Alltag brauchen, im ganzen Leben brauchen Sachen die Sie halt dann umsetzten können.
00:31:08: Deswegen ist lange Weile oft sehr gut aber in den richtigen Situationen Wenn jetzt zum Beispiel die Kinder irgendwo in der Arztpraxis sind oder das total clean ist und da ist nichts dabei, oder irgendwo auf der Autofahrt sind.
00:31:25: Oder bei Oma wo halt einfach keine Spielangebote sind, wo sie ausprobieren dürfen dann finde ich langeweile eher schlecht weil Sie dürfen ja nichts machen Und da ist es immer wichtig, da sage ich den Eltern.
00:31:39: Nehmen Sie einfach irgendwas mit wo die Kinder sich beschäftigen können weil dieses da sitzen und da darfst du nicht hin und das darfst Du nicht machen lang bis bitte nicht an.
00:31:47: ja was sollen sie denn machen?
00:31:47: Das sind Kinder.
00:31:51: Und dementsprechend muss wahrscheinlich auch diese Umgebung von einem Kind also in dem Fall dann das Kinderzimmer sich auch mitwachsen.
00:31:59: habe ich auch ganz stark mit meiner Tochter gemerkt, die brauchte irgendwann... Da reichte nicht mehr so ein kleiner Tisch.
00:32:03: So ein Basteltisch.
00:32:04: Die braucht jetzt eine Art Schreibtisch weil sie wollte auch immer Freundinnen in der Elternwahn und schon an der Schule waren, die hatten auch jetzt einen Schreibtischt.
00:32:11: da brachte sie auch sowas in der Art natürliche Schublaten.
00:32:13: man musste irgendwie immer irgendwo was verstauen können.
00:32:16: gleichzeitig müssen wir aber auch so sein dass man auch rankommt und sieht was drin ist.
00:32:20: sonst ist es zumindest bei meiner Tochta aus dem Augen außen Sinn.
00:32:23: also wenn sie dann nicht mehr weiß was drin sind wird die Schublade
00:32:25: auch noch nicht mehr können.
00:32:27: Also das ist so unterschiedlich, weil mein Sohn dazu, dem ist völlig egal wo er sitzt bisher.
00:32:33: Er hat also so zwei, drei Spielsachen die er egal wo spielen kann und das meine ich auch für die Spiele so unterschiedliche.
00:32:41: Und die Kinder wollen ja auch immer mit den Eltern spielen und an deren Seite.
00:32:44: Und andere sind völlig happy, wenn sie alleine im Zimmer spielen.
00:32:48: Ja aber das ist natürlich auch klar das Alter.
00:32:52: Wie du es schon sagst jetzt Freunde nennen und die haben das jetzt und sehen das woanders... ...und auch mit diesem, was du gerade eben gesagt hast, mit diesen Schubladen, wo ist etwas drin?
00:33:02: Da rate ich den Eltern auch immer einfach Schubladen zu machen und das haben wir zum Beispiel für uns, My Kids' House Shop usw.. So Karten, wo man einfach auch an die Schubladen hinmachen kann.
00:33:13: Da sind die Bausteine drin, da sind die Duplesteine drin... ...da sind die Zugschienen drinnen oder die Puppen oder weiß gerade was.
00:33:19: Dass die Kinder ganz genau wissen, wo ist was?
00:33:22: Das heißt sie können dann sofort wenn es eine Idee haben ah!
00:33:24: da war das drin und müssen nicht alles auseinander räumen, was danach wieder super chaotisch aussieht Und haben natürlich auch die Möglichkeit dann auch wieder selbst aufzuräumen.
00:33:34: weil oft ist dieses Aufräumen ich habe dieses Teil in der Hand Aber wo gehörts denn jetzt hin?
00:33:39: Ah, ich stelle es einfach dahin.
00:33:41: Und so können sie auch wieder super aufräumen!
00:33:44: Deswegen empfehle ich das auch immer den Eltern einfach diese Schubladen mit Fotos zu gestalten um einfach doch Struktur reinzubringen aber halt auch die Materialien zu bieten.
00:33:55: Und würdest du sagen, dass aufräumen... Also es kann ja auch sehr relativ sein was aufräumt bedeutet.
00:34:00: Ja
00:34:00: und ich erinnere mich noch an meinen Kinderzimmer zurück denke ich hatte da gefühlt eine absolute Ordnung drin.
00:34:06: Ich wusste genau welches kleine mini kleine Stückchen wo war.
00:34:10: Ich habe mich beim Aufwand von meinen Eltern so ein Foto gesehen vor meinem Kinderzimmern Oh mein Gott.
00:34:17: Aber in meiner Wahrnehmung war das alles sortiert, ich hatte genau einen Plan und dann dachte ich auch so vielleicht muss ich da auch meinen eigenen Blickwinkel nochmal öffnen wenn meine Tochter sagt sie hat jetzt aufgeräumt und ich mit meinen erwachsenen Augen in dieses Zimmer gucke und denke oh Gott helfe.
00:34:30: also der Flugbund ist wahrscheinlich leer aber man sieht hier gar keine Ahnung dass ich dann ihr auch den Raum gebe und denke okay sie hat es schon irgendwie mit Verstand gemacht
00:34:39: Vorall, sie hat wahrscheinlich selber irgendeine Strukturorganisation drin.
00:34:44: Also ich sehe das... Hey!
00:34:45: Das ist total krasser.
00:34:46: Ich sehe das immer meine Arbeitskollegen.
00:34:48: Die sagen immer oh Gott Denise bei dir im Zimmer schaut's aus.
00:34:53: Ja?
00:34:53: Das ist ein kreatives
00:34:56: Chaos
00:34:56: bei mir.
00:34:58: Aber ich weiß ganz genau wo was ist.
00:35:01: wenn mich jemand fragt wo sind die Zangen da Obwohl es da chaotisch in meinem Schrank aussieht, ich habe meine Struktur.
00:35:10: Und wenn mir irgendjemand seine Struktur irgendwie aufdrücken möchte... Game over!
00:35:15: Ich hab keine Ahnung wo irgendwas ist?
00:35:17: Deswegen sollte man schon mit den Kindern zusammen gucken.
00:35:21: so was ist denn für dich jetzt besser?
00:35:24: Möchtest du das lieber oben haben, möchtest dass unten haben?
00:35:28: soll man's dahin stellen weil die Kinder müssen ja wieder drauf zugreifen Selbstständig, weil sie wollen ja selbstständig handeln
00:35:35: können.
00:35:36: Und siehst du so Unterschiede zwischen Jungs und Mädchen?
00:35:38: Dass vielleicht die Mädchen, weil Sie auch vielleicht in dieses Klischee manchmal gedrückt werden eher... Die sind die schon früher den Stift halten können, weil sich schon eher malen und ausschneiden.
00:35:48: Bei den Jungs wird da später darauf geachtet und dann haben sie vielleicht Probleme in der Schule.
00:35:52: Ich spreche jetzt sehr in Klischees.
00:35:53: Aber gibt es solche Wachen, die du auch beobachtest, wo du sagst Ja bei den Jungen nicht vergessen auch das ein bisschen zu fördern und bei dem Mädchen andersrum dann diesen Ennis?
00:36:02: Also ich, bei vielen Kindern ist es einfach gar nicht ob Junge oder Mädchen sondern was wird ihnen zu Hause angeboten.
00:36:10: Und oft ist eben dieses Klischee noch Zuhause dieses ach ja mein Junge braucht jetzt nicht malen weil das ist so ein Mädchending.
00:36:17: aber oder auch Ja, das braucht mir jetzt kein Glitzerpapier nehmen Weil das ist ja für Mädchen Aber dass es so ein falsches Denken war.
00:36:25: Ich habe so viele Jungs die stehen So auf Glitzer und sie sagen wir haben das nicht zu hause Ich möchte das auch machen oder ich möchte malen, ich möchte das ausprobieren.
00:36:36: Aber oft werden die Kinder von uns Erwachsenen in irgendwelche Klischees reingesteckt und dann bieten wir es ja gar nicht an umso mehr man anbietet dass zu mehr können, die Kinder eben ausprobieren.
00:36:52: Und klar, Mädels sind halt da schon so mit... Wir malen jetzt gerne mal aus oder wir malen es gerne mal keine Ahnung, sie sind lieber am Basteltisch beim Ausmalen.
00:37:03: Die Jungs aber sind eher diejenigen, die super kreativ werden und dann fangen die an irgendwelche Schwärter zu bauen mit Chlorollen und dann Roboter werden anders kreativ, aber trotzdem hat es ja alles was mit basteln und malen.
00:37:18: Und dann klar ist die Malen halt jetzt nicht wie die Mädels irgendwelche Blumenwiesen oder sowas sondern sie malen hat dann auf den Roboter Stopp oder irgendwelchen anderen Zeichen Zeichensprache oder weiße Gott was sie haben Aber Sie malen!
00:37:33: Und haben da Spaß dran?
00:37:34: Aber halt nicht das was wir Erwachsene denken was sie tun sollten Sondern dass was sie wollen.
00:37:44: Wir haben eine ziemlich große Bastelecke und gleichzeitig denke ich auch manchmal so ist... ... schnibbeln dieser einfach irgendwas zu Recht.
00:37:51: und oh Gott, das war jetzt auch irgendwie ein teures Papier für den Summe.
00:37:55: Oder noch mehr Glitzer einfach rauf und da wird liebster mitgeklebt und egal was geklebt, man denkt so oh Gott!
00:38:03: Und gleichzeitig dann wie nein aber es ist gut, es ist alles kreativ.
00:38:06: Ob wir das alles aufbewahren mal schauen, aber hast du aber wie tippst du?
00:38:10: Also du hast schon gesagt Trilpapier rollen und so.
00:38:11: Man kann ja auch total viele Sachen wieder verwenden die man sozusagen eh schon gekauft hat... ...und muss nicht dass teure Bastelpapiere kaufen.
00:38:19: Hast du noch ein paar andere Tipps?
00:38:21: Also mein Schrank ist auch voll.
00:38:24: Ich mache für die Therapie unglaublich viel mit Alltagsmaterialien und das ist so, man ist ein Ergoglischee.
00:38:32: Wir heben alles auf und wir verbasteln alles.
00:38:38: Was ich total gerne benutze sind Schuhkartons.
00:38:42: da kann man so viel draus machen.
00:38:43: Ob das jetzt für die Jungs irgendwie eine Schatztruhe, ne Piratenschatztuhe ist?
00:38:48: Sondern wird dann irgendwelche Sachen versteckt und die Mädels machen halt dann eine Schmuckdose daraus.
00:38:55: Chloräum, Schuhkartons.
00:38:57: was ich auch gerne mache ist diese Ingwer-Shots trinke ich gerne oder Flaschen.
00:39:04: wo?
00:39:04: mit Flaschern kann man auch so wahnsinnig viel machen oder mit diesen kleinen Ingwershotteilen.
00:39:11: Klar, es gibt ja so viele Bastel-, wie heißt das?
00:39:15: Bastelläden oder so Discounter.
00:39:19: Oder ein Euro-Läden.
00:39:21: Wir haben so viele Bastelmaterialien die wirklich günstig sind und da würde ich wirklich die Kinder mitnehmen und sagen guck mal hier was möchtest du.
00:39:30: Und wenn Sie das selber aussuchen, dann haben sie natürlich viel mehr Lust darauf.
00:39:34: Ja und wenn Sie sagen Boah und Sticker ist natürlich das Nonplus Ultra Stickern kann man immer und es so super für die Feinmotoree wird total unterschätzt.
00:39:46: aber ja Zeitungspapier ist super cool.
00:39:50: Also eigentlich alles was du zu Hause nicht mehr brauchen kannst auswaschen Und in die Wasseläge stehen.
00:39:56: Ja gut, ich muss da nicht seinen Blickwinkel öffnen!
00:39:58: Das einzige was man nicht so viel selber machen kann... Ich habe schon probiert aber bisher keine guten Erfolge erzielt.
00:40:02: und was bei uns dein Dauerbrenner ist und dazu hast du jetzt auch glaube ich etwas Neues selber rausgebracht ist Knete.
00:40:08: Oh ja,
00:40:09: Knete ist für mich mega gut finde ich, fand ich auch selber als Kind gut.
00:40:12: Ich glaube deswegen wenn es einem selber lag ist das dann auch mehr für so eine Kind manchmal.
00:40:17: Muss nämlich auch davon freimachen dass man Knete ja auch die Farben miteinander mischen können, am Ende kommt immer braun raus.
00:40:22: Das ist der innere Monk?
00:40:32: Und was kannst du da empfehlen bei Knetche?
00:40:35: und was hast du da gerade neulich selber rausgebracht, was auch ein bisschen die Kinder nicht nur die Pfeimotorik näher bringen, sondern ja auch tatsächlich lernen weiter.
00:40:44: Die auch mal ein bisschen beschäftigt und man die eine oder andere Spülmaschine gerne mal alleine ausräumen.
00:40:49: Ja, die Pause für euch!
00:40:52: Also was wir halt einfach... Non plus ultra Material sind einfach Knete
00:40:56: in allen
00:40:57: verschiedenen Variationen.
00:41:00: Und bei uns in der Arbeit oder auch beim Nicht-Normalem Neffen war das halt immer so, sie kneten und es wird immer das gleiche gemacht.
00:41:06: man macht Schnecken, man macht Raupen Man macht Schneemänner und dann ist so ihr was kann man denn noch damit machen?
00:41:13: Und dann, wenn einem nichts mehr einfällt, wird halt alles gemischt.
00:41:18: Dann guckt noch mal was für Farben entstehen.
00:41:20: und das ist unser Problem wie Erwachsenen die dann sagen, dass da innere Monks so oh mein Gott nein!
00:41:30: Ich habe eben gesagt wir brauchen irgendwas für Kinder, Vorlagen wo sie einfach... nicht malen oder sonst was, sondern sie benutzen die Knete um Lücken zu füllen.
00:41:41: Um einfach ein Bild zu haben und es zu schließen mit Kneten.
00:41:45: Sie können wahnsinnig viel ausprobieren.
00:41:46: Sie rollen, sie kugeln, sie können gucken, was ist größer?
00:41:52: Was ist kleiner?
00:41:53: Also Größenverhältnisse, Farben zu ordnen, verschiedene... Zupfen, auseinander zupfen und ein kleines Kügelchen.
00:42:04: Knet ist natürlich super toll für die Feinmotorik.
00:42:08: Kraftusierung, man nennt es differenzierte Fingerbewegungen.
00:42:14: Und Erwachsene, die halt nicht so einen Einblick daran haben, die sagen halt das ist heute Knetel.
00:42:22: viele verschiedene Bereiche damit fördern.
00:42:25: Und dann haben wir eben gesagt, meine kleine Nichte ist jetzt zwei und die liebt es zu kneten und da ist immer schön alles zusammen matschen und dann diesen riesen Knethaufen.
00:42:35: Da haben wir für die kleinen Vorlagen zum Beispiel ein Ein Affe, der Ballons hat.
00:42:43: Und dann habe ich halt gesagt, oh, schau mal!
00:42:45: Der Ballon ist ja total weiß und der Affe hätte aber gar nicht bunte Ballons.
00:42:51: Dann hat sie jetzt angefangen so kleine Knet-Bobbel zu machen und den Affenheben in die Ballons zu legen.
00:42:57: Also wirklich auch mit Aufgabenstellungen.
00:43:00: Die größere ist jetzt fünf, das Vorschulkind.
00:43:03: Da haben wir gesagt, mit Kneten kann man ganz toll... Formen anfangen zu kneten oder Buchstaben.
00:43:11: Sie ist jetzt gerade voll im Buchstab.
00:43:13: waren so oder zahlen, also einfach ganz spielerisch mit Knete in die Bewegung zu gehen aber trotzdem zu lernen, trotzdem Formen zu lernen Buchstaben zu lernen.
00:43:25: Einfach mal was anderes und nicht immer nur schreiben.
00:43:28: Weil oft haben die Kinder einfach gar kein Interesse was ich muss irgendwie schreiben oder ich muss jetzt malen Ich muss jetzt zeichnen da habe ich ja eigentlich gar keine Lust aber haben eigentlich Lust an Buchstammenlernen Zahlen lernen weil das machen sehr total gerne zählen Und so kann man es eben mit Knete anbahnen und einfach spielerisch Was toll ist, man hat einfach ganz viele Knetvorlagen und dann kann man an einem super hässlichen Tag einfach mal sagen.
00:43:52: Schau mal Schatz!
00:43:54: Hier hast du deine Knete hier hast du sämtliche Vorlagen.
00:43:57: Mach Mal!
00:43:59: Und da noch das Knete.
00:44:00: ja so motivierend sind die Kinder ewig lang damit beschäftigt und die Mamas und Daddies haben einfach mal eine Pause.
00:44:07: Ja genau und ich finde der Knet auch deswegen so toll weil es ist so ungefährlich.
00:44:11: also klar kann man jetzt sich den ganzen kneten in den Mund stecken
00:44:16: oder man macht sie halt dann selber.
00:44:17: Aber genau, aber es ist ja sozusagen für die Kinder, die das schon rollen können ich glaube, für dieses völlig unbefällig.
00:44:24: Im schlimmsten Fall hat man irgendwo Kniete wo man keine Knieter haben möchte?
00:44:28: Ja!
00:44:28: Aber dazu legt man einfach eine abwischbare Tischdecke unter ein Tisch oder unter einen Stuhl und dann fällt nämlich da alles schön drauf und danach ausschütteln.
00:44:41: Ich würde gerne noch mal ein bisschen wissen, wie du so arbeitest.
00:44:43: Weil du hast gerade oder das am Anfang gesagt, dass dein Spektrum ja sehr groß ist also von Babys oder Kleinkinnern beziehungsweise Vorschulkindern erste Klasse-Kindern?
00:44:51: Das ist ja wirklich... Also stelle ich mir sehr abwechslungsreich vor was der total schön ist und auch irgendwie sehr herausfordert weil du dich ja wahrscheinlich bei Liebe neue anstellen musst.
00:45:00: Kommen die Kinder zu dir?
00:45:02: Wie lange sind sie bei dir und sind die Eltern dabei?
00:45:06: Es ist ganz unterschiedlich in einer Früh für eine Stelle also bei uns ist es überall anders.
00:45:12: Wir haben Integrationskindergärten, das heißt ich fahre in einem Kindergarten der eine Integrationsgruppe hat und da ist es so meistens fünfzehn Kinder in einer Gruppe.
00:45:23: Und fünf davon haben den Förderbedarf und zehn sind Regelkinder.
00:45:28: Da fahr' ich eben hin und dann nehme ich die Kinder einzeln raus und in meinen Therapierraum oder bin eben in der Gruppe dabei – es kommt halt ganz drauf an!
00:45:36: was das Kind eben in dem Moment braucht.
00:45:38: Und da fördere ich halt das Kind ganz spielerisch, da sind die Eltern nicht dabei und da ist es ganz wichtig eben die Eltern vielen Elterngespräche einzuwickeln und einmal wieder mal nachzufragen.
00:45:50: brauchen sie irgendwas gut im Kontakt zu sein telefonieren weil da merke schon dass die Eltern sich auch gerne mal die Therapeuten kommen.
00:46:03: Sie machen das mit meinem Kind?
00:46:04: Ich bin raus Ich würde das nicht sagen Problem.
00:46:10: Wir haben auch ganz viele Eltern, die sagen wir wollen teilnehmen daran.
00:46:14: Wir wollen ganz viele älteren Gesprächen, die sind da total motiviert weiß ja auch sehen es hilft und ich möchte mitarbeiten weil ich sage auch ganz klar ganz ehrlich in den Anamnese gesprochen und im Anfang Ich zeige Ihnen, wie es funktioniert.
00:46:28: Ihr Kind braucht das und das und dass um einfach weiterzukommen.
00:46:32: ich habe nur eine dreifel Stunde also die Therapie geht nur in der Dreifelstunde.
00:46:37: Das ist ein Tropfen auf dem heißen Stein.
00:46:39: Und ich sag dann ich zeig ihnen ihren kind wie's funktioniert und wir machen das ganz spielerisch dass er gar nicht merkt so dass wir gerade daran arbeiten.
00:46:48: Ich zeig Ihnen wie sie das zu Hause umsetzen können Wie Sie es im Alltag einbeziehen können.
00:46:54: Wenn sie mich aber da nicht unterstützen und das zu Hause nicht machen, dann kann ich nichts dafür.
00:46:59: Weil sagst du, Nora?
00:47:00: Wir haben Eltern die wirklich danach sagen, Sie sind schuld, dass mein Kind das und es nicht kann!
00:47:08: Und das ist halt dann wo ich gleich sage, nee... Ich will Ihnen ja helfen, aber Sie müssen mir helfen damit es beim Kind rauskommt.
00:47:19: Die andere Ding ist, dass die Kinder zu mir ambulant kommen in die Frühförderstelle und das ist halt toll weil du halt die Eltern da hast.
00:47:27: Du kannst die Eltern mit reinnehmen vor allem bei den Kleinen.
00:47:30: ich sage immer so Baby sowieso bis zum dritten Lebensjahr habe ich die Eltern gerne dabei Und kann ihnen zeigen das und das haben wir gemacht und es ist auch so wertvoll.
00:47:47: Eltern oft sagen, bei mir macht das Kind es nicht und ich würde das gerne machen.
00:47:50: Aber wie machen sie das?
00:47:51: Und dann kann ich das zeigen und klar läuft es bei mir nicht auch immer rund.
00:47:55: Das ist ja auch das Tolle des den Eltern zu zeigen!
00:47:58: Ich bin auch kein Zauberer.
00:48:00: Also wenn dein Kind nicht möchte, dann möchtest halt einfach nicht.
00:48:03: aber für die Eltern ist es dann immer so... also bei ihnen hat das jetzt auch nicht geklappt.
00:48:09: Das berühmt mich jetzt.
00:48:10: Also dass du diesen Druck rausnehmen Genau, und das ist dann eben ambulant.
00:48:16: Und da sind sie auch eine dreiviertel Stunde... Wir können
00:48:20: ja auch die Eltern total viel lernen!
00:48:21: Also wenn ich das so höre, würde ich am liebsten an jedes Kind dahin sticken
00:48:26: und dann auch immer
00:48:27: mit den Eltern ein bisschen anfangen weil man... Ich glaube es gibt schon viele Eltern oder es gibt wahrscheinlich es gibt es auch wieder von Bismar aber es gibt Eltern die da so total ... intuitiv auch machen.
00:48:39: Und es gibt Menschen, die ja grundsätzlich vielleicht weniger kreativ sind und gar nicht auf gewisse Ideen kommen... ...und wenn man da sich so Anreize holen kann wie man mit seinen Kindern spielen kann, sie auch beschäftigen kann,... ...und sozusagen über diese Ergotherapie selber Anreizen bekommen ist das total hilfreich eigentlich.
00:48:57: Würdest du sagen, dass jedes Kind im Grunde Ergoterapie vertragen
00:49:00: wurde?
00:49:03: Ja.
00:49:04: Nein!
00:49:05: Also es ist so... Was die Eltern bei uns in der Therapie sehen, ist wie kann ich mein Kind sinnvoll beschäftigen?
00:49:14: Also man kann ein Kind beschäftigen oder man kann sinnvoll Beschäftigung.
00:49:19: Aber da brauchen die Eltern einfach dieses Know-how... Was tue ich denn jetzt gerade?
00:49:24: Warum ist es dann gut für mein
00:49:26: Kind?".
00:49:26: Und deswegen sage auch diese Alltagssituationen zu Hause beim Putzenhelfen, dass die dann verstehen, das ist ja das Gleiche.
00:49:33: Ob ich ein Spiel kaufe oder im Alltag einbeziehe und das lernen sie einfach durch die Therapie einhalten wie man Spielmaterialien selber herstellen kann.
00:49:46: Das war eigentlich der Hauptgrund warum unseren Instagram-Account, mein Kidsnosh eigentlich ins Leben gerufen haben.
00:49:54: Weil viele Eltern in der Therapie so richtig motiviert sind.
00:49:58: und ja ich mache das jetzt!
00:49:59: Und ich möchte meinen Kind spielerisch zu Hause fördern... ...und dann habe ich halt gesagt Ja es wäre gut wenn sie das und das machen.
00:50:06: und dann war eine Mama die das ganz klar zu mir gesagt hat...ja das würde ich gerne machen aber wie mache ich das?
00:50:13: Und dann habe gemerkt so Mensch nee ist klar Ich gehe davon aus, dass die Eltern wissen was ich meine.
00:50:22: Aber so ist es halt einfach nicht und deswegen war dann auch eine Praktikantin, die damals zu mir gesagt hat, Denise du hast so einfache Ideen, die so sinnvoll sind wo man wirklich kaum etwas dazu braucht das man oft Zuhause schon hat wo man die Kinder sinnvoll beschäftigen kann.
00:50:41: Du musst es auf Instagram zeigen, damit die Eltern einfach wissen wie's funktioniert.
00:50:45: Und deswegen haben wir damals auch in der Corona-Zeit eben gesagt okay ich zeig euch jetzt mal ein paar Sachen und dann ist das halt gewachsen.
00:50:55: Ich zeige den Eltern genau da man kann mit einfachen ganz normalen Sachen zu Hause die Motorik fördern, die Fallmotorik fördern und es muss nicht viel Geld kosten.
00:51:08: Die Eltern müssen einfach nur wissen wie mache ich's?
00:51:11: Und das ist wie versuche ich halt den Eltern beizubringen oder nahezu bringen.
00:51:18: Ist dein Account auch für dieses Spektrum Kleinkinder bis Vorschule oder ist das eher ein bestimmtes Alter?
00:51:27: Nee also das ist wirklich von... ... Babyalter bis zur Vorschule.
00:51:33: Klar, man sieht das am... wo ich angefangen habe war es viel Baby.
00:51:37: Also das merkste an der Community so was ist jetzt gerade mehr?
00:51:41: Sind jetzt grad mehr Babys da und dann mehr Ältere!
00:51:45: Und damals war es eben mehr Baby.
00:51:48: Dann hat sich das aber irgendwie gekippt weil die sind natürlich älter geworden.
00:51:52: und dann haben wir aber die anderen gesagt klar das Spektrum ist soweit.
00:51:56: also von Baby bis Vorschul So alles unterbringen ist halt echt schwierig.
00:52:01: Und dann haben die Eltern aber von den Babys gesagt, aber Denise mach mal wieder was für Baby und ich so ja aber wie soll ich das irgendwie unter einen Hut bringen?
00:52:10: Deswegen habe ich angefangen die E-Books zu schreiben.
00:52:13: E-books für verschiedene Altersgruppen.
00:52:17: zum Beispiel unser erstes großes E-Book Hashtag fördert ein Kind.
00:52:21: Das ist eigentlich gekommen weil viele Eltern einfach Vor allem im Baby-Alter.
00:52:28: Da gibt es die Rasseln, ja und da gibt's keine Ahnung diese klassischen Babyspielzeuge.
00:52:34: aber die werden halt dann auch irgendwann mal langweilig Und dann wird immer mehr gekauft, immer mehr.
00:52:39: Dann hat man eine riesen Drohe an Spielsachen Die fünf Tage in der Hand sind und dann wären sie langweillig.
00:52:46: Und deswegen habe ich das E-Book geschrieben, weil mein Babys wahnsinnig toll mit Alltagsmaterialien fördern kann.
00:52:53: Also einfach diese Shakebächer, einfach ein paar Kugeln rein und dann hast du auch eine Rassel.
00:53:01: Und das nächste Mal wenn es langweilig wird, dann schüttest sie aus und dann machst einen Reis rein hört sich anders an.
00:53:05: Oh cool!
00:53:06: Fünf Tage wieder beschäftigt so auf die Art.
00:53:12: Genau und das hab' ich eben für die Babys gemacht von null bis zum dritten Lebensjahr und habe das auch in verschiedene Ausgangspositionen.
00:53:24: Oft ist es dann so, dass die Kinder die Eltern sagen ja aber mein Baby ist aber noch nicht soweit oder es läuft schon und der andere kann das aber noch nicht.
00:53:36: Und da werden Eltern so schnell unter Druck gesetzt, mein Kind kann das an dem Monat noch nicht und mein Kind kannt das auch noch nicht!
00:53:45: Da habe ich gesagt, ich mache's lieber in Ausgangspositionen, Bauchlage, Rückenlage stehen krabbelnd.
00:53:53: weil dann können die Eltern sagen ja mein Kind ist... zwei Jahre alt, weil ich habe natürlich auch Kinder mit die schwerstbehindert sind.
00:54:01: Also die Symptome haben, die mit zwei einfach erst in der Bauchlage liegen.
00:54:06: und die Eltern haben gesagt, ich brauche auch Ideen aber steht auf jedem Spielzeug drauf das ist für das und das Alter.
00:54:12: und dann hab' ich gesagt ja aber... Dann muss sich irgendwie ein Buch machen wo alle Eltern sich verstanden fühlen Und wenn es Kind drei ist aber auf einem Entwicklungsstand von eins ist, durch irgendwie ein Schicksalsschlag oder sowas.
00:54:28: Kannst die Mama trotzdem benutzen?
00:54:31: Und das war mir wahnsinnig wichtig dass halt einfach jedes Kind individuell angeguckt wird und da abgeholt wird wo es ist und nicht wo es sein sollte.
00:54:42: Genau!
00:54:43: Da haben wir das gemacht Und da war ich auch total happy, weil es wurde ja dann auch von der Ergotherapie-Zeitschaft angeguckt.
00:54:49: Ich sag's dir, Nora, ich hab's so zum Schwitzen angefangen!
00:54:52: Weil die da haben gesagt wir wollen uns das anschauen und da ist eine Ergotherapeutin, die so ein Buch geschrieben hat... ...und ich war super nervös.
00:55:00: Das war mein erstes Buch was ich geschrieben habe.
00:55:03: Aber es wurde mit voller Punktzahl in allen Bereichen bewertet.
00:55:08: Wow, voll toll.
00:55:09: Und ganz viele Eltern konnte ich da wirklich helfen und vor allem Eltern die halt auch Kinder haben, die halt mehr Bedarf an Förderung haben.
00:55:20: Genau dann ist es eigentlich so in Säulen gekommen.
00:55:22: Dann kam immer mehr in den Shop rein und E-Books und ja.
00:55:28: Bietest du denn auch solche E-Books an für ältere Kinder?
00:55:31: Ich frage auch für eine Freundin!
00:55:35: Wie
00:55:35: alt?
00:55:36: Um
00:55:37: vier mit sechs.
00:55:41: Wir haben einen E-Book rausgebracht, das war eigentlich eine Idee von meiner Schwägerin weil die Kleine dies zwei und die Große ist eben fünf.
00:55:53: Und meine Schwägere hat irgendwann zu mir gesagt Boah Denise hast du Ideen?
00:55:58: Dies Mama Vollzeitmama Ich muss meine Wäsche machen.
00:56:03: Ich möchte einfach mal sitzen und ich möchte nicht die ganze Zeit spielen, ich brauche einfach mal eine Pause.
00:56:08: Hast du irgendwelche Ideen was ich machen kann?
00:56:11: Und dann ist so ja klar mach mal das und dass und das habe ich in der Liste aufgeschrieben was man halt schnell vorbereiten kann wo die Kinder beschäftigt sind und hab ihr dann auch immer wieder gesagt was ich sage da boah also das wird sie niemals so machen.
00:56:24: Du musst nur wissen wie wenn ich sag Boah Ich weiß nicht, ob du das schaffst diese ganzen Sachen in diese Box reinzustecken.
00:56:33: Da bin ich für echt gespannt!
00:56:34: Ich zähl jetzt einfach bis drei und mal...ich schau mal wie lang du brauchst und dann einen Verteimer stellen, Kaffeenehmen und trinken.
00:56:42: Man muss die Kinder einfach motivieren.
00:56:44: Und dann habe ich eben so eine Liste erstellt.
00:56:47: Sie hat sich es angeguckt und sie ist so, hey, diese Liste bereuchten glaube ich mehr Eltern?
00:56:52: Vor allem Mamas, die eben zu Hause sind.
00:56:54: Die halt einfach auch noch andere Sachen zu tun haben.
00:56:56: und dann habe ich eigentlich ein E-Book geschrieben für meine Schwägerin.
00:57:02: Mamas kleine Pause wo halt einfach Ideen drin sind, die super schnell umsetzbar sind und das ist von zwei bis fünf Super schnell umsetzbar sind, wo die Eltern einfach mal eine Pause haben.
00:57:16: Die Kinder selbstständig machen können und wirklich mit ganz, ganz wenig Alltagsmaterialien.
00:57:22: Und ja, da waren ganz viele Eltern wirklich dankbar und haben gesagt, boah krass das funktioniert wirklich!
00:57:33: Das ist das andere E-Book was sie raus bekommen.
00:57:37: Ja, gut.
00:57:38: Denise ich habe schon ganz viel mitgenommen als Anrei zu einem Input.
00:57:43: Wenn es den anderen da draußen genauso geht wie mir dann kann man auf jeden Fall nochmal auf deinem Account vorbeischauen und auf deiner Website.
00:57:48: Kannst du noch mal sagen wie man dich genau findet?
00:57:52: MyKidsLaunch
00:57:53: auf
00:57:53: Instagram Und im Internet.
00:57:57: also unser Shop ist mykidslaunch.de.
00:58:00: Genau schreiben wir nochmal die Show notes, selbstverständlich.
00:58:03: Ich danke dir sehr für deine Zeitmeldung
00:58:07: und auch deine
00:58:07: Arbeit.
00:58:08: Das ist ja total ... Ja, auch so befriedigend stelle ich es mir vor, auch wenn das sicherlich hier und da auch mal Nerven aufräumt ist weil du sowas Gutes tust.
00:58:16: Weißt du?
00:58:17: Es ist eine Aufgabe mit Purpose recht oben und das finde ich immer ganz besonders
00:58:20: schön.
00:58:21: Ja, es hat einfach auch für mich, letztens hat ein Papa zu mir gesagt, dass nicht einen Beruf was sie machen Frau Kern, das ist wirklich eine Berufung.
00:58:32: Und ich sehe mich immer so ein bisschen als Anwältin der Kinder und ich versuche oft sind es einfach nicht die Kinder sondern einfach die Eltern, die an die Hand genommen werden müssen.
00:58:42: Wenn es bei den Eltern ankommt und sie sehen dass es so einfach sein kann dann kommt es ja bei den Kindern wieder raus.
00:58:49: und deswegen versuche ich über die Eltern an die Kinder ranzukommen und denen dann einfach das Lächeln ins Gesicht zu zaubern oder ihnen von soweit in der Entwicklung zu helfen.
00:58:58: Und wenn ich dann so höre oder auf Instagram, wenn sie mir Nachrichten schreiben, Eltern so wow Denise du bist zwar nicht da aber wir benutzen deine Materialien oder deinen Instagram Post und mein Kind schafft es jetzt zu schneiden
00:59:12: nur
00:59:13: weil du uns gezeigt hast wie?
00:59:14: Dann ist das für mich so ein... Das berührt mich immer sehr diese Texte was ich bekommen dass mich das einfach motiviert weiterzumachen In allen Bereichen.
00:59:26: Die Niskyler verhitzen überall hin, ja.
00:59:31: Unbedingt.
00:59:35: Vielen Dank!
00:59:37: Ja danke dir.
00:59:49: Danke schön.
00:59:55: Eure Nuwa.